Tag 384 – Dem Unmöglichen begegnen

8. Dezember 2014

imgpressIch habe heute eine interessante Erfahrung gemacht. Ich habe etwas versucht, und es hat nicht geklappt. Ich habe mein Möglichstes gegeben, und doch war es nicht möglich ein bestimmtes Resultat zu erzielen.

Auf der physischen Ebene gibt es Sachen, die enden – definitiv. Es gibt Wege, die hören auf. Ich bin heute einem Punkt begegnet, den ich mir in meinem Prozess geöffnet und erschaffen habe: Ich bin dem ‘Unmöglichen’ begegnet.

Es wurde der Satz gesagt: ‘Tut uns leid, leider ist es nicht möglich.’

Ich hätte enttäuscht sein können, traurig, unsicher oder verzweifelt. Alle diese Reaktionen, wären mehr oder weniger ein ‘Nicht-wahr-haben-wollen’ gewesen. Ich habe mich entschlossen, der ‘Unmöglichkeit’ direkt ins Gesicht zu blicken und mich damit anzugleichen. Denn ich habe erkannt und verstanden, dass ich ein Verhaltens-Muster innerhalb des ‘Unmöglichen’ immer wieder wiederhole, ich bleibe ‘stecken’, ich halte an ‘Hoffnungen’ und ‘Vorstellungen’ fest, die ich mir ‘ausgedacht’ habe, und ich generiere unermäßliche Verzweiflungs-Energie darin – die letzenendes der Antrieb für die gesamte Erfahung ist.

2 Jahre lang stand ich vor einer Mauer, der Mauer des ‘Unmöglichen’. Bin hoch und runter getigert, und wollte es nicht wahr haben, dass diese Mauer unüberwindbar ist. Langsam dämmert es mir, was diese Mauer überhaupt ist und warum sie da ist. Es ist keine separate Kreation, ‘etwas’ was mir im Weg steht, und/oder mich von ‘etwas’ trennt.

Ich Selbst habe diese Mauer geschaffen, indem ich mich von dem ‘Unmöglichen’ separiert habe. Ich wollte einen Teil meiner Wirklichkeit, meines Selbst, nicht wahr haben. Und so habe ich ein separiertes ‘Gebilde’ erschaffen – das ‘Unmögliche’. Es besteht aus der Energie, die ich in Bezug dazu generiere: Verzweiflung. Ich spalte mich Selbst, weil ein Weg nicht weiter geht. Aber was ist es genau, was mich zur Verzweiflung bringt? Ich meine, ein Weg geht nicht weiter, warum bleibe ich ‘stecken’? Was sehe ich nicht?

Ich sehe nicht, dass all die Versuche, die ich starte, immer den selben Ursprung haben – meine Hoffnungen und Vorstellungen. Ich lebe praktisch in der Illusion ‘alles mögliche’ versucht zu haben, aber eigentlich wiederhole ich immer und immer wieder dasselbe. Es wechselt sozusagen die Farbe und die Form, mal bin ich voller Hoffung, mal enttäuscht, mal geht es auf, mal ab – alles Illusionen einer Bewegung – aber eigentlich will ich das was HIER ist nicht wahr haben – mein Anfangs-Punkt ändert sich nicht.

Ich habe einen Weg NIE versucht. Von meinen Hoffungen und Vorstellungen loszulassen. Ich habe mich Selbst in Bezug auf diese Mauer NIE verändert. Ich habe die Mauer nie als das genommen, was sie ist – meine eigene Kreation des ‘Unmöglichen’. Ich habe nie eine Lösung für mich und als mich gefunden: was ich mache, und wer ich in Bezug darauf bin, wenn mal ‘etwas’ nicht möglich ist, auch wenn ich es ‘will’.

Es ist also ein Neuer Weg, der Weg des Loslassens, in dem ich mich nun üben werde. Das Loslassen von Hoffnungen und Vorstellungen, von Illusionen – und das Angleichen mit dem was HIER ist. Ist ein Weg zu ende, oder nicht möglich – so lasse ich es los. Und forsche nach einer Neuen Möglichkeit, einem Neuen Weg, die/der nicht auf dem aufbaut bzw. basiert, was nicht funktioniert hat und was nicht möglich ist. Eigentlich ist das simple Mathematik.

Gewissermaßen ‘umarme’ ich das ‘Unmögliche’ – ich gleiche mich wieder mit dem an, was ich nicht wahr haben wollte. Ich blicke mir Selbst ins Gesicht, und entscheide mich HIER stabil, eins und gleich mit dem ‘Unmöglichen’ zu stehen. Ich sehe, erkenne und verstehe, dass wenn ich Bewußtseins-Illusionen nicht loslassen kann, und immer am selben Anfangspunkt haften werde, ich niemals in der Lage sein werde wahrhaft Neue Wege und Neue Möglichkeiten für mich und als mich zu erforschen, zu finden bzw. zu kreieren; Ich sehe, erkenne und verstehe, dass die Mauer des ‚Unmöglichen‘ ich Selbst bin – oder genauer ausgedrückt – die Illusion meines Selbst, an dem ich hafte und nicht loslassen will. Ich sehe, erkenne und verstehe ebenfalls, dass die Verzweiflung darüber, dass ein Weg zu ende ist, bzw. nicht weiter geht, eigentlich meine Verzweiflung darüber ist, dass ich eine ‚Illusion‘ nicht ‚wahr‘ machen kann. Ich kann nun mein Leben dabei ‚verschwenden‘ zu versuchen Illusionen zu verwirklichen. Ich kann aber auch die Illusionen loslassen, und anfangen zu Leben, eins und gleich mit dem was HIER ist, und wahre | reale Möglichkeiten und Wege ausloten, erforschen und kreieren, aber dazu muss ich bereit sein, das Alte loszulassen – meine Beziehung zur Mauer | zu mir Selbst verändern und korrigieren.

 



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