Tag 42 – Behandle mich nicht wie ein Kind! (Don’t treat me like a child!)

5. Juli 2012

Ich habe ein reaktives Verhalten, über das ich mir schon vor einiger Zeit bewußt geworden bin, als mein Partner mich darauf aufmerksam gemacht hat – doch war ich mir nicht im klaren wie sehr es mich bestimmt, definiert und mir mit aller Deutlichkeit aufzeigt, als welche ‚Person’/’Charakter‘ ich mich selbst erschaffen habe – und komischer Weise mich genau in der Position ‚gefangen‘ hält, die ich versuche zu ‚bekämpfen‘. So ist es, dass wann immer ich von jemandem auf eine Art angesprochen werde, die ich als ‚dominant‘, ‚beherrschend‘, ‚fordernd‘ interpretiere, ich mich sofort reaktiv verhalte – als Trotz – begleitet von dem Gedanken ‚Bahandle mich nicht wie ein kleines Kind!‘ – Ich fühle mich dann in meiner Freiheit eingeschränkt und vor allem bevormundet, und eine automatisierte Trotzreaktion steigt in mir auf. Ich werde dann oft zu einem NEIN-Automaten, weil ich alles ablehne, mich ‚zuschließe‘ und nur noch in die Gegenrichtung will.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe eine Reaktion der Ablehnung als Trotz in mir und als mich zu erschaffen, wenn ich das Verhalten einer Person mir gegenüber als ‚dominant‘, ‚beherrschend‘ und ‚fordernd‘ interpretiere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass dieses Reaktive Verhalten, das ‚WER ich bin‘ ist, dass es real ist, und dass ich das folglich nicht ändern bzw. stoppen kann, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen, dass ich es selber war, die dieses Verhalten in und als mich programmiert hat, bis es völlig automatisiert wurde und ich die ‚Kontrolle‘ darüber verlor, ohne widerrum zu erkennen, dass ich die ‚Kontrolle‘ nicht ‚verloren‘ habe, sondern sie abgegeben habe, als ich die Selbst-Verantwortung aufgab und sie meinem Mind/ Bewußtsein übertragen habe, als ich durch und mit Erinnerungen Systeme und Programme kreirt und mich damit selber programmiert und automatisiert habe.

Ich sehe und erkenne, dass diese Reaktion ihren Anfangspunkt in meiner Kindheit hat, in der Interaktion mit meiner Mutter, als ich nur das tun wollte, was mir passte, was ich wollte und ich die Einwände meiner Mutter als ‚dominant‘, ‚beherrschend‘ und ‚fordernd‘ beurteilt habe, und dann daraufhin mit Trotz reagiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe, die Erinnerung wie ich meiner Mutter trotze in mir und als mich abgespeichert zu haben, damit ich auf der Basis dieses ‚Bildes‘ einen ‚trotzenden‘ Charakter kreiren kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass mein Trotz ein eingebildetes ‚Recht auf Freiheit‘ ist – das tun zu wollen und zu können, was NUR mir passt, was NUR mir gefällt – ungeachtet der anderen/ ohne Rücksicht auf andere, weil ich zu einem von ALLEM separierten selbst-interessierten EGO geworden bin, nur an meiner eigenen Erfahrung interessiert, die möglichst ‚positiv‘ sein soll (Positives-Energie-Erlebnis/Erfahrung), ohne Rücksicht auf den Konflikt, den ich damit in und als die anderen kreiren muss, wenn ich mich als völlig vom LEBEN als Gesamtheit separiertes ‚Ich‘ Individuum wahrnehme, eben als ein Gegenpol/Gegenüber zu den ‚anderen‘ (Negatives-Energie-Erlebnis/Erfahrung).

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass meine Reaktion eine ‚Abwehr‘ eines Angriffes ist – Angriff = als eine Beschränkung meiner ‚Freiheit‘ auf ‚Selbst-Bestimmung‘. auf eine ‚dominante‘ ‚zwanghafte‘ ‚beherrschende‘ Weise – dabei ist es in Wahrheit umgekehrt, ICH bin diejenige, die ungeachtet der Konsequenzen für ALLE ein möglichst ‚positives‘ Erlebnis/Erfahrung NUR für mich selbst anstrebt, ICH bin diejenige die glaubt über das LEBEN ‚dominieren‘ zu können. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass LEBEN Mittel zum Zweck sei – MEIN Mittel zum Zweck – sodass ich es ausnutzen/benutzen kann, um möglichst ‚positive‘ Erfahrungen/Erlebnisse für mich ALLEINE zu kreiren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass ein ‚Recht auf Freiheit‘ ohne die Einbeziehung von ALLEN die mit mir in Einheit und Gleichheit existieren, in Wahrheit Missbrauch und Bosheit ist, weil ich mich für ‚wichtiger‘ als andere halte und NUR die Erfüllung MEINER Wünsche und Bedürfnisse anstrebe, auf Kosten der anderen und ohne Rücksicht auf andere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, wie ich mit meiner Trotzreaktion und der Erinnerung an meine Interaktion mit meiner Mutter einen Charakterzug in mir und als mich erschaffen habe, den ich widerrum als eine Rechtfertigung genutzt habe, um weiterhin mein Verhalten als selbst-interessiertes EGO zu legitimieren, indem ich mir eingebildet habe, ich würde in ‚meiner Freiheit‘ eingeschränkt bzw. bevormundet, dabei war ICH der Aggressor, der Angreifer, weil ich ungeachtet der Konsequenzen für ALLE ein möglichst positives Erlenbis alleine für mich erschaffen wollte.

 

Ich verpflichte mich, wann immer ich den Gedanken ‚Behandle mich nicht wie ein Kind‘ in mir und als mich kreire – mich zu stoppen und zu atmen – mich wieder im Physischen zu stabilisieren, weil ich erkenne und verstehe, dass ich ein Charakter geworden bin, der völlig automatisiert versucht sein Überleben als separiertes selbst-interessiertes EGO/Mind Dasein zu legitimieren und zu rechtfertigen.

Ich verpflichte mich, in Augenblicken in denen ich das Verhalten der anderen als ‚dominant‘, ‚beherrschend‘ oder ‚fordernd‘ beurteile, mich sofort zu stoppen, und mir die Punkte selbst zu vergeben, damit ich die Trotzreaktion erst gar nicht entstehen lasse; Ich erkenne und verstehe, dass mein Verhalten eine Erinnerung ist, mit der ich meine ‚Reaktion‘ rechtfertige, weil ich an meinem ‚Recht auf Freiheit‘ bestehen will; Darin erkenne und verstehe ich, dass ‚Recht auf Freiheit‘ ungeachtet der Konsequenzen und ohne Berücksichtigung von ALLEN als Leben in Einheit und Gleichheit, das Resultat eines illusorischen Bewußtseins als separiertes Individuum ist.

Ferner erkenne und verstehe ich, dass mein Charakter, meine Persönlichkeiten, NICHT mein Gott gegebenes ‚Naturell‘ sind, sondern dass ich es selber war die mit Erinnerungen und ‚positiven‘ oder ’negativen‘ Erlebnissen, diese Charaktere und daraus die Persönlichkeiten kreirt hat, um weiterhin mein Streben nach ‚positiven‚ Erlebnissen/Erfahrungen zu rechtfertigen und zu legitimieren.

Ich verpflichte mich, mir mit Schreiben, Selbst-Vergebung und Selbst-Korrektur alle meine Charaktere selbst zu vergeben und die Erinnerungen die ich in mir als Bilder abgespeichert habe zu löschen, damit ich mich neuausrichten und ändern kann, von einem separierten selbst-interessierten Ego zum Lebendigen Wort, in Einheit und Gleichheit mit ALLEM und als Leben.



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