Tag 338 – Ist dieser Teller wirklich für mich? – Teil 3

9. Februar 2014
http://wings-of-dust.deviantart.com/art/We-the-Gods-44787891

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Dieser Blog ist eine Fortsetzung des gestrigen Blogs:
Tag 336 – Ist dieser Teller wirklich für mich? – Teil 1
Tag 337 – Ist dieser Teller wirklich für mich? – Teil 2

In den letzten beiden Blogs ist mir klar geworden, welche Konsequenzen die Verurteilung von Begehren hat. Wenn wir etwas in-uns-existentes, selbst-erschaffenes ‘negativ’ verurteilen, starten wir ebenfalls einen Unterdrückungs- und Verdrängungsmechnismus. Ich habe mich an dieses Ereignis mit dem Teller schon immer erinnert. Ich habe nicht darüber geschrieben, weil es mir so ‘unbedeutend’ schien. Mein Gewahrsein innerhalb dieser Erinnerung war auch ziemlich limitiert. Erst in einem Gespräch mit einer Person, die den Prozess erheblich länger als ich beschreitet, ist mir der Anfangs-Punkt des ‘Begehrens’ aufgefallen. Ich habe mich zuvor alleine auf das Schamgefühl konzentriert, und gerade dieses Schamgefühl hat es bewirkt, dass ich mich dieser Erinnerung nicht stellen wollte. Ich habe mich immer noch als ein ‘Opfer’ gesehen  – ein ‘unschuldiges’ Kind, das durch eine Verwechslung einen extrem peinlichen Moment erlebt hat. Ich war mir über die Begehren, die ich auf diesen Teller projeziert habe, und die der Ursprung dieser Erfahrung waren, zwar ‘bewußt’ – und doch habe ich sie ‘ignoriert’ und sie nicht als die ‘Quelle’ meiner Erfahrung gesehen. Ich habe die Verantworung für dieses Ereignis immer noch im ‘Externen’ gesehen und habe nicht realisert, dass ich tatsächlich der Schöpfer der gesamten Erfahrung war – sowohl der Begehren als auch des Schamgefühls und der Selbst-Verurteilung.

Dieses kurze und scheinbar ‘insignifikante’ Erlebnis, beschreibt im vollen Umfang die Beziehung, die ich mit meinen Begehren aufgebaut habe und wie ich Begehren in meinem späteren Leben ausgelebt habe. Ich habe dieses Bewusstseins-Muster als eine Vorlage genutzt, meine späteren ‘Liebes-Beziehungen’ zu formen. Die Verknüpfung ist ganz klar zu sehen: jede Beziehung, die auf Begehren basiert hat, hatte unter anderem dieses Muster als Grundlage. Ein praktisches Beispiel: Ich habe in meinen Liebes-Beziehungen meine Begehren von vorne herein unterdrückt. Heute sehe, verstehe und erkenne ich, dass ich Angst davor hatte, das Schamgefühl und die Verurteilung wieder zu erleben. Ich wollte ‘Enttäuschungen’ vorbeugen. Doch hat die Unterdrückung meiner Begehren nie zur Vorbeugung von Enttäuschungen beigetragen, sondern viel mehr das Gegenteil davon manifestiert. Weil ich nie klar ausformuliert und kommuniziert habe, was ich bereit bin zu akzeptieren und welche Beziehung ich wirklich will – war ich sehr oft enttäuscht, wenn die Beziehungen eine andere Richtung einschlugen, als ich es mir insgeheim erhoffte und begehrte. Ich habe innerhalb von Liebes-Beziehungen das Muster weiterentwickelt und es zu einem Hoffungs-Muster ausgebaut. Da ich meine Begehren nicht direkt ausgedrückt habe, blieb mir nur die stille Hoffnung, sie würden ‘von alleine’ wahrwerden. Ich schwanke zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit – ohne zu sehen und zu erkennen, dass meine unterdrückten Begehren der Ursprung aller Hoffung genauso wie der Hoffnungslosigkeit sind.

Heute erkenne und sehe ich ebenfalls, dass ein ‘unverantwortliches’ Ausleben von Begehren auch zu Konsequenzen führt. Wenn wir einen ‘Mangel’-Zustand in-uns und als-uns erschaffen, kann dieser niemals durch ein externes Ereignis oder Person ‘erfüllt’ oder ‘geheilt’ werden. Dies würde immer noch Illusion bedeuten. Ich werde im kommenden Blog eine Selbst-Korrektur für mich verfassen und eine neue Ausdrucksweise für mich und als mich ausformulieren, wie ich dieses Verhaltens-Muster in Zukunft als mich Selbst ändern kann.

Fortsetzung folgt…

 

 

 



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