Tag 359 – Interessenkonflikt

17. April 2014

team-gameEin interessanter Punkt taucht zur Zeit in meiner Welt auf. Ich plane eine Unternehmung und beziehe dabei verschiedene andere Menschen / Mitschöpfer mit ein. Jeder von uns hat aber eine eigene Vorstellung. Ich beobachte mich, wie ich einen Konflikt in-mir und als-mich generiere, weil ich es jedem ‘Recht’ machen will UND meine eigene ‘Agenda’ durchsetzten will. Ängste, Zweifel und Unsicherheiten tauchen in-mir auf, weil ich keine ‘Lösung’ für die ‘Interessenkonflikte’ sehe.

Ich habe mir die Details meiner Ängste angeschaut, und festgestellt, dass ich nicht selbst-ehrlich bin und es nicht wirklich jedem ‘Recht’ machen will, eigentlich will ich es mir Selbst ‘Recht’ machen, ich möchte ‘Meine Idee’ umsetzten. Ich erlebe deshalb einen Konflikt, weil ich Angst davor habe, andere für ‘Meine Idee’ auszunutzen bzw. zu gebrauchen oder als ein ‘Ausnutzer’ gesehen, verurteilt zu werden.

Das fasziniere an den Ängsten ist, wie ich sie so manipuliere und gestalte, dass ich selbst-gerecht sein kann. Ich habe Angst davor, als ‘hinterhältig’ verurteilt zu werden, und doch BIN ich ‘hinterhältig’, weil ich nicht alle Karten offen ausspiele, sprich mit allen Beteiligten offen und selbst-ehrlich kommuniziere. Unglaublich, wie die ‘Angst davor hinterhältig zu sein’, genau diese Angst manifestiert oder wie die ‘Angst davor andere auszunutzen’, eben diese ‘Ausnutzung’ manifestiert.

Ich vergebe mir Selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, ein Projekt zu führen. Ich meine damit, ich habe dieses Projekt ‘ins Leben’ gerufen, und doch zögere ich die volle Verantwortung dafür zu tragen. Ich ziehe andere mit ‘ins Boot’ mit dem Anfangspunkt, die Verantwortung – meine Verantwortlichkeit ‘aufzuteilen’.

Ich vergebe mir Selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht meinen Anfangspunkt geklärt zu haben, sondern aus dem Eigeninteresse zu handeln, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich damit in-mir und als-mich einen Polaritätspunkt erschaffe, als einen Gegen-Punkt zu all den Eigeninteressen der anderen, die sich am Projekt beteiligen.

Ich vergebe mir Selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe an der automatisierten Angst teilzuhaben, andere für ‘mein’ Projekt ‘auszunutzen’. Dabei IST es faktisch ‘Mein Projekt’. Das faszinierende dabei ist, wie ich eine ‘mentale Idee’ daraus kreiere, etwas was ich ‘verteidigen’ muss, anstatt es einfach ‘zum Besten’ zu lenken, auf eine selbst-ehrliche, offene, klare, verantwortungsvolle Art und Weise, wo ich alle Beteiligten zusammenführe und sicherstelle, dass KEIN Eigeninteresse, das ‘Wohl des Ganzen Projektes’ beeinträchtigt.

Ich realisiere, dass mein Anfangspunkt des Eigeninteresses der Ursprung des Konfliktes ist. Ich Selbst hafte an meinem Eigeninteresse, ich projeziere dies auf ‘die Anderen’ und generiere so die Angst es ‘den Anderen’ nicht ‘Recht’ machen zu können, dabei ist es doch meine eigene Angst, meine eigene Selbst/Ego-Gerechtigkeit, die sich darin widerspiegelt.

Ich vergebe mir Selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor Verantwortung zu haben, diese deshalb ‘aufsplittern’ zu wollen, aber doch die ‘Kontrolle’ darüber haben zu wollen. Ich will sozusagen, dass ‘die Anderen’ die Verantwortung tragen, aber so wie ‘ICH/Ego’ es will. Das ist absolute Unehrlichkeit und inakzeptabel.

Ich realisiere, dass ich nicht fähig bin zu lenken und zu führen, solange ich an ‘geheimen Agendas’ festhafte, und das ‘Wohl des Ganzen’ Selbst gefährde. Führung bedeutet nicht ‘Zwang’ oder ‘Versklavung’. Führung, die zum ‘Wohle ALLER’ ausgerichtet ist – aller Beteiligten und des Projektes insgesamt, ist eine ‘Wahre Kunst’ der ‘Selbst-Beherrschung’ und der ‘Selbst-Verantwortung’.

 



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