Tag 45 – Mein Neues Ich – Charakter 2.0 (My New Me – Character 2.0)

10. Juli 2012

Ich habe mir heute das 25. Interview (The Human Picture) aus der Reihe ‚Reptilians‚ angehört und mir ist klar geworden, dass ich eine/meine Änderung anstrebe in-und-als mein Mind/ Bewußtsein und NICHT im-und-als das Physische. Ich habe erkannt, dass ich dabei bin mir einen neuen Charakter anzulegen, den ‚alten‘ auszubessern, und eine Version 2.0 zu kreieren. Denn ich beschreite mich selbst und meine Welt als-mich nicht im Physischen und als mein Physischer Körper Atemzug um Atemzug, sondern ich ‚denke‘ darüber nach, was im Grunde bedeutet, dass ich mir Zukunftsvisionen und Vorstellungen ausdenke, wie ich ’später‘ leben könnte, wer ich ’später‘ sein könnte – natürlich alles ‚besser‘ als jetzt – wie z.B. meine neue Wohnung aussehen könnte, wie mein Weg zur Arbeit aussehen könnte, wie ich meine neue Wohnung in Ordnung halten werde, dabei generiere ich alle möglichen Gefühle und verknüpfe sie mit den Gedanken und Bildern, manchmal positive – ach wie toll dann alles sein wird – manchmal negative – wo ich unsicher bin und Angst davor habe was mich erwartet. Ich habe mir eingeredet und eingebildet, dass ich mich in einem echten Prozess der Änderung befinde, dass ich tatsächlich dabei bin irgend etwas ’substanzielles‘ zu ändern, dabei renne ich immer wieder gegen Wände und wundere mich warum alles ’schief‘ läuft und warum nichts ‚klappt‘ und erschaffe weitere Schichten als Meinungen und Bewertungen meiner Lage.

Als ich das Interview gehört habe, ist mir klar geworden, wie ich mich selbst als ein Abbild sehe, eine Fotografie die aus Erinnerungen besteht, und so habe ich erkannt, wie ich versuche lediglich mein Abbild zu verändern, wie ich in Wahrheit immer damit beschäftigt bin in-und-als mein Mind mein ’neues‘ Ich zu erschaffen, in dem ich versuche die Details an meinem Abbild zu ändern, wörtliche Äußerlichkeiten – und ich damit nichts, aber gar nichts in-als-mich selber ändere, nur ein upgrade vernehme und mich als ein Mind-Bewußtseins-System weiter entwickle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu einem Abbild zu werden, das ich aus Erinnerungen erschaffen habe und mich so völlig ignoriert und missachtet habe als Leben Hier. Deshalb verpflichte ich mich den Atem dazu zunutzen um mich im Physischen zu stabilisieren, um mich in-und-als der Mind/ Bewußtsein zu verlangsamen, damit ich in der Lage bin die Hirngespinste als Illusionen zu entlarven um mich HIER mit-und-als das Physische bewegen zu können, sodass ich keine neuen Abbilder in mir erschaffe und sie als Erinnerungen abspeichere – völlig automatisiert – ohne gewahr zu sein, wie ich lediglich einen neuen Charakter erschaffe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass eine neue Wohnung etwas an meiner Lage ändern wird, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen und verstehen, dass ich immer die Selbe sein werde, egal wo ich wohne und dass ich vor mir selbst nicht wegrennen kann. Hiermit verpflichte ich mich, meinen Wunsch nach einer neuen Wohnung sein zu lassen, mich zu stoppen wenn ich in-und-als mein Mind auf die Suche nach einer angeblichen ‚Lösung‘ für meine ‚Probleme‘ im Äußeren suche und dabei völlig das Wesentliche verfehle – mich selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht akzeptiert und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass ich HIER bin, in jedem Atemzug anwesend, und dass ich die Änderungen in-und-als mein Leben HIER vornehmen muss, in-und-als mein Physischer Körper, meine Akzeptanzen und Billigungen – die, zu der ich geworden bin. Darin erkenne und verstehe ich, dass eine Änderung erst dann möglich ist, wenn ich sie lebe, wenn ich sie verinnerlicht habe, wenn ich mich korrigiert habe in-und-als mein Mind UND das Physische, wenn ich einen tatsächlichen physischen Prozess durchgelaufen bin. Darin verpflichte ich mich, mich nicht mehr in-und-als mein Mind/ Bewußtsein selbst zu sabotieren, mir Zukunftsvisionen auszudenken, weil ich erkenne, dass ich damit nur einen neuen Charakter erschaffe, der mich noch tiefer in die Scheiße reitet und auf keinen Fall eine reale und substanzielle Änderung herbeiführt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu hoffen, an Hoffnung zu glauben, und Hoffnung für etwas reales zu halten, ohne mir erlaubt zu erkennen und verstehen, dass Hoffnung eine Droge ist mit der ich mich zudröhne um mir selbst nicht begegnen und keine Verantwortung tragen zu müssen. Darin verpflichte ich mich alle Hoffnung in-mir und als-mich zu stoppen und wenn nötig sie mit Schreiben und Selbst-Vergebung auszumerzen, weil Hoffnung eine Illusion ist, die mich viel mehr ‚zurückhält‘ als ‚vorwärtsbringt‘. Ich erkenne und verstehe, dass Hoffnung in Wahrheit eine Hintertür ist, weil ich im Grunde auf ein Wunder hoffe, dass irgend jemand kommt oder irgend etwas passiert und meine Lage sich auf eine wunderliche Art ändert. Deshalb verpflichte ich mich ferner nicht mehr auf Änderung zu hoffen, sondern sie auf eine praktische Weise zu beschreiten, wo ich genau weiß was und warum ich etwas erschaffe, denn nur so trage ich die volle Verantwortung für mein Handeln, für meine Entscheidungen, und nur so bin ich ein Selbst-Bestimmtes Wesen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich als ein Charakter zu manifestieren, als ein Abblid meiner Erinnerungen, ohne zu erkennen dass ich mich damit nie wirklich entwickelt habe, nie wirklich gewachsen bin, sondern dass ich immer nur an den Details des Bildes herumgepfeilt habe, um besser anzukommen, um zu gefallen, um meine Zeile besser erreichen zu können, um schöner zu sein, um intelligenter zu wirken – und NICHTS davon war jemals REAL, sondern viel mehr eine Illusion in meinem Kopf/ Mind – ein Spiegelblid, eine Fatamorgana, Luftschlösser in meinem Kopf, weil ich an der Substanz, an meinem Kern nie angekommen bin, weil diese Charaktere Schichten erschaffen haben und ich blind geworden bin, mich überhaupt als Wesen wahrzunehmen – der einzige Charakter der Gültigkeit besitzt – weil er REAL ist – mein Physischer Körper. Deshalb verpflichte ich mich, alle meine Charaktere wie eine Zwiebel zu schälen, sie zu entlarven und auszumerzen, damit ich mich selbst wieder entdecken und LEBEN kann – in Einheit und Gleichheit mit ALLEM was existert und LEBEN ist.

 

Bildgestaltung: Matti Freeman
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