Tag 351 – Angst vor dem Abschied

20. März 2014
http://janellemckain.deviantart.com/art/Birth-of-a-witch-143784355

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Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ich Abschiede nicht mag – dass ich kein Abschieds-Typ bin – dass ich diese ‘Gefühlsduselei’ nicht mag, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich eigentlich Angst vor dem Abschied habe und es soweit es geht aus dem Weg gehen wollte und es praktisch immer verdrängt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Abschiedsängste und Phobien derart verdrängt zu haben, dass ich selbst glaubte, dass mir Abschiede ‘egal’ sind, und doch war mein Anfangspunkt ‘Angst’, denn wären sie mir wirklich ‘egal’, würde ich damit keine ‘Probleme’ haben, und sie auf keinste Weise bewerten und negativ beurteilen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Interne Selbstgespräche in mir und als mich zuzulassen und daran teilzunehmen, dass ich nicht weiß, wie ich mich beim Abschied ‘richtig’ benehmen soll.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe emotionale Ausbrüche beim Abschied negativ zu verurteilen und sie als ‘verlogen’ zu sehen, und mich selbst dafür als ‘ehrlich’ zu betrachten, doch wie ‘ehrlich’ bin ich, wenn ich beim Abschied eines Mitmenschen ihm nicht einmal eine gute Weiterreise, ein ‘ehrliches’ Tschüß oder was auch immer wünschen kann? Was projeziere ich auf meine Mitmenschen, was ich selbst in mir ‘verstecken’ will?

Wenn mir ein emotionaler Abschied so ‘verlogen’ vorkommt, kann das nur heißen, dass ich Selbst ‘lügen’ müsste, um jemandem beim Abschied sagen zu können, dass es mich gefreut hat, dass er oder sie da war bzw. wir Zeit zusammen verbracht haben – und das sagt schon einiges über mich Selbst aus.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe emotionale Abschiede für ‘peinlich’ zu halten, weil ich das zeigen von Gefühlen in der Öffentlichkeit/vor anderen als ‘peinlich’ bewertet habe, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass nur weil ich meine Gefühle nicht zeige, dies nicht bedeutet, dass ich keine habe, und dass mein Handeln nicht von ihnen gesteuert würde – mir waren sie peinlich, und so habe ich sie verdrängt und Abschiede nicht so sehr gemocht, und eine Art Phobie um den Abschied kreiert.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich innerhalb meines Verdrängungsmechanismus eigentlich ein riesen Drama aus dem Abschied gemacht habe, also eigentlich das Gegenteil davon, was ich beabsichtigt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor der Intimität zu haben, die so ein Abschied mit sich bringt, wenn man sich zum Beispiel beim Abschied umarmt, und meine Phobie vor dem Abschied auch meine Phobien vor Intimitäten wiederspiegelt, weil ich Angst habe Menschen ‘näher’ zu kommen.

Ich realisiere, dass ich die Art und Weise, wie ich mich von jemanden verabschiede auch als eine Referenz nutzen kann, um mir die Beziehung mit dem Menschen insgesamt anzuschauen, denn ein ‘problematischer’ Abschied deutet auf eine ‘problematische’ Beziehung hin, wobei ich die ‘Probleme’ unbedingt selbst-ehrlich betrachten muss, weil es eigetnlich immer die eigene Beziehung ist, die man in den Externen Beziehungen auslebt.

Ich verpflichte mich Abschiedssituationen mit Gewahrsein zu betreten, und die Selbst-Definition ‘Ich bin kein Abschiedstyp’ nicht als mich Selbst zu akzeptieren und zu erlauben. Abschiede gehören zum Leben, sie zu verdrängen bringt rein gar nichts.

Ich realisiere, dass es ich selbst war, die aus dem Abschied ein Drama gemacht hat, das WIE ich einen Abschied erlebe, bestimme alleine ich.

Ich verpflichte mich meinen Fokus beim Verabschieden auf mich zurückzuführen und die Verantwortung für alles in-mir und als-mich entstandene zu tragen, sprich all die Ängste, Phobien und Gedanken zu entlarven, um mich von diesen Konditionierungen letzendlich zu befreien, damit ich in Zukunft Abschiede als das was sie ‘real’ sind sehen und erLeben kann.



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