Tag 22 – Was andere von mir denken…?

6. Juni 2012

Ich kann mich nicht ent-Scheiden – Teil 3
Was werden andere denken, wenn ich Mann und Kind verlasse?

Art: Andrew Gable

Dieser Gedanke taucht immer wieder auf, wenn ich in meiner Entscheidungsfindung schwanke. Ich erkenne dass es kompletter Unsinn ist, sein Leben durch die Augen der anderen zu beurteilen um darauf seine Entscheidungen zu basieren. Das ist kompletter Selbstbetrug und Trennung vom Selbst als Einheit und Gleichheit des Lebens, das sich Hier direkt ausdrückt. Stattdessen spiegelt man sich selbst in einer selbst erschaffenen illusorischen Mind-Ebene, um ein ‚positives‘ Feedback zu erhalten, so daß man sich selbst und seine Handlungen als ‚gut‘, ‚positiv‘, ‚richtig‘ beurteilen kann.

Ich vergebe mir selbst dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben von anderen Mitmenschen negativ beurteilt zu werden.

Ich vergebe mir selbst dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mein Leben danach auszurichten und meine Entscheidungen danach getroffen zu haben, was ich glaubte wie andere Mitmenschen meine Handlungen und Entscheidungen beurteilen würden.

Ich vergebe mir selbst dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe mir HIER als Leben und meinem Selbst-Ausdruck zu vertrauen, sondern dass ich eine Bestätigung von außen gebraucht habe, darin erkenne ich dass ich mich von mir selbst abgetrennt habe und glaubte in der Meinung der anderen mich wieder zu finden bzw. mich ‚richtig‘ zu verhalten.

Ich vergebe mir selbst dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mich selbst als ’schlecht‘, ’negativ‘, ‚böse‘ zu beurteilen, weil ich meine Ehe beenden will – weil ich glaubte, dass eine Ehe große Verantwortung bedeutet und eine große Opferbereitschaft abverlangt und ich mir darin selbst vorwerfe ein Egoist zu sein, der zu keiner Opferbereitschaft fähig/gewillt ist.

Ich vergebe mir selbst dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass eine Beziehung/Ehe nur mit Opferbereitschaft und Kompromissfähigkeit funktionieren kann, was heißt dass beide Partner sich selbst aufgeben müssen, damit eine Ehe/Beziehung auf Dauer funktioniert; Ich erkenne und verstehe, dass ich in diesem Glauben eine Ehe geführt habe, die zu der Konsequenz führen musste, dass meine Ehe zum Käfig/einer Einbahnstraße für mich geworden ist, weil ich mit der Zeit immer mehr von mir geopfert habe und immer mehr Kompromisse eingegangen bin, die auf Dauer nicht zu ertragen sind, weil ich mich damit selbst aufgegeben habe und mich selbst separiert habe.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mein Leben mit dem Leben meiner Mutter zu vergleichen, worin ich den Platz meines Vaters einnehme, der meine Mutter mit Kindern verlassen hat, was in meiner Kindheit von allen Seiten (Verwandten, Bekannten, Freunden meiner Mutter) als ’negativ‘, ‚böse‘, ’schlecht‘ beurteilt und verurteilt worden ist, ohne dass jemals nach dem WIE und WARUM gefragt worden wäre, und ohne dass meine Eltern als gleichberechtigte und gleichwertige Partner angesehen worden wären, sondern wo meine Mutter als das ‚Opfer‘ und mein Vater als der ‚Täter‘ dargestellt worden sind; darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe aus diesem Ereignis und den Erinnerungen, die Bewertung der Rollen in einer Beziehung bzw. Trennung in mir geformt zu haben, sie übernommen zu haben, ohne mir erlaubt zu haben zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich damit das Leben meiner Eltern praktisch vor-programmiert wiederholen würde, weil ich mit dieser Akzeptanz und Übernahme der Bewertungen/Werte mein Leben automatisch danach leben würde, denn wir leben was wir sind, und wenn ich glaube, erstens dass eine Trennung ein Scheitern ist, und zweitens dass es innerhalb einer Beziehung bzw. bei deiner Trennung ein Opfer und einen Täter gibt, würde ich eine Beziehung/Trennung immer auf diese Art erschaffen/kreiren. Darin erkenne und sehe ich wie der Verlauf meines Lebens praktisch vor-programmiert war, weil ich glaubte dass man sich selbst opfern muss für eine funktionierende Beziehung um am Ende das Opfer des anderen (des Täters) zu werden. Und ich eine Beziehung nicht als eine Absprache zweier gleichberechtiger und gleichwertiger Partner angesehen und definiert habe, sondern als ein Schlachtfeld, wo man sich als Opfer bzw. Täter positioniert. WTF!

Ich vergebe mir selbst dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu sehen, verstehen und erkennen, dass die Angst von anderen beurteilt/verurteilt zu werden und mein Leben nach diesen Urteilen/Bewertungen ausrichten zu wollen/müssen ein völliger Selbst-Betrug und nicht real ist, weil ich überhaupt NICHT weiß, was andere über mich denken, noch interessiert es mich in Wirklichkeit was andere über mich denken, und daß diese angeblichen Urteile/Bewertungen MEINE eigenen Vorstellungen sind, die ich mir selbst in MEINEM Kopf gebildet habe, und sie deshalb auch NICHT real sondern selbst-illusorisch sind. Ich habe durch Erziehung, Freunde, Schule, Medien, Familie etc. das System des Urteilens/Bewertens kennengelernt und übernommen – wie wir alles und jeden im Verhältnis zu einem illusorischen abgetrennten ‚ICH‘ – einem Ego – beurteilen und bewerten als negativ, neutral oder positiv – und alle diese Punkte, jedes einzelne Urteil, jede Bewertung die ich mir erlaubt habe zu machen, habe ich zu einem Netz miteinander verbunden, das jetzt mich selber wie ein Spinnennetz umgibt, beschränkt, einfädelt und gefangen hält – mich bestimmt, leitet und kontrolliert. Darin erkenne ich dass alle Urteile und Bewertungen, die ich in mir kreirt oder zugelassen habe, das Ergebnis einer Separation vom Selbst als Einheit und Gleichheit des Lebens sind, und dass sie nichts mit ‚den anderen‘ zu tun haben, weil es in MEINEM Kopf keine ‚anderen‘ gibt, und dass ich es in Wirklichkeit selbst bin und immer war, die all die winzigen, kleinen separierten ‚ICH’s mit jedem Urteil, mit jeder Bewertung erschaffen und kreirt hat.

Ich vergebe mir selbst es nicht zugelassen und mir erlaubt zu haben zu sehen, verstehen und erkennen, dass die Beurteilung der Lebensumstände die NICHT auf dem Prinzip ‚Das Beste für alles Leben‘ basiert eine Illusion ist, insofern dass Entscheidungen, die NICHT das Beste für alles Leben sind, immer Konsequenzen des Leids und Mißbraucht für ALLE auf der Erde erschaffen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass unser System des Urteilens/Bewertens NICHT das Wohl alles Lebens einschließt, und deshalb auch keine Gültigkeit besitzt.

Ich verpflichte mich, wann immer ich gewahr werde, dass ich mir Gedanken mache, was andere über mich denken könnten – ich stoppe und den Atem nutze, um mich HIER im Physischen zu stabilisieren – ich erkenne dass es in MEINEM Kopf keine anderen gibt, sondern dass ich es alleine bin, die mich in kleine ‚Persönlichkeiten‘ aufgespalten hat und versucht ein ‚positives‘ Feedback in mir zu kreiren, damit ich mich als ‚besser als andere‘ definieren kann.

Ich verpflichte mich meine Entscheidungen nicht davon beeinflußen zu lassen, was ich mir eingebildet habe, was andere üner mich/meine Lebenssituation denken, und um das zu klären und mich von diesem Einfluß völlig zu befreien, das Schreiben, die Selbst-Vergebung und praktische Anleitungen zur Selbst-Korrektur anzuwenden, um das Spinnennetz der Urteile/Bewertungen in mir abzubauen und es aufzulösen um fähig zu sein Entscheidungen zu treffen, die auf dem Prinzip ‚Das Beste für alles Leben‘ basieren.

 

Bild/Gestaltung von Andrew Gable
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