Tag 17 – Vergangenheit loslassen

20. Mai 2012

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe an der Vergangenheit, im Sinne von meinen Erinnerungen festzuhalten, das Vergangene in meinem Kopf immer wieder vor- und zurückzuspulen, die Gefühle die ich dabei empfunden habe immer wieder zu durchleben, mich darin zu suhlen, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen/verstehen, dass dies ein ewiger Mind-Fick ist, der keinen Sinn hat, weil ich erstens NICHT HIER bin, wenn ich irgendwo in meinem Kopf bin, und zweitens weil es keine Bedeutung für mich in der Gegenwart hat, weil ich nichts in der Vergangenheit ändern kann, erst recht nicht IN einem Kopf, und das hin- und herspulen von Erinnerungen auch definitiv keine praktischen Lösungen anstrebt, sondern einen ewigen Kreislauf kreiert, der faktisch ein Kopf-Gefängnis ist, und keine Form von ‚Verarbeiten‘ von Erlebtem.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, ich könnte mit meinen Gedanken, mit dem Durchlaufen von Erinnerungen, oder überhaupt in meinem Kopf, irgendwas ändern/bewegen, weil ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Gedanken, Erinnerungen widerstandslos zu glauben und sie für real zu halten.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/erkennen/verstehen, dass Erinnerungen NICHT real sind, sie sind blosse Spiegelbilder einer sogar sehr beschränkten Sichtweise, aus der winzigsten Perspektive meines eigenen Egos – Momentaufnahmen, dessen Anfangspunkt schon NICHT real ist, weil mein Anfangspunkt als EGO TRENNUNG ist, und deshalb keine Gültigkeit hat, weil es NICHT ALLES LEBEN miteinschließt.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu erkennen dass ich IN meinem Kopf nichts ausrichten kann, dass Denken oder sich Erinnern keine Handlung ist, sondern eine Selbst-Illusion und vorallem ein Selbst-Mißbrauch ist, denn wenn ich ’negative‘ Momente vor- und zurückspule, halte ich mich in einer selbst-kreirten Hölle auf, foltere mich selbst, ohne mir zu erlauben HIER mir selbst zu ver-geben, die Vergangenheit loszulassen, und eine Selbst-Korrenktur zu leben; und wenn ich ‚positive‘ Momente vor- und zurückspule, kreire ich eine Art Ego-Himmel, wo ich der Herrscher meiner Super-Welt bin, ohne mir zu erlauben zu erkennen, dass der Ego-Himmel in meinem Kopf ebenfalls ein Mind-Gefängniss ist, und ich nicht HIER bin, und miene Welt/Realität NICHT super ist, nicht ok ist, und mein Ego-Himmel eine Flucht vor dieser Realität ist.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu sehen/erkennen/verstehen, dass wenn ich an der Vergangenheit festhalte, an meinen Erinnerungen festhalte, indem ich sie immer wieder in meinem Kopf vor- und zurückspule, ich mich vom LEBEN HIER trenne, ich mich von mir als Substanz trenne, und ich viele separierte Ego-Dimensionen erschaffe, mich zer-streue, und damit die Einheit und Gleichheit des LEBENS HIER aufgebe.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu erkennen/verstehen dass Selbst-Vergebung, die HIER angewendet wird, indem ich mich in die Freiheit schreibe, meine erlaubten Verhaltensmuster für mich selber auf dem Papier/im Computer ‚dechiffriere‘, ich mich wieder zusammenfügen kann, alle getrennten und separierten Ich’s wieder zusammenbringen kann; ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mir das Geschenk des LEBENS vorzuenthalten, mich als Einheit und Gleichheit des LEBENS zu erkennen und zum LEBEN zu werden.

Ich vergebe mir selbst dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe den Weg des Selbst-Mißbrauchs/Welt-Mißbrauchs dem LEBEN vorzuziehen, weil ich es mir erlaubt habe ein Energie-Junkie zu werden, dem der Physische Körper und das Physische als das Welt-System egal ist, hauptsache ich bekomme den nächsten Energie-Kick, ungeachtet des ‚Preises‘.

Ich vergebe mir selbst dass ich es mir nicht erlaubt habe zu erkennen, dass das ’sich Erinnern‘ und ‚in Erinnerungen schwelgen‘, nie konkrete, praktische Lösungen für mich gebracht haben, sondern mich viel mehr in meiner Selbst-Definition ver-festigt haben, und ich mich damit faktisch limitiert und beschränkt habe.

Ich verpfliche mich, anstatt in Vergangenheit/Erinnerungen zu schwelgen, mich frei zuschreiben und mir die Punkte die ich nicht losgelassen habe selbst zu vergeben, weil ich erkenne dass das sich Erinnern/in Erinnerungen schwelgen ein Selbst-Mißbrauch, Selbst-Illusion und die Trennung vom LEBEN HIER sind, und deshalb NICHT real.

Ich verpflichte mich das Schwelgen in Erinnerungen, zu stoppen, zu atmen, HIER zu sein, weil ich erkenne/sehe/verstehe, dass ich nur HIER etwas ändern/bewegen kann, und dass das sich Erinnern, NIE etwas geändert hat, noch habe ich mich dadurch ändern können, sondern habe mich dadurch viel mehr selbst-eingeschränkt, gefangen und limitert.

Ich verpfliche mich Erinnerungen NICHT für real zu halten, sondern sie als das zu sehen/erkennen was sie in Wirklichkeit sind, ein Mind-Fick, der mich vom LEBEN trennt und separiert, und sie NICHT eine Form von Vergangenheitsbewältigung sind, sondern viel mehr das Festhaften an Illusionen um ein/mein EGO zu kreiren.

Ich verpflichte mich solange den Process zu beschreiten, bis ich ALLE meine separierten und getrennten Teile zusammengefügt habe, und mich EINS und GLEICH mit dem LEBEN HIER erkenne.



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