Tag 339 – Ist dieser Teller wirklich für mich? – Teil 4

10. Februar 2014
http://wings-of-dust.deviantart.com/art/The-silent-angel-50416485

http://wings-of-dust.deviantart.com/art/The-silent-angel-50416485

Dieser Blog ist eine Fortsetzung:
Tag 336 – Teil 1
Tag 337 – Teil 2
Tag 338 – Teil 3

Ich habe den letzten Blog mit diesem Absatz beendet:
“Heute erkenne und sehe ich ebenfalls, dass ein ‘unverantwortliches’ Ausleben von Begehren auch zu Konsequenzen führt. Wenn wir einen ‘Mangel’-Zustand in-uns und als-uns erschaffen, kann dieser niemals durch ein externes Ereignis oder Person ‘erfüllt’ oder ‘geheilt’ werden. Dies würde immer noch Illusion bedeuten. Ich werde im kommenden Blog eine Selbst-Korrektur für mich verfassen und eine neue Ausdrucksweise für mich und als mich ausformulieren, wie ich dieses Verhaltens-Muster in Zukunft als mich Selbst ändern kann.”

Um meine Selbst-Korrektur aber bei der Wurzel – im Wesentlichen – zu packen, und tatsächlich eine Neue Lebensweise für mich und als mich zu etablieren und das Muster vollends zu überwinden, muss ich mir meinen Anfangs-Punkt – meine Beziehung mit und als meine Begehren anschauen und korrigieren. Ich bin ein Meister der Unterdrückung und Verdrängung geworden, das bedeutet, dass es für mich nicht so einfach sein wird einfach hinzuschreiben: ich stoppe das Begehren, ich stoppe es, mich für mein Begehren zu schämen oder  ich verurteile mich nicht mehr, wenn ich begehre. Das wären leere Worte, die ich nicht imstande wäre zum jetzigen Zeitpunkt wirklich als mich Selbst zu leben. Aus dem Grund, weil ich meinen Unterdrückungs- und Verdrängungsmechnismus über die Jahre derart perfektioniert habe, dass ich mir heute über meine Begehren selten gewahr bin. Ich weiß nicht welche konkrete Bedeutung hinter den Symbolen steht, wie sie entstanden sind, wie ich sie erschaffen habe. Und solange ich mir über meine Begehren nicht in allen Einzelheiten gewahr bin, kann ich sie auch nicht als mich selbst stoppen.

Als Beispiel: ich wünsche mir, dass mir mein Partner ab und zu Blumen schenkt. Geht es hierbei wirklich um Blumen? Will ich wirklich Blumen von meinem Partner? Nein! Ich habe die Blumen in ein Symbol innerhalb meines Bewusstseins umgewandelt. Die Blumen stehen für Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Also will ich eigentlich keine Blumen, sondern Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Aufmerksamkeit und Wertschätzung können an sich auf eine vielfältige Weise ausgedrückt werden, und doch habe ich sie gewissermaßen innerhalb dieses Symbols/Images der Blumen limitiert und beschränkt. Schenkt mir mein Parter keine Blumen, denke und glaube ich, dass er mich nicht genug wertschätzt. Auch habe ich Aufmerksamkeit und Wertschätzung innerhalb nur einer Liebes-Beziehung limitiert und glaube sie nur innerhalb einer solchen Beziehung bekommen zu können, obwohl es möglich ist, diese Punkte innerhalb von allen meinen Beziehungen ausleben zu könnten. Die zweite Frage bleibt: Warum wünsche ich mir überhaupt ‘mehr’ Aufmerksamkeit und Wertschätzung von meinem Partner? Der ‚gesonderte’ Wunsch nach ‘besonderer’ Wertschätzung und Aufmerksamkeit zeigt auf, dass ich einen Mangel innerhalb meines Selbst erschaffen und somit die wichtigste Beziehung überhaupt vernachlässigt habe – die Beziehung zu mir Selbst. Weil ich mir anscheinend Selbst nicht genug Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenke, erwarte ich sie stattdessen von meinem Partner. Auch über diese Bewusstseins-Prozesse bin ich mir nicht gewahr.

Diese ‘Teller-Reihe’ ist für mich somit eher ein Beginn mich mit meinen Begehren näher auseinander zu setzen und mir über die absoluten Details meiner Begehren gewahr zu werden, wie und warum ich bestimmte Symboliken erschaffen, entwickelt und automatisiert habe.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verpflichte ich mich, mich bedingungslos darin selbst zu unterstützen meinen Prozess weiter zu laufen und mich von allen Bewusstseins-Konditionierungen zu befreien.

Wann immer ich sehe und mir darüber gewahr werde, dass ich begehre, oder hoffe, oder gar hoffnungslos in Bezug auf meine Begehren bin – stoppe ich mich und stabilisiere mich innerhalb und als mein Atem hier im Physischen – ich verurteile mich Selbst nicht, und schäme mich nicht dafür, dass ich begehre – ich erlaube es mir zu realisieren, dass es überhaupt keine vernünftigen Gründe dafür gibt – Ich nutze die Gelegenheit, um mich Selbst kennenzulernen und die automatisierten Muster in-mir in allen Einzelheiten aufzudecken und zu entlarven. Ich sehe, verstehe und erkenne, dass jede Form von Selbst-Verurteilung unnötige energetische Schichten erschafft, die es mir lediglich erschweren, die Selbst-Verantwortung innerhalb dieser Verhaltens-Muster zu sehen, und solange ich nicht diese Muster im vollem Umfang begreifen kann, kann ich sie auch nicht als mich Selbst ändern und korrigieren.

Ich verpflichte mich jedes meiner Begehren in seiner Entstehung, Entwicklung und Aufbau zu erforschen und es in Einheit und Gleichheit im vollen Gewahrsein mit mir Selbst neu-anzugleichen – was in erster Linie bedeutet, dass ich meine Begehren zu mir Selbst zurück führe und die Beziehung des ‘Mangels’, die ich mit mir Selbst erschaffen und aufgebaut habe, an der Wurzel/dem Wesen des Selbst korrigiere. Was bedeutet, dass ich eine neue Beziehung zu mir Selbst aufbaue, die mir all das gibt, was ich mir für mich Selbst erhoffe, wünsche und begehre.

 



Post a new comment

Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.