Tag 341 – Selbstverständliche Kommunikation

16. Februar 2014
http://www.deviantart.com/art/Cryowan-Woman-7935026

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Wir halten Sprache und Kommunikation für eine Tatsache. Wir gehen davon aus, dass wenn man eine Sprache spricht, zum Beispiel Deutsch, dass man sich automatisch verstehen müsste, weil man ja die selbe Grundlage benutzt. Und doch gibt es in unserem Alltagsleben so viele Mißverständnisse und Konflikte. Ich meine damit gar nicht die großen Argumente oder Streitigkeiten, wir reden so oft aneinander vorbei und belassen es einfach bei dem ‘Gefühl’ mißverstanden zu sein. So etwas wie ein ‘vollkommenes Verständnis’ siedeln wir so gerne innerhalb von ‘Liebes-Beziehungen’ an – dem Ideal einer ‘perfekten Beziehung’, wo man sich scheinbar auch ohne Worte versteht. Doch Hand aufs Herz, wie viele von uns können behaupten eine solche wortlose Kommunikation mit dem Partner zu haben? Vielleicht wäre ein Vergleich mit Sportlern, die im Team arbeiten, passend? Zum Beispeil bei Fußball? Diese Art von Kommunikation erfordert große Übung. Wer von uns sieht schon eine Beziehung wie Teamsport an und exerziert regelmäßige Trainingseinheiten, die dann auch noch auf ihre ‘Wirksamkeit’ tatsächlich geprüft werden? Und auch im professionellen Teamsport können wir Mißverständnisse beobachten, wenn zum Beispiel ein Pass übersehen wird oder wenn Situationen aufkommen, die keiner vorhergesehen hat. Ist die wortlose Kommunikation mit dem Partner oder wem auch immer tatsächlich real oder ist sie doch nur ein ‘Gefühl’? Genauso ein ‘Gefühl’, wie das Mißverstanden werden?

Ich möchte eine neue Perspektive auf Streitigkeiten und Mißverständnisse wagen. Bis jetzt war es auch meine Annahme, dass wenn ich mich mißverstanden fühle: dieses Gefühl darauf basiert, dass der ‘andere’ mich nicht versteht. Er oder sie kappiert einfach nicht, was ich meine. Ich gehe davon aus, dass Sprache etwas absolutes, externes und objektives ist, und dass ich mich dieses allgemeinen ‘Werkzeugs’ bediene, und meistens bin ich auch der Meinung, dass ich es ‘richtig’ mache, die ‘richtigen’ Wörter wähle und ‘unmißverständlich’ bin. Nach dem Motto: “Wenn es ‘hackt’, dann sicherlich nicht bei mir!”

Die Matrix einer Sprache ist tatsächlich eine Regel, die uns im Elternhaus, spätestens in der Schule beigebracht wird. Die Korrekte Anwendung dieser Regel hat aber nichts mit dem Verstehen per se zu tun. Wir verstehen einen Ausländer, auch wenn er oder sie nicht immer korrekt den Regeln folgt. Wie entstehen folglich Mißverständnisse, und warum fällt das Reden mit manchen leicht, mit anderen schwer? Ich habe selbst schon oft die Redewendung ‘Wir haben nicht die selbe Wellenlänge’ angebracht, doch was bedeutet sie genau? Was ist eine ‘Wellenlänge’, wenn nicht ein Versuch ‘Energie’ zu beschreiben? Erzeugen wir ähnliche ‘Energien’ fühlen wir uns ‘verstanden’, sind die ‘Energien’ zu unterschiedlich oder gar auf ‘Kollisionskurs’ fühlen wir uns ‘mißverstanden’. Wir sind uns diesen ‘Energien’ selten bewusst. Sie sind nur indirekt Teil der Kommunikation. Wer hat schon die Selbst-Ehrlichkeit zu sagen, “Moment mal, ich habe soeben eine unglaubliche Menge an bestimmter ‘Energie’ generiert, und fühle mich durch diese in-mir und als-mich erschaffene ‘Energie’ von dir mißverstanden, gib mir bitte einen Augenblick Zeit, um diese selbst-erschaffene ‘Energie’ des ‘Mißerständnisses’ aus dem Weg zu räumen, damit kein unnötiger Konflikt entsteht und damit wir zu einem echten ‘Verständnis’ kommen können, das nicht von Gefühlen oder Emotionen beeinflußt ist, sondern das ‘real’ ist, mit dem wir beide ‘einverstanden’ sind und das unser beider Leben bereichert und uns näher bringt.”

Folglich ist es so, dass wir die ‘objektive Regel’ – die Sprache, so wie sie zum Beispiel im Duden dokumentiert und erklärt wird – zwar übernehmen, doch sind wir uns über die Folgen unserer Bewusstseins-Prozesse nicht gewahr, wie wir diese ‘objektive Regel’ in-uns und als-uns integrieren und sie mit unseren eigenen ‘Interpretationen’, ‘Gefühlen’, ‘Emotionen’, ‘Glaubensvorstellungen‘ usw. ‘verfälschen’ – uns praktisch in eine bestimmte ‘Schwingung’ versetzen. Sprache, Wörter und Kommunikation sind nicht ein ‘externes Werkzeug’, das selbstverständlich sind. Sie sind unsere Selbst-Ausdrücke. Sie sind ’selbstverständlich‘ in dem Sinne, dass sie unser eigenes Verständnis von uns Selbst wiederspiegeln.

Es ist ein großes Unterfangen, die eigene Kommunikation auf die Stufe der Meisterschaft zu bringen und sie von jeglichem ‘energetischen Einfluß’ zu befreien. Wobei ich hier betonen möchte, dass es immer die eigene ‘Energie’ ist, die einem das ‘Gefühl’ vermittelt, ‘mißverstanden’ zu sein. Wir leben allerdings in einer Welt von Klonen, deshalb spiegeln wir uns in unserem ‘Mißverständnis’ mit allen anderen ‘Mißverstandenen’. Und anstatt unsere eigene Selbst-Verantwortung zu erkennen, unser eigenes Versagen zu erkennen uns als ‘Lebendige Worte’ zu realisieren, werfen wir lieber den ‘anderen’ vor, sie würden sich keine Mühe machen uns zu verstehen, mit uns ‘mitzuschwingen’, dabei verstehen wir uns Selbst nicht – wir sind uns über unsere Bewusstseins-Prozesse kaum gewahr, wir wissen nicht in allen Einzelheiten wie und warum wir ‘Energien’ erzeugen, wir haben sie einfach als Tatsachen akzeptiert, genauso wie wir die Folgen ‘energieverseuchter Kommunikation’ – die Mißverständnisse, den Streit und folglich auch so etwas wie Kriege – als ‘gegeben’ – als die ‘Menschliche Natur’ – akzeptieren. Doch sind diese Tatsachen wirklich ‘gegeben’ oder erschaffen wir sie tatsächlich Selbst? Ist es nicht so, dass wir unsere eigenen Schöpfer sind und die Wörter die Bausteine unserer Schöpfung? Und wenn ja, wäre es dann nicht möglich und echt machbar alle Mißverständnisse, Streitigkeiten und somit auch Kriege auf der globalen Ebene, ein für alle Mal zu beenden, wenn wir die Verantwortung für unsere Wörter tragen würden und ihnen die Wertschätzung beimessen würden, die sie wahrhaft verdienen, weil sie ja unsere Schöpfung sind. Und wer würde sich nicht wünschen in einer Welt zu leben, die uns als ‘Meister der Komminikation’ wiederspiegelt, einer Welt, in der Leben gefeiert, geschöpft und ausgedrükt werden kann?

 



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