Tag 336 – Ist dieser Teller wirklich für mich? – Teil 1

7. Februar 2014
http://wings-of-dust.deviantart.com/art/The-Prophecy-60345574

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In diesem Blog werde ich eine Erinnerung an ein Ereignis durchlaufen, das sich in meiner Schulzeit in der Kantine abgespielt hat. Ich war noch relativ jung, zwischen 8 und 10 Jahre alt. Es gab keine Auswahl, das Mittagsmenü wurde durch eine kleine Öffnung in der Wand gereicht. Als ich an der Reihe war und vor der kleinen Wandöffnung stand, beobachtete ich wie die Küchenfrau, den eigentlich servierfertigen Teller noch einmal zurückgenommen hat, um ihn noch voller zu machen. Sie legte noch einiges mehr drauf. Es war ein kurzer Augenblick, und trotzdem reagierte ich. Ich erlebte so etwas wie eine freudige Überraschung. Wow! Die Küchenfrau legt mir Extra-Zeugs auf meinen Teller!! Ich war ziemlich erfreut und konnte es nicht erwarten meinen Teller entgegen zu nehmen. Als sie es schließlich durch die kleine Luke reichte, trat ein Lehrer, der bis dahin hinter mir stand und den ich nicht bemerkt habe, nach vorne und nahm dankend den Teller entgegen. Ich erlebte so etwas wie einen Internen Energie Kollaps – all die angehäuften Hoffnungen und Begehren in Bezug auf diesen ‘vollen Teller’ fielen wie ein Kartenspiel zusammen – ich war total enttäuscht und zusätzlich fühlte ich mich beschämt und verurteilte mich selbst, dass ich so ‘naiv’ und ‘doof’ war zu glauben, dieser Teller wäre für mich bestimmt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe ein Begehren in Bezug zu jenem Teller erschaffen zu haben, was nichts anderes bedeutet, als dass ich glaubte, dass mich dieser Teller in gewisser weise ‘glücklicher’ machen würde. Ich habe die Beziehung zu mir selbst von diesem Teller abhängig gemacht, ich habe mich mit diesem Teller identifiziert, und als die Küchenfrau diesen Teller mit Extras belegte, erlebte ich es so, als ob sie mich damit ‘würdigen’ würde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe riesen Hoffnungen und Begehren auf den Teller und das Essen projeziert zu haben, ohne zu realisieren wie ich den Teller in ein Symbol meiner Begehren und Hoffnungen innerhalb meines Bewusstseins umgewandelt habe, und ich praktisch keinen ‘Teller mit Essen’ mehr vor mir sah, sondern einen ‘energetischen Mehr-Wert’, der mir ein ‘besseres/positives/gutes Gefühl’ zu bescheren verhoffte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich mit den Hoffnungen und Begehren identifiziert zu haben, so dass ich wirklich glaubte, dass mir ohne diesen Teller etwas ‘fehlen’ würde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Hoffnungen und Begehren als etwas ‘positives’ zu interpretieren, dabei basiert Hoffnung und Begehren auf ‘Negativität’, weil ich in Wahrheit zum Ausddruck bringe, dass mir etwas ‘fehlt’ – ich kreiere wirklich eine ‘Negativität’ mit Hoffnungen und Begehren, die ich dann glaube mit dem Objekt meiner Begierde ‘befriedigen’ zu können.

Fortsetzung folgt…



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