Tag 354 – sssekkksssiii – Teil 1

31. März 2014
http://bernardumaine.deviantart.com/art/The-rebirth-of-Venus-193358899

http://bernardumaine.deviantart.com/art/The-rebirth-of-Venus-193358899

Ich habe mich gefragt, was sich eigentlich hinter der ‘Einschätzung’ / Bewertung : ‘sexy’ verbirgt. Warum nehme ich eine solche ‘Einschätzung’ vor, warum benutze ich den Sex-Faktor-Maßstab, um Menschen, insbesondere Männer, auf diese Weise zu bewerten und zu kategorisieren?

Dazu möchte ich mir erstmals anschauen, wie ich das Wort definiert habe, welche Bedeutung das Wort und die ‘Einschätzung’ für mich haben.

Was ist es genau, was mich dazu bewegt, einen Mann als ‘sexy’ zu sehen und zu bewerten?

Mit gefällt gepflegtes Äußeres, dabei muß ich feststellen, dass ich nicht unbedingt das Gesamte Äußere in Betracht ziehe, es sind bestimmte Körperteile, wie zum Beispiel die Hände, auf die ich besonders fixiert bin. Eine Glatze zum Beispiel bewegt mich gar nicht. Ich greife hier auf dieses Beispiel, weil eine ‘Glatze’ im Allgemeindenken als ‘negativ’ gesehen und bewertet wird, innerhalb meiner persönlichen ‘Einschätzung’ spielt sie keine Rolle.

Und schon hier wird mir klar, dass meine ‘Einschätzung’ und ‘Bewertung’ eines Mannes nicht wirklich was mit dem Mann an sich zu tun hat – das, was ich sehe und wahrnehme, das, was für mich heraussticht und scheinbar mein Urteil bedingt, ist eigentlich die Beziehung zu mir Selbst, die sich darin reflektiert und spiegelt.

Denn ich habe eine ziemlich ‘negative’ Beziehung zu meinen eigenen Händen. Ich finde meine Hände ‘häßlich’. Und so finde ich ‘schöne’ Männerhände ‘anziehend’. Also ist es eigentlich nicht einmal der Mann, den ich ‘sexy’ / ‘anziehend’ / ‘positiv’  finde, sondern die Hände, so wie ich sie glaube wahrzunehmen, oder mit anderen Worten ausgedrückt: was auch immer ich innerhalb der Beziehung zu mir Selbst ‘negativ’ verurteilt habe.

Genauso verhält es sich mit all den anderen Aspekten, die ich glaube in einem bestimmten Mann zu sehen. Die ‘positive’ Anziehung /die Bewertung ‘sexy’ basiert auf meiner eigenen ‘negativen’ Ablehnung des Selbst und folglich der Selbst-Verurteilung.

Folglich ist die ‘Energie’, die ich durch die ‘Einschätzung’/die Bewertung: ‘sexy’  in-mir und als-mich generieren kann, eine Art Ersatz für meinen eigenen ‘Mangel’. Die Beziehung, die ich kreiere, ist nicht eine Beziehung mit dem Wesen/der Person, es ist eine Beziehung mit und zu der ‘Energie’, die ich generiere. Wenn ich jemanden ‘sexy’ finde, ‘fühle’ ich mich gut. Ich mag meine eigenen Hände nicht, aber dafür kann ich die Hände einer anderen Person mögen.

Fortsetzung folgt…

 



Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.