Tag 385 – Renovierung mal anders…

16. Dezember 2014
http://www.deviantart.com/art/Self-Consciousness-29053599

http://www.deviantart.com/art/Self-Consciousness-29053599

Ich renoviere gerade ein Zimmer in meiner Wohnung. Und eigentlich kann es mir nicht schnell genug gehen, ich nehme alles so wahr, als ob ich ‘kämpfen’ müßte, als ob mir 1000 Sachen im Wege stehen würden, ich besitze weder die Fertigkeiten noch das Wissen, wie man richtig renoviert. Ich ‘fühle’ mich hilflos und verlassen, weiß manchmal nicht weiter und möchte alles hinschmeißen.

Beim Desteni-Ich-Prozess lernt man alle existierenden Sachen in einem anderen Kontext zu betrachten. Dem eigentlich einzigen REALEN Kontext – die Wirklichkeit bezogen auf das Selbst, die Wirklichkeit spiegelt das Selbst. Wer bin ich innerhalb der mich umgebenden Wirklichkeit?

Wir erwarten immer, dass alles auf uns ausgerichtet ist. Wenn wir einen Plan verfolgen, stellen wir uns immer vor, dass alles ‘glatt’ verlaufen wird. Das ist kein Zufall, das wurde mit Absicht so entworfen. Die Oberfläche an der wir unser Selbst im Bewußtsein in die Zukunft projezieren und uns alles mögliche ‘vorstellen’ können, ist nämlich so oberglatt, dass wir uns darin spiegeln können. Und tatsächlich ist es auch ein Spiegel.

Dies ist keine Allegorie, es ist ein ‘echter’ Spiegel. Das Bewußtsein ist ein interkatives Spiegel-System – eine Technik, die so ausgetüfftelt genial perfekt ist – dass wir sie nicht einmal wahrnehmen können. Es gibt dieses Sprichwort, dass die Augen alles sehen können, außer sich Selbst. Das trifft genauso für das Bewußtsein zu.

Treffen dann unsere Bewußtseins-Vorstellungen auf reale Tatsachen, deren *Multi-Dimensionalität* wir in unserem spiegelglattem ‘ein-dimensionalen’ Bewußtsein nicht erfassen konnten – stoßen wir auf ‘Probleme’ – Sachen, die wir vorher nicht ‘sehen’ und nicht ‘erfassen’ konnten.

Mit diesem Hintergrund – meinem Gewahrsein über die Funktionsweise des Bewußtseins – und folglich dessen Limits – kann ich die Renovierung auch in meinem Prozess nutzen. Jedes mal, wenn mich solche ‘Problem’/Zweifel-Gedanken aufsuchen, kann ich mich zurück auf die Raum-Zeit besinnen, mir gewahr werden, dass ich ein physisches Wesen in einer physischen Wirklichkeit bin – ich kann mich neu ausrichten, mir meine realitätsfernen Vorstellungen selbst vergeben, korrigieren und mit der ‘realen’ multi-dimensionalen Raum-Zeit abgleichen und angleichen.

Auf diese Weise renoviere ich nicht nur mein Zimmer, sondern auch mich Selbst.

 



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