Tag 41 – Ich bin so unverwechselbar (I am so unique)

4. Juli 2012

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass ALLES was ich glaubte zu sein – das WER ich bin – eine Illusion ist, die ich mir aus und mit meinen Erinnerungen aufgebaut habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass mein Charakter NICHT meine Gott gegebene ‚Natur‘ ist, sondern eine Ansammlung von Darsteller-Figuren, die ich selber erschaffen habe, um mich von anderen zu unterscheiden, um mich an Situationen und Begebenheiten anzupassen, um besser von anderen ‚angenommen‘ zu werden, grundsätzlich um erfolgreicher zu ‚überleben‘.

Darin vergebe ich mir, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mich von den ‚anderen‘ unterscheiden zu wollen und zu glauben, dass ich ‚unverwechselbar‘ sein/ werden muss, um aus der Masse hervorzustechen und zu ‚glänzen‘ um wahrgenommen und bewundert zuwerden – weil mir das ’sein‘ als zu ‚wenig‘ erschien und ich ‚mehr‘ sein wollte, mehr bedeutender, mehr einflußreicher, mehr geliebt – immer MEHR als ich zu sein schien. Deshalb habe ich einen unverwechselbaren Charakter erschaffen/ erschaffen wollen, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen, dass meine Kreation eine Illusion ist, die ich mit allen Mitteln versuche zu legitimieren – wenn ich andere dazu kriege daran zu glauben, es für ‚echt‘ zu halten, für mein ‚wahres‘ Gesicht, für meine ‚Persönlichkeit‘ – und dass ich mich damit (mit der Erschaffung eines jeden Charakters) immer mehr von mir selber als Leben entfernt habe, mich aufgesplittert habe in Bildern, Erinnerungen, Definitionen, Spiegelungen, sodass ich komplett blind geworden bin und meine eigene Illusion für real gehalten habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mich als LEBEN zu sabotieren, mein Selbst zu kompromitieren, nur um von anderen besser ‚angenommen‘ zu werden, um anderen zu gefallen, um von anderen geliebt zu werden, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen und verstehen, dass ich es selber bin, die MICH nicht annimmt, mir nicht ‚gefällt‘ und nicht liebt – und dass meine Suche nach dem MEHR, nach einer Bestätigung und Legitimierung von außen, den Ursprung in mir selber als MICH hat, weil ich es mir verweigert habe zu erkennen, dass ich LEBEN bin, dass wir ALLE Leben sind – in Einheit und Gleichheit – und dass unsere Suche nach dem MEHR einen Wettbewerb manifestiert hat, der uns aufgespalten und voneinander getrennt hat und wir als Resultat eine Welt voller Schauspieler erschaffen haben, die um die beste Rolle streiten, die das meiste Geld und Ansehen bringt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe aus dieser Welt/ der Physischen Reealität eine Bühne gemacht zu haben, auf der ich die ‚freie Wahl‘ habe, das oder der zu sein wer ich will, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen die ich erschaffe, wenn ich NUR meinen Wünschen, meinen Bedürfnissen, meinen Vorstellungen folge, ohne zu bedenken, dass meine Handlungen und Bestrebungen eine Konsequenz für uns ALLE erschaffen – was bedeutet wenn mein Anfangspunkt meiner Motivationen Selbst-Interesse ist, ich eine Welt des Selbst-Interesses erschaffe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, wie die Rollen die ich spiele in Wahrheit ein Gefängnis sind, weil ich mich in verschiedenen Handlungsweisen, Verhaltensweisen, Sichtweisen definiert habe, was nichts anderes als Limitation ist – und ich in Wahrheit überhaupt nicht die sein kann die ich will – sondern die ich sein MUSS – um in einer Welt des Wettbewerbs zu bestehen und wörtlich zu überleben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass mein Selbst-Asudruck – die Weise wie ich mit der Welt interagiere, mich bewege in Einklang (EIN-KLANG) mit ALLEM sein muss, um keine Konsequenzen für mich und alle als mich zu erschaffen.
Ich verpflichte mich ALLE meine Charaktere als Illusionen zu entlarven und sie Schritt für Schritt mit Schreiben, Selbst-Vergebung und Selbst-Korrektur zu löschen, weil ich erkenne und verstehe, dass sie in keinster Weise REAL sind – sondern viel mehr Selbst-Beschränkungen und Selbst-Limitierungen, die mich verhindern mich als LEBEN zu erkennen, aber auch alle anderen – eins und gleich mit und als mich selber.

Ich verpflichte mich die Welt nicht mehr als eine Bühne zu nutzen und benutzen, auf der ich meinen eigenen EGO-Film drehen kann und damit alle anderen auch zwinge zu einer Darsteller-Figur zu werden um in einem Wettbewerb ums Geld und Ansehen zu streiten – und damit die Physische Welt als ein Mittel zum Zweck auszunutzen/ auszubeuten/ zu zerstören.

Ich erkenne und verstehe, dass meine Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit nichts anderes als eine Selbst-Täuschung war, um ALLE eingeschlossen mich selber, zu blenden, zu manipulieren, zu täuschen um uns NICHT als LEBEN zu erkennen und eine Rolle zu spielen, die uns in einem Gefängnis festhält – in unseren Köpfen als die Charaktere die wir als uns selber erschaffen haben und in der Physischen Realität – die wir als unser Spiegelbild erschaffen haben – uns in einem System des Überlebens zu fangen/ zu betören, indem wir immer das MEHR anstreben, ohne zu erkennen, dass wir auf dem Weg uns selber verarschen und als LEBEN zerstören.

 

Bildgestaltung: Kelly Posey
Facebook: http://www.facebook.com/KellyPosey
Blog: http://humanitysjourneytolife.blogspot.com/



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