Tag 18 – Ich kann mich nicht ent-Scheiden – Teil 1

21. Mai 2012

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich immer wiederkehrend mit einer Frage, soll ich umziehen, oder nicht. Diese Frage kreist in meinem Mind/Verstand, immer wieder glaube ich mich entschieden zu haben, doch dann ‚wechselt‘ meine Meinung und ich beschäftige mich wieder mit dieser Frage. Ich bin gefangen in einem Kreislauf eines Polaritätsspiels. Mit ist klar geworden dass ich hin und her schwanke zwischen zwei Polen einer Polarität, weil ich versuche als Energie des Mindes/Verstandes eine Entscheidung zu treffen, shifte ich zwischen dem ’negativen‘ und dem ‚positiven‘ Pol. In meiner Blindheit glaube ich jedesmal eine endgültige Entscheidung getroffen zu haben, welch ein Unsinn. Mir ist ebenfalls klar geworden, dass solange ich meine Emotionen, Gefühle und Gedanken nicht ausräume und sie mir selbst-vergebe, werde ich nicht in der Lage sein, eine klare Entscheidung zu treffen, mit der ich für immer leben kann. Ich schwanke grundsätzlich zwischen ANGST (dem negativen Pol) und HOFFNUNG (dem positiven Pol). Heute werde ich mir die Punkte des ’negativen‘ Pols vorknüpfen, und sie mir vergeben.

Ich sehe/erkenne, dass ich die grundsätzliche ANGST aufteilen kann in: Angst vor Veränderung, Angst vor dem Tod/kein Geld zu haben, Angst vor der Zukunft, Angst vor Verlust, Angst die Kontrolle über mein Leben zu verlieren etc.

Ich erkenne/sehe/verstehe, dass die Frage ‚Soll ich umziehen‘ eine oberflächliche Ablenkung und ein Stellvertreter einer Frage ist, die ich mir nicht mal traue zu stellen, eine Entscheidung vor der ich mich seit langem verstecke und die ich nicht einmal artikulieren will, ja ich habe Angst mir diese Frage sogar zu stellen, damit fange ich am Besten an…

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, mich vor die Entscheidung zu wagen, will ich weiterhin verheiratet bleiben? oder will ich die Scheidung, und ich mir eine Stellvertreter-Frage ausgedacht habe, mit der ich mich in meinem Bewußtsein regelmäßig beschäftige, nur um mich von der eigentlichen Frage abzulenken.

Ich vergebe es mir dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich mit Stellvertreter-Fragen von den wichtigen Entscheidungen in meinem Leben abzulenken, und dass ich es mir erlaubt habe zu glauben, ich könnte mich in alle Ewigkeit ablenken, ohne mir selbst begegnen zu müssen.

Komisch wie das Wort ‚Scheidung‘ ein Teil des Wortes ‚Entscheidung‘ ist. LOL

 

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, Entscheidungen zu treffen, weil ich Angst habe die falsche Entscheidung zu treffen und meine Entscheidung später zu bereuen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/verstehen/erkennen, dass die Frage ’soll ich umziehen oder nicht‘ eine Stellvertreter Frage war, die ich nur vorgeschoben habe, weil ich Angst davor hatte, mir die echte Frage zu stellen ‚möchte ich mich scheiden lassen oder nicht‘, und dass die Stellvertreter-Frage niemals zu einer Lösung hätte führen können, weil ihr Anfangspunkt nicht selbst-ehrlich war, denn auch wenn ich ‚Lust‘ zum Ausziehen hatte, und mich fürs Ausziehen entschieden habe, habe ich mich damit noch lange nicht für die Scheidung entschieden, und so war das Hin und Her schwanken bereits vorprogrammiert, wie ein ewiger Tanz um die ‚versteckte‘ Frage vor der ich Angst hatte, sie mir sogar ‚laut‘ zu stellen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben meine Ehe zu beenden, sprich mich scheiden zu lassen, aber auch Angst davor zu haben, meine Ehe fortzuführen, sprich mich NICHT scheiden zu lassen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor Veränderungen zu haben, und lieber an dem festgehalten habe, was ich kenne und weiß, weil ich Angst davor habe, dass sich meine Lage ‚verschlechtern‘ und ‚verschlimmern‘ könnte.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor der Zukunft zu haben, weil ich die Zukunft NICHT kenne, und ich befürchte dass es mir in der Zukunft ‚alleine‘ ’schlechter‘ gehen könnte, weil ich Angst vor dem Leben insgesamt habe, und ich glaube dass man zu ‚zweit‘ eine bessere ‚Überlebenschance‘ hat.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, ich hätte mit einem Mann an meiner Seite größere Chancen ein ‚gutes‘ , glückliches, erfülltes Leben zu führen, und ich es deshalb akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben ohne einen Mann, sprich single zu sein.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor Single-Frauen zu haben.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Single-Frauen, als zu ‚häßlich‘ und ‚unfähig‘ anzusehen/zu verurteilen, sich einen Mann ‚zu angeln‚.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Mitleid mit Single-Frauen zu haben, ohne mir erlaubt zu haben zu sehen/erkennen/verstehen, dass mein Vor-Urteil nichts mit den Single-Frauen zu tun hat, sondern bereits vor den Single-Frauen in mir entstanden war/bereits vorhanden war, als ich selbst ein Urteil in mir gefällt habe, dass ich Angst vor dem ‚allein sein‘ habe, und dass ich glaube dass es ein Ziel im Leben einer Frau wäre, sich einen Mann ‚zu angeln‘, um dadurch das Überleben in diesem System zu sichern, und ich mich selber – aber auch alle anderen Frauen – nach diesem Maßstab angefangen habe zu beurteilen, sprich ich bin erfolgreich als Frau, wenn ich einen solchen Mann an meiner Seite habe, oder eine ‚Verliererin‘, wenn ich es nicht schaffe mir einen Mann ‚zu angeln‘.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor der Zukunft zu haben, weil ich nicht weiß wie es so als ‚geschiedene‘ Frau ist, weil ich noch nie geschieden war und das Wissen und Information dass ich darüber besitze, kein direktes ist, sondern von meiner Mutter/Familie/Freunde/Medien, die ein ziemlich ’schreckliches‘ Bild über geschiedene verbreiten; z.B. als eine sehr schwere Zeit die man durchmacht, Depression, finanzielle Notlagen, Traumas usw.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor der Zukunft zu haben, weil ich nicht WEISS was passieren wird, weil ich Angst vor dem Unbekanten habe, weil ich Angst habe die Kontrolle über mein Leben zu verlieren, wenn ich in eine ‚ungewisse‘ Zukunft gehe.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und davor Angst zu haben, dass sich meine finanzielle Situation nach einer Scheidung verschlechtern würde.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben dass ich nicht genug Geld für eine Scheidung habe, dass mich eine Scheidung für Monate, Jahre finanziell blockieren wird, und dass ich ‚mein‘ Geld an eine Scheidung ‚verschwenden‘ werde, dass ich nach einer Scheidung keine Steuervorteile mehr habe und dadurch noch weniger Geld durch meine Hände fließt;

Ich sehe erkenne/verstehe wie unser Ehe-System auf finanziellen Vorteilen aufgebaut ist, wie sehr es ans Geld gekoppelt ist, und eine Ehe vorallem eins die Illusion von ‚Finanzieller Sicherheit‘ aufbaut, alles abgedeckt mit einem glänzenden Schleier der ‚Liebe‘ – und wo so viel ‚Positives‘ erzeugt/erschaffen/kreirt wird, wird genauso viel ‚Negatives‘ erzeugt/erschaffen/kreirt – die ANGST dies alles, die Liebe und die Sicherheit zu verlieren, nur wer hat schon den Mut und die Klarheit sich einzugestehen/ zu erkennen/ zu verstehen, dass das Ehe-System, so wie es heute existiert/funktioniert/aufgebaut ist, ein Angst-System ist, das unser Wesen widerspiegelt, und die Welt/Realität in der wir leben/die wir erschaffen/die wir kreiren eine Welt des Überlebens geworden ist, wo jeder mit jedem ums Überleben kämpfen muss, so haben wir ein Ehe-System erschaffen, einen Friedens-Vertrag so zu sagen, zwischen zwei Parteien, damit das wörtliche ‚Überleben‘ gesichert ist, und damit innerhalb dieses Vertrages/Familie neue System-Folger sprich Kinder erzeugt werden. Damit kreiren wir eine kleine ‚Friedens-Oase‘ innerhalb des ‚gnadenlosen‘ Systems, ohne uns zu erlauben zu sehen/erkennen/verstehen, dass die Friedens-Oase, eine Geld-Oase ist, und der Frieden in der Ehe/Familie vom Geld anhängt. Damit ist es klar, dass in dem bestehenden Ehe/Familie-System alle Beziehungen Abhängigkeits-Beziehung sind, die NICHT eins und gleich sind, die nicht das Beste für alles Leben sind.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und Angst davor zu haben, dass ich nach einer Trennung, ohne einen Partner, einsam, depressiv un dohne Sex enden werde, und ich ziehe eine ’schlechte‘ Ehe gar keiner Ehe vor, genauso wie ich ’schlechten‘ Sex gar keinem Sex vorziehen würde, genauso wie ich Konflikt/Streit/Uneinigkeit der Einsamkeit und dem Alleinsein vorziehen würde.

?Wie ist es bloß dazu gekommen, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Mißbrauch dem Nicht-Mißbrauch vorzuziehen???

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Mißbrauch zu akzeptieren, zu erlauben und sogar selbst zu verüben, alles im Namen des Überlebens, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, dass es einen anderen Weg gibt, Einheit und Gleichkeit ALLES Lebens, wo Mißbrauch gestoppt wird, NICHT akzeptiert und NICHT erlaubt wird, nicht IN sich und damit – EINS und GLEICH – nicht IN anderen; ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine derartige Ignoranz und Blindheit aufzubauen, mich mit Angst derart zu identifizieren, dass ich völlig blind für echte, reale, praktische Lösungen geworden bin, dass ich es gar nicht mehr in Betracht ziehe, und nicht glaube, dass es eine Lösung/eine Lebensweise geben könnte, die das Beste füe alles Leben ist.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben keinen Sex mehr zu haben, weil ich glaube dass es Monate, wenn nicht Jahre dauern wird, bis ich einen ‚geeigneten‘ Sex-Partner finde, oder gar NIE! wieder, weil ich Unterhaltungsmedien, Hollywoodfilmen, Gedanken, Freunden etc. glaube, dass Frauen über 35 (ich werde dieses Jahr 35) alt, faltig, grau und häßlich werden, nicht mehr ‚begehrenswert‘ sind und sie keine Männer mehr abbekommen.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor der Scheidung zu haben, weil ich sie mit dem Tod gleichsetzte, weil ich 8 Jahre lang verheiratet war, und ich mir ein ‚OHNE‘ nicht mehr vorstellen kann, und die Ehe ein Teil meiner Selbst-Definition geworden ist, und wenn meine Ehe zu ende ist, glaube ich dass ‚ICH‘, mein ‚Leben‘ zu ende ist.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine geschiede Frau ’negativ‘ zu bewerten, sie als jemanden anzusehen, der ‚im Leben gescheitert‘ ist, und der ‚verlassen‘ wurde, als eine ‚ungewollte‘ und ‚ungeliebte‘ Person.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaube habe Angst davor zu haben, als eine ‚ungewollte‘ und ‚ungeliebte‘ Frau ver-/beurteilt zu werden.

Am nächsten Tag folgt die Selbst-Vergebung für die ‚positive‘ Seite des Polaritätsspiels: die Hoffnung.

Ich verpfliche mich hiermit, alle Ängste, Emotionen und Gedanken mir selbst zu vergeben, bis ich und damit ich in der Lage bin klare Entscheidungen zu treffen, die nicht auf Energie-Shifts basieren, sondern auf dem Prinzip das Beste für alles LEBEN, denn ich erkenne, wenn ich alles Mißbrauch, alle Angst, Unterdrückung, Verurteilung stoppen will, muss ich mit und in mir selber anfangen, eins und gleich mit allen.

Ich verpfliche mich keine Angst mehr vor LEBENSentscheidungen zu haben, und alles was dem Leben und Allgemeinwohl nicht dient – und damit eins und gleich mit mir selber – zu stoppen und den Prozess solange für alle sichtbar zu beschreiten, bis alle ihre Verantwortung erkannt haben,  und wir ein neues Leben beginnen können, ohne Ängste, Unterdrückung, positive und negative Polaritätspiele.

Ich verpfliche mich alle Systeme der Ungleichheit/Abhängigkeit in mir zu stoppen, und solange in meinem Prozess voranzuschreiten, und alle die den Prozess beschreiten zu unterstützen, bis diese Systeme eins und gleich mit mir selber, auch in der ‚äußeren‘ Welt/Realität gestoppt werden, damit wir eine neue Welt kreiren können, die auf Gleichheit und Einigkeit basiert und es keine Polaritäten in haben und nicht-haben mehr gibt, wo niemand mehr an den Glanz der Liebe glauben muss, um sich sicher zu ‚fühlen‘.

 



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