Tag 26 – Freunde

15. Juni 2012

Tag 26 – Freunde – „Reich sind nur die, die wahre Freunde haben.“  – Thomas Fuller

Ich habe einen Film geschaut in dem 3 Freunde eine Hauptrolle spielen. Zum Schluss des Filmes, drehte einer dieser Freunde einen Abschiedsgruß an einen von diesen Freunden, in dem er ergreifend sich bei ihm für seine Taten entschuldigte, seine aufrichtige Liebe zu ihm bekundete, wie sehr er ihn doch mögen würde. Dieser Freund ist nämlich im Verlauf des Filmes gestorben. Und in mir tauchte der Wunsch auf, ebenfalls solche Freunde zu haben, die mich aufrichtig so mögen wie ich bin, die immer für mich da sind, mit denen ich die guten und schlechten Momente im Leben teilen kann.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe den Gedanken „Ich hätte gerne auch solche Freunde“ in mir zugelassen und mich mit dem Gedanken identifizert zu haben, und ihn mit einer Emotion von Verlangen und Bedürfnis nach Erfüllung aufgeladen zu haben.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Lebenszufriedenheit davon abhängig zu machen, ob ich und wie viele Freunde ich habe.

Ich vergebe mir selbst dass ich es nicht akzeptiert und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass diese Lebenszufriedenheit eine Mind-Illusion ist, die darauf basiert dass ich glaube, dass mir eine Freundin/ein Freund etwas geben können, was ich nicht habe.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben Freunde würden mich ver-voll-ständigen, und dass ich etwas an mir missen würde ohne Freunde.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, ich bräuchte Freunde, um einfacher ’negative‘ Momente in meinem Leben zu verarbeiten/durchzustehen, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen und verstehen, dass ich erst diese ’negativen‘ Momente kreiren muss, um sie überhaupt ‚verarbeiten/durchstehen‘ zu können, und dass diese Momente in Wirklichkeit Dramen sind, damit ich Aufmerksamkeit auf mich lenke/ziehe, um mich dann nicht nur in meinem eigenen Mitleid suhlen zu können, sondern auch in dem von den Personen um mich herum. Damit vergebe ich mir selbst, dass ich Dramen in meinem Leben kreirt habe, damit ich die Aufmerksamkeit meiner Freunde auf mich lenke, damit ich daraus Energie erschaffen kann.

Ferner vergebe ich mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass ich der Schöpfer meiner Realität bin, d.h. dass ich der tatsächliche Initiator aller Erfahrungen bin die mir ‚zustoßen‘, und dass ich alleine für die Verarbeitung dieser Momente verantwortlich bin, und ich deshalb keine anderen Personen dafür brauche.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass der Wunsch Freunde zu haben, die mich so akzeptieren, wie ich bin, eine Selbst-Manipulation ist, weil ich eine äußere Bestätigung als eine Art Entschuldigung für meinen verkorksten ‚Ich‘-Zustand suche, nach dem Motto ‚Ich bin scheiße, aber werde trotzdem geliebt‘, darin erkenne und verstehe ich, dass Freundschaften die darauf beruhen, dass man sich gegenseitig so mag, wie man ist, tatsächlich Ego/Mind-Freundschaften sind, wobei man sich gegenseitig in seinen Fehltaten bestätigt und damit entschuldigt, und sich damit in diesem Zustand selbst beschränkt, limitiert, akzeptiert etc. und eine Wandlung, Änderung unmöglich macht – damit ist diese Art von Freundschaft ein Verschluss-Mechanismus, der mich/uns davon abhält unsere Natur als selbst-interessiertes vom LEBEN abgetrenntes Ego zu überwinden.

Deshalb vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Freundschaften dazu zu benutzen, um mich von meiner Realität, meiner Natur als selbst-interessiertes vom LEBEN abgetrenntes Ego abzulenken, um nicht mir selber begegnen zu müssen, weil ich das ‚Alleinsein‘ als etwas gesehen habe, was ich unter allen Umständen verhindern muss, und ich mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass dieses Verhalten ein manifestierter Back-Chat war, damit ich ja nicht in die Gelegenheit komme, mir selber zu begegnen und mich selber zu erkennen.

Darin erkennen ich, dass ich meine Freunde als Spiegelbilder benutzt habe, in denen ich mein Ego reflektiert und darin Bestätigung gesucht und gefunden habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass diese Art von Freundschaft eine totale Illusion war, und ich diese Menschen in Wirklichkeit nie kennengelernt habe, noch kennenlernen wollte, weil ich immer mit der Erwartung und Einstellung mein Ego-Spiegelbild zu finden an diese Personen herangetreten bin, und ich mir die echte Sicht auf die Wesen verbaut habe, weil ich immer nur mein eigenes Ego in ihnen sehen wollte.

Ich verpflichte mich in Momenten in denen ich dem Alleinsein entfliehen will, und einen Back-Chat (Selbst-Gespräch/innere Unterhaltung) darüber starte – mich zu stoppen, zu atmen – und diesen Moment an Ort und Stelle dafür zu nutzen meine Persönlichkeiten mit Selbst-Vergebung zu verarbeiten, um mich von den Mind-Illusionen zu befreien, und meine limitierte Sicht über Freundschaft aufzulösen.

Ich verpflichte mich, Freundschaften nicht dafür zu benutzen, mir selber zu entfliehen, weil ich erkenne und verstehe, dass ich mir selber NIE entfliehen kann, weil ich HIER bin, und ich mir selber begegnen muss und es auch tun werde, und je länge ich das hinauszögere, desto mehr Konsequenzen sammeln sich an, wie ein Müllberg der immer größer wird, die von alleine nicht verschwinden werden, also besser ich fange sofort damit an, damit ich als LEBEN HIER wiedergeboren werden kann, in Einheit und Gleichheit mit mir selber, und in Einheit und Gleichheit mit allem was existiert- weil ich ein untrennbarer Bestandteil der Existenz bin.

Ich verpflichte mich exklusive Freundschaften zu stoppen, bzw. meinen Freunden als ein Ego zu begegnen, weil ich erkenne, dass dieses Verhalten mich selber und uns alle davon abhält uns selber zu erkennen und uns selber zu begegnen, vor allem wenn exklusive Freundschaften einen Raum schaffen, der ein Verschluss-Mechanismus ist, weil wir ständig in Erinnerungen schwelgen, uns in unseren Persönlichkeitsstrukturen verfestigen, anstatt zu erkennen dass wir zu Mind-Bewußtseins-Systemen geworden sind, die ihre Verantwortung völlig verleugnet haben und sich in illusorischen Mind-Welten gemütlich gemacht haben, um der wahren Natur und der Realität dieser Welt zu entfliehen.



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