Tag 25 – Ich entscheide MICH zu bewegen

14. Juni 2012

Tag 25 – Ich entscheide MICH zu bewegen

Mein ganzes bewußtes Leben glaubte ich faul zu sein, weil ich immer diesen Widerstand in mir hatte mich zu bewegen, wenn ich sah, dass etwas gemacht werden mußte. Erstens verfestigte sich der Glaube an meine Faulheit dadurch, dass mir das von außen ‚eingeredet‘ wurde, z.B. von meiner Mutter, die versuchte mich erfolglos zu manchen Tätigkeiten zu überreden, mit Bitten, Belohnungen, später Zorn und Androhungen von Strafen. Und zweitens habe ich selbst diese Selbst-Definition verfestigt, indem ich es selber glaubte und in meinen Selbstgesprächen mir einredete, dass ich keine Lust hätte dies oder jenes zu machen, als ich Ausreden erfand und mich mit anderen ‚angenehmeren‘ Sachen ablenkte.

Ich habe nie in Betracht gezogen, dass ich mich tatsächlich Selbst bewege, und wenn ich mich entschiede ‚faul‘ zu sein, dann ist das keine Gott bedingte Tatsache, mein unveränderlicher Charakter, sondern meine Entscheidung, in jeden Moment – das durch die ständige Wiederholung zu einem Verhaltensmuster wird – einer Gewohnheit. Nichts desto trotz, ist es eine Entscheidung, und ich habe nie begriffen, dass ich mich anders entscheiden kann und deshalb bin zum Opfer meiner eigenen Selbst-Beschränkung geworden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe meinen inneren Widerstand gegen körperliche Bewegung als eine unveränderliche Tatsache akzeptiert zu haben, ohne mir erlaubt zu habe zu erkennen und zu verstehen, dass ich mich in Wirklichkeit dafür entschieden habe, als ich an meinen Selbstgesprächen in meinem Main/Verstand teilgenommen habe und damit mich als eine ‚faule‘ Persönlichkeit manifestiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe meine (wörtlichen) Beweggründe nur danach auszusuchen, was ich ‚mag‘, im Gegensatz was ich nicht ‚mag‘ und damit habe ich mir erlaubt eine Energie-Maschine zu werden, die nur mit/als Lust/Energie in Bewegung kommt. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe nur mich selber als eine separierte Persönlichkeit – völlig vom Leben als Gesamtheit getrennt – wahrgenommen zu haben, und nur MEIN Glück, MEINEN ‚zufriedenen‘ Zustand, MEIN Wohlbefinden, MEINE Befriedigung als die einzigen gültigen Kriterien für meine Bewegunggründe zu sehen.

Deshalb vergebe ich mir sebst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass ich zum ‚Bösen‘ selbst geworden bin, weil ich nur an mich dachte, und die Konsequenzen meiner Entscheidung/Handlungen einfach ignorierte, weil es MIR dabei gut ging, doch wenn alle Menschen nach dieser Vorstellung leben würden, was wir eigentlich auch tun, dann würde die Welt in einem katastrophalen Zustand geraten, was sie auch eigentlich ist, weil niemand Verantwortung übernehmen möchte und jeder nur die Erfüllung seiner Träume, die Befriedigung seiner Bedürfnisse, ja keine Anstrengung, ja nichts was keinen Spaß macht – ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, ohne Rücksicht auf alle anderen Mitgeschöpfe – anstrebt, sucht, und lebt und wir damit eine Welt erschaffen haben in der nur eine kleine Gruppe von Menschen tatsächlich ein ’sorgenfreies‘ Leben auf Kosten der restlichen Menschheit führt, ohne sich dessen bewußt zu sein!!!

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, wie meine Mutter zu werden, die ich als ‚immer gestresst‘ und ‚in Sorge‘ verurteilt habe, und ich mir vorgenommen habe, nie so zu werden wie sie, ohne dass ich es mir erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass ich innerhalb eines Persönlichkeits-Systems das Gegenpol eingenommen habe, wo ich jede Arbeit oder Tätigkeit, die mir scheinbar keinen Spaß gemacht hat, als Stress und Hektik erlebte und mir einredete, dass mir die Dinge scheißegal sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass beide Pole dieses Persönlichkeits-Systems Schutzmechanismen sind, die uns von der wahren Natur des Menschen ablenken und uns davon abhalten uns als das zu erkennen was wird in Wahrheit sind. Energie-Maschinen die ihr LEBEN aufgegeben haben, und die nur durch ‚positive‘ Erlebnisse gesteuert werden, meine Mutter beispielhaft für all jene, die ständig allen hinterher rennen und in Sorge ertrinken und einen scheinbar ‚glücklichen‘ Moment erleben, wenn sie scheinbar die Dinge unter Kontrolle haben und ich beispielhaft für all jene die auf alles und jeden scheißen, sogar auf sich selber, und dem Trugbild einer Igoranz verkeidet als ‚Zufriedenheit‘ folgen.

Ich vergebe mir sebst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen, dass dieser Widerstand gegen eine praktische Weise in dieser Welt/Realität zu leben, an ihr teilzunehmen, mitzugestalten, handeln, erschaffen, bewegen ein vor-programmiertes System war, mit dem ich mich indetifiziert habe, weil es mir so gelegen kam, mich von jeder Verantwortung freizusprechen, damit wir Menschen NICHT aufstehen, uns NICHT aufrichten und NICHT erkennen, dass wir Sklaven eines Systems geworden sind, das LEBEN in Überleben um-gewandelt hat, und das nur deshalb immer noch auf der Erde gilt, weil keiner die Verantwortung dafür übernehmen möchte, weil jeder auf ein Wunder wartet, einen Messias, einen neuen Obama, jetzt aber richtig, einen Guru, einen Wirtschaftsexperten, 2012, Erleuchtung – oder den Tod. Und wir/ich nicht erkennen, dass die Bewegung zur Änderung in uns selber anfängt, mit uns selber, um uns selber, und wir anfangen müssen, uns in unserem Alltag so zu bewegen, wie es dem Allgemeinwohl dient, und nicht der Befriedigung NUR unserer eigenen Bedürfnisse, Träume, Vorstellungen, Wünsche – und dass unsere Motivation nicht durch Energie gesteuert wird, sondern aus der Betrachtung das Beste für alle hervorgehen muss.

Ich erkenne, sehe und verstehe, dass diese Art von Selbst-Bewegung immer mit Widerstand einhergehen wird, weil wir zu Energie-Maschinen geworden sind, die nur dem Selbst-Interesse folgen, und dass ich mich in jedem Atemzug dafür entschieden muss mich aufzurichten und mich zu bewegen, und dass ich diesen Widerstand jedes mal überwinden muss, solange bis ich dieses Verhaltensmuster abgebaut, und zu einem Lebendigem Wort geworden bin.

Ich verpflichte mich mit Selbst-Schreiben, Selbst-Vergebung, und einer praktischen Selbst-Korrektur allen Widerstand gegen eine Selbst-Bewegung die zu einem Ergebnis führen wird, dass das Beste für alle ist, abzubauen, mich von Selbst-Beschränkungen zu befreien und mich neu auszurichten. Ich erkenne und verstehe, dass dies ein Prozess ist, der mehrere Jahre dauern wird, weil ich diese Verhaltensweisen zu meiner Natur hab werden lassen und es dauern wird, sie im Physischen auf praktische Weise zu ändern, weil sie in jedem Atemzug, in jeder Entscheidung neu gelebt werden müssen.

Ich verpflichte mich meinen Prozess beispielhaft voranzuschreiten, damit auch andere die Notwendigkeit der Selbst-Bewegung erkennen, damit wir nicht warten bis es zu spät ist, bis wir Tod sind oder bis wir die Welt und uns selber zerstört haben, weil wir entweder in einem ver-NEBEL-tem*) Zustand glauben, dass uns alles und jeder scheißegal ist, oder wir uns mit Nebensächlichkeiten ablenken.

 

*) NEBEL als das LEBEN rückwärts, wobei wir uns in einem Zustand befinden indem wir uns vom LEBEN abgetrennt haben und nicht mehr die Realität sehen, dass wir nämlich alle eins und gleich sind



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