Tag 19 – Ich kann mich nicht ent-Scheiden – Teil 2

28. Mai 2012

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Hoffnung zu haben, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren dass Hoffnung ein Selbst-Trug und -Bertrug ist – eine innere Unterhaltung, ein Mantra – dass alles gut wird, ohne eine Grundlage in der Realität, im Sinne von, dass Worte alleine nur leere Worte sind und bleiben und dass wenn ich mich nicht ändere, und auf praktische Weise meine Situation nicht ändere, Worte alleine meine Realität nicht ändern werden.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe auf ein Wunder zu warten, weil ich mich in einer mentalen Warteschlange der Hoffnung eingereiht habe, ohne mir erlaubt zu haben zu realizieren, dass alle die mit mir in der Warteschlange anstehen, abgetrennte und separierte ‚Ich’s sind und dass ich in Wahrheit auf mich selber warte, aber solange ich eine mentale Warteschlange kreire, passiert gar nichts, denn niemand anderer als Ich kann meine Lage ändern, indem ich die Warteschlange der Hoffnung verlasse und anfange meine Lage zu dekonstruiren, sie zu verstehen, meine separierten und abgetrennten ‚Ich’s zusammen bringe und eine praktische Lösung für meine Lage finde.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen, dass das Wunder auf das ich warte ich selbst bin.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe in Momenten in denen ich die rosarote Energie-Brille aufhabe, mich von Hoffung als Gefühl blenden zu lassen, d.h. nur meinen unmittelbaren ‚Glückszustand‘ wahrzunehmen, weil ich mich in Augenblicke, Vergangenheit, Zukunft aufgeteilt habe, und ich mich nicht als Gesamtheit und Einheit erlebe, sondern als Zustände die entweder ‚positiv‘ oder ’negativ‘ sind, und wenn ich einen ‚positiven‘ Zustand momentan erlebe, lasse ich mich von diesem Zustand blenden, ohne mir erlaubt zu haben zu sehen/erkennen/verstehen wie ich völlig automatisiert von einem Zustand in den nächsten schwanke und mein Leben zu einem Teufelskreislauf geworden ist, aus dem ich keinen Ausweg sehen kann, solange ich mich von Energie blenden lasse.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen, dass Hoffnung  nicht real ist, denn wenn ich hoffnungsvoll bin projeziere ich mich lediglich in meinem Kopf in eine mentale Vorstellung und bilde mir ein, dass dies die Zukunft ist – welch ein Unfug – ohne zu sehen und zu erkennen, dass in meinem Kopf alles nach meinen Vorstellungen abläuft, dass dies nicht Realiät ist! sondern viel mehr ein Hollywood-Unterhaltungsfilm mit einem Happyend.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen dass Hoffnung lediglich Flucht vor meiner Realität ist und dass Hoffnung NICHTS ändern wird, und dass meine ‚ungelöste‘ Lage sich unnötig verlängern wird, weil ich mich mit mentalen Unterhaltungsfilmen in meinem Kopf ablenke und mich damit blende.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, Hoffnung würde mich zu einer Lösung führen, darin vergebe ich mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine Lösung ‚außerhalb‘ von mir zu suchen, auf sie zu hoffen, mich mit dem Gefühl der Hoffnung unterhalten zu haben und somit meine Lage sogar verschlimmert zu haben, weil sich die Konsequenzen angesammelt haben.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/erkennen/verstehen, dass ich mit meinem Verhalten ein Muster kreirt habe, das sich in allen meinen Lebenslagen und in meiner Lebensweise widerspiegelt, wo wenn etwas unternommen werden muss, ich zögere und hoffe dass eine Lösung wie ein Wunder vom Himmel fallen wird.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen dass Hoffnung eine Illusion ist, durch die ich mich selbst limitiert und aufgehalten habe, und in Wahrheit anstatt eine Lösung für mich zu finden – auf praktische Weise – , habe ich mich als ‚machtlos‘ definiert und bin damit zur ‚Machtlosigkeit‘ geworden.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen, wie Machtlosigkeit verkleidet als Hoffnung in allen unseren Medien, sei es als Unterhatungsfilme, Politik, Wirtschaft(-skrise) etc. verbreitet und verkauft wird, und wir nicht erkennen, dass wir damit gehirngewaschen werden und uns mit einem „Yes we can“ abfinden und nie nach dem „How“ (Wie?) fragen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen, dass Hoffnung im Grunde Angst ist, die wir mit einem positiven Gefühl abdecken, damit sie uns erträglicher vorkommt, denn würden wir immer noch hoffen, wenn alles in Ordnung wäre? Wenn die Welt ein Ort wäre, wo keine Angst existiert?

Ich verpfliche mich, wann immer ich gewahr werde, dass ich Gedanken und Gefühle der Hoffnung in mir, in meinem Kopf kreire – zu stoppen und zu atmen – mich zurück in die Realität in das Physische zu bringen, weil ich erkenne, dass ich mit der Hoffnung einen Flucht-Mechanismus starte um mich mit ‚positiven‘ Gefühlen zu bedröhnen, anstatt praktische Lösungen für meine Lage zu finden.

Ich verpflichte mich meine Reise ins die Nichtigkeit solange zu beschreiten und mich in die Freiheit zu schreiben, bis alle Konsequenzen meiner Verhaltensmuster aufgearbeitet sind und ich zu einem Beispiel des Lebens geworden bin, damit auch andere sehen und erkennen, dass Hoffnung und ‚positive‘ Gedanken und Gefühle diese Welt/Realität nicht ändern werden.

Ich verpfliche mich praktische, lebbare Lösungen zu finden, die das Beste für alle sind, anstatt mein Leben mit leeren Worten zu vergeuden, die alleine der Ablenkung und Unterhaltung dienen.

 

 



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