Tag 360 – Angst zu Versagen

28. April 2014

maus-im-laufrad-10950In diesem Blog möchte ich mir die Angst vor dem Versagen anschauen. Es ist die Grundlage meines Ausgangspunktes. Diese Grundlage ist wie jede Wurzel nicht direkt sichtbar, sondern im Untergrund – im Untergrund meines Bewußtseins, also etwas was ich nicht nach ‘Außen’ zeigen will, und es sogar vor mir Selbst verstecke.

All mein Streben, meine Bemühungen und Anstrengungen, haben eigentlich Angst als Grundlage. Mit anderen Worten ausgedrückt, bestimmt diese Grundlage die Richtung aller meiner Gedanken und somit auch meiner Handlungen.

Und das faszinierende an dieser Angst ist, dass sie sich nicht unbedingt als ‘Angst’ äußern muss, so wie man ‘Angst’ üblicherweise erleben/beschreiben würde. Ich selbst bin mir darüber gewahr geworden, als ich in die Polarität hiervon gerutscht bin. Ich habe mich als ‘herrlich’, ‘überragend’ und ‘in Kontrolle’ erlebt. Und doch war es kein Physischer Ausdruck meiner Selbst – denn wie es die Natur der Energie so will, muß es nur EINEN Trigger geben, einen ‘Negativen Punkt’ → und alles ‘Positive’ schwindet dahin. Erst dann, ist es mir klar geworden, woran ich da eigentlich teilgenommen habe.

Wenn ich mich verlangsame und die letzten Wochen, Monate betrachte, ist es so, dass ich mich ‘getrieben’ gefühlt habe. Ich presche sozusagen nach vorne, so habe ich es jedenfalls gesehen, dabei ist es viel mehr so, dass dieser Eindruck / Druck – doch in Wahrheit, die Energie der Puren Angst ist, die mich ‘antreibt’. Und so kreise ich immer wieder im Zyklus der ‘Euphorie’/Begeisterung/Selbst-Verherrlichung (Positivität) vs. der ‘Zweifel’/Ängste/Selbst-Urteile (Negativität).

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe all meine Bestrebungen, Pläne und Handlungen nur deshalb zu machen bzw. durchzuführen, weil ich KEIN Versager sein will, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich einen ‘Negativen Punkt’ als mich Selbst akzeptiere, erlaube und somit auch erschaffe und zu einer wörtlich grundlegenden Selbst-Definition mache.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass wenn ich Erfolg als eine ‘Positve Erfahrung’ innerhalb meines Bewußtseins ausleben und verkörpern will, ich dafür den ‘Preis’ zahlen muss – und erstmal das ‘Negative’ / den Versager in-mir und als-mich generieren und ansammeln muss.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass ich mich noch so abmühen und streben kann – solange mein Anfangspunkt ANGST vor dem Versagen ist, bin ich wie eine Maus in einem mentalen Laufrad gefangen – ich powere mich aus, renne und renne → und doch verharre ich immer auf der einer Stelle — denn all mein Streben und Bemühungen sind nichts anderes als die ‘Energie-Quelle’ für jene Angst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realiseren, dass ich als diese Maus, gefangen in einem mentalen Laufrad – mich in keinster Weise real irgendwohin bewege – ich bin tatsächlich ein Gefangener meiner eigenen mentalen Illusion – ich renne und renne – einmal besessen von der ‘Positiven Energie’ – wo ich mir einbilden kann, ich würde was erreichen, ich wäre jemand, wo ich glaube, es macht mir sogar Spaß zu rennen und mich auszupowern, und dann findet naturgemäß die Verschiebung in die ‘Negative Energie’ statt, wo ich mich dann ausgelaugt, leer, fehlerhaft, nicht leistungsfähig und als ein Vesager usw. fühle.

Ich realisiere, dass ich dieses mentale Laufrad selbst-erschaffen habe, weil ich mir dadurch ein ‘energetisches Erlebnis’ des Erfolges erhoffe — weil ich daran glaube, dass mich dieses mentale Laufrad irgend wohin bringen kann, dass ich dadurch ‘Jemand’ werden kann, dass ich dadurch mein ‘Versagertum’ in ‘Erfolg’ umwandeln kann.

Ich realisiere jedoch, dass dieses mentale Laufrad KEINE Realität ist, es ist eine mentale Welt, eine Illusion, die ich innerhalb meines Bewußtseins-Systems erfinde, aufrechterhalte und fortführe. Und anstatt Handlungen direkt hier mit und als das Physische Leben auszudrücken, gebrauche ich mich Selbst als ein Energie-Generator.

Ich realisiere, dass ich nicht einfach ‘den Versager’ in-mir und als-mich loslassen kann ohne das System/das Bewußtseins-Programm als Ganzes entlarven und loszulassen. Ich kann den ‘Erfolg’ als eine energetische Bewußtseins-Erfahrung nicht von dem ‘negativen Pendant’ des Versagers trennen.

Ich verpflichte mich, mich dabei zu unterstützen ‘das mentale Laufrad’ in-mir und als-mich zu stoppen.

Ich verpflichte mich, meinen Anfangspunkt bei meinen Handlungen und Bestrebungen neu auszurichten, und es mit und als das Physische anzugleichen, und es von allen Ängsten zu klären.

Ich realisiere, dass ein Anfangspunkt innerhalb einer Selbst-Definition des ‘Versagers’ eine Konsequenz ist, die jeder einzelne von uns im Laufe der Zeit erschaffen hat und weiter erschafft — die Konsequenz einer Welt in der wir ‘überleben’ müssen. Einer Welt, wo Lebendige Individuen nicht als LEBEN gefördert und unterstützt werden, wo man für seine ‘Belohung’ erst ‘arbeiten’ muss = eine Sklaven-Gesellschaft.

Ich verpflichte mich, den mentalen ‘Versager’ in-mir und als-mich weiter zu erforschen und zu entlarven.

Ich verpflichte mich, mich dabei zu unterstützen und zu fördern, mir beizustehen und mir bedingungslos zu helfen — ich erkenne, sehe und realisiere, dass ich mit jener Bedingungslosigkeit mir Selbst gegenüber bereits den Anfangspunkt korrigieren kann, weil ich mich dann von Anfang an nicht als einen ‘Versager’ sehe, der irgend was im Externen ‘erreichen’ und ‘erarbeiten’ muss – damit kann ich als mich Selbst ein Fundament der bedingungslosen Selbst-Hilfe und Selbst-Unterstützung legen = und damit kann ich die Richtung meiner Grundlage ändern und das mentale Laufrad als mich Selbst stoppen.

 



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