Tag 2 – Angst vor grauen Haaren – Resignation

16. April 2012

Ich hatte heute einen Traum, ich stand vor einem Spiegel und je länger ich mich betrachtete desto mehr graue Haare entdeckte ich. Ich habe es nicht erwartet, ich war überrascht und irritiert bereits so viele graue Haare zu haben. Ein kurzer Moment der Panik überwältigte mich, dann folgte ein Gefühl der Resignation. In Realität habe ich vor ein Paar Wochen ein erstes graues Haar bei mir entdeckt, ich bin mir sicher dass es nicht das allererste graue Haar ist, doch wächst dieses Haar an einer prominenten Stelle, ich sehe es jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue. Ich habe es kurz überlegt auszureissen, doch was würde es ändern …? Ich habe mich damit scheinbar abgefunden, weil ich auf ein mir gewohntes Verhaltens-Muster der Resignation zurückgegriffen habe, einem bitteren Gefühl, dass ich nicht fähig bin irgend etwas zu ändern, dass ich ein Opfer dieser Welt bin und keinen Einfluß darauf habe, was mir zu stößt, was dieser Welt zustößt.

Ich sehe, dass ich es nicht für mich durchgelaufen bin, im Sinne von verarbeiten und aus dem Weg räumen, ich habe es in mir vergraben und meine Gefühle unterdrückt, so dass sie mich nun in meinen Träumen verfolgen.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst zu haben, graue Haare zu bekommen, weil ich sie als ein Anzeichen dafür sehe, dass ich alt werde/dass man alt wird,

und ich das Alt werden als negativ, schlecht und häßlich definiert habe.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor dem Altern zu haben.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mit Resignation auf etwas zu reagieren, was ich glaube nicht verhindern zu können.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert habe Angst vor dem zu haben was ich glaube nicht verhindern zu können, ohne mir erlaubt zu haben zu sehen und zu erkennen, dass ich das nicht nur bei Sachen/Gegebenheiten/Ereignissen mache die ich tatsächlich nicht ändern kann, weil sie bereits Konsequenzen vorangegangener Entscheidungen und Ereignisse sind, sondern auch bei Entscheidungen/Situationen denen ich im Jetzt und Hier begege, weil ich das Resignieren zu meinem Muster entwickelt habe, mich mit Sachen/Situationen abzufinden, ohne etwas/mich tatsächlich ändern zu müssen und zu wollen.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mit erlaubt habe an der Resignation als Verhaltens-Muster festzuhalten, damit ich es als Ausrede und Flucht vor der Realität benutzen und ausnutzen kann.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich mit dem Gefühl der Resignation zu identifizieren, weil ich glaube das Alt werden nicht verhindern zu können.

Ich sehe, erkenne und verstehe dass die Angst hier ihren Urprung darin hat, weil ich Angst vor dem Tod habe.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor dem Tod zu haben.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe dieser Angst die Macht über mein Leben zu geben, so dass sie mich kontrolliert und bestimmt, ohne zu sehen und zu erkennen, dass ich dadurch bereits zu meinen Lebzeiten, meine Zeit an Gedanken und Gefühle verschwende, mich davon beeinflußen lasse, meine Verantwortung an meine Angst abtrete, und damit mich selber zu Lebzeiten bereits aufgebe.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mit dem Verhaltens-Muster Resignation dem Leben zu begegnen, wenn ich mir erlaube in die Welt zu schauen und ich sehe und erkenne, dass diese Welt eine Hölle ist – nur als kleines Beispiel: 2/3 der Menschheit, 40% haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen (wie Wasser und Toiletten mit einer Spülung) – greife ich auf dieses bequeme Verhaltens-Muster der Resignation zurück, gebe mich selbst auf und diese Welt, und mache es mir bequem in dem Glauben, dass ich ohnehin nichts ändern kann, ohne die Verantwortung zu erkennen und damit zu tragen, dass ich tatsächlich dafür verantwotlich bin, dass diese Welt in einem untragbar schlimmen Zustand ist.

Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich von einer Winzigkeit wie einem grauen Haar ablenken zu lassen, meine Zeit damit zu vergeuden ein graues Haar zu betrachten, und mir darüber Sorgen zu machen, anstatt den wirklichen Problemen dieser Welt Beachtung zu schenken, weil ich nur auf mich selber fixiert bin, ohne jegliche Beachtung des gesamten Lebens, ohne zu bedenken, dass es Millionen von Menschen gibt, deren geringstes Problem ein graues Haare ist.

 

Hiermit verpfliche ich mich – mich nicht mehr von grauen Haaren ablenken zu lassen, Gedanken über graue Haare zu stoppen, zu atmen und mich neu auszurichten, indem ich:

 

Mir nie wieder erlaube mein Aussehen mit den ‚perfekten‘ Bildern der Werbung zu vergleichen, weil ich erkenne dass das totaler Mist ist, der uns nur von der wahren Realität ablenken soll – eine Illusion der wir uns freiwillig hingeben, um nicht die Wahre Häßlichkeit zu sehen, nämlich diese ungerechte und häßliche Welt. Ich erkenne dass ich ein graues Haar dazu benutz habe, um mein gewohntes Verhaltens-Muster der Resignation auszuspielen, damit ich mich dafür entschuldigen und somit freisprechen kann, jegliche Verantwortung für mich selber und den jetztigen Zustand dieser Welt loszuwerden. Ich werde das Verhaltens-Muster Resignation stoppen und mir nicht erlauben mich mit einem bitteren Gefühl zu identifizieren, ich sehe und erkenne das Resignation nur ein Programm ist, das keine Macht über mich haben kann, wenn ich nicht daran glaube und mich nicht damit identifiziere. Wann immer ich sehe dass ich mich der Resignation hingebe – stoppe ich mich und atme – ich bleibe Hier im Physischen, ich erkenne das der Mind nur eine Illusion ist, die mich an meine inneren Illusionen bindet, stattdessen übernehme ich die Verantwortung für mich selber, ich flüchte nicht in illusorische Sorgen, ich verschwende meine Zeit nicht, ich stehe auf und erlaube mir eine Welt zu erschaffen die die Beste für Alle ist, weil ich tatsächlich in der Lage bin die Hölle auf der Erde zu stoppen, in dem ich mich ändere und meine Natur des Eigeninteresses stoppe und mich der Realität hinwende.

 



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