Tag 331 – Sich um etwas ‘kümmern’ – Teil 5

15. Januar 2014
http://www.deviantart.com/art/Comely-317633701

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Dieser Blog ist eine Fortsetzung:
Tag 326 – Sich um etwas ‘kümmern’ – Teil 1
Tag 327 – Sich um etwas ‘kümmern’ – Teil 2   
Tag 328 – Sich um etwas ‘kümmern’ – Teil 3
Tag 329 – Sich um etwas ‘kümmern’ – Teil 4                                                                

In diesem Schreiben gehe ich den folgenden Punkt durch: Die Aufarbeitung meiner Kindheits-Erinnerung, das Loslassen dieser Konditionierung.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine ablehnende Haltung gegenüber kranken, verletzen Menschen zu haben, ohne zu realisieren, wie ich mich von einer Emotion habe leiten lassen, anstatt sie an Ort und Stelle zu erforschen und zu entlarven.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor Krankheiten zu haben, weil sie ‘ansteckend’ sind und auf einer mir unbegreiflichen und unsichtbaren Ebene ‘agieren’, das heißt ich sehe zwar die ‘Folgen’ und ‘Symptome’ von Krankheiten, wodurch aber im Detail verursacht werden, und wie und warum sie entstehen, weiß ich nicht, oder zumindest wußte ich es als ein Kleinkind nicht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass wenn ich Krankheiten ignoriere und Kranken, Verletzen aus dem Weg gehe, dass ich Krankheiten/einer Ansteckung so entkommen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe den unangenehmen Geruch von Chemikalien, sprich antibakteriellen Reinigungsmitteln, Medikamenten etc. mit einer negativen Bewertung aufzuladen, und gleichzeitig diese auf die Patienten zu spiegeln, die ebenfalls nicht ‘gesund’ und ‘normal’ (meine Kindheitserinnerung) rochen und auch aussahen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben krank zu sein und zu ‘stinken’ und ablehnend auf andere zu wirken – ohne zu realisieren, dass es mein eigenes Urteil war, vor dem ich die größte Angst hatte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe die Wörter der Erwachsenen/Krankenschwestern, die mit ihren eigenen Ängsten, Glaubensvorstellungen, Gefühlen und Emotionen ‘verseucht’ waren als mich Selbst kopiert und integriert zu haben, ohne zu realisieren, dass wenn ich Urteile und Bewertungen, Definitionen von Wörtern übernehme, sie dann ein Teil meiner Selbst werden und mein ein weiteres Leben, mein Verhalten auf einer unterbewußten Ebene lenken und steuern werden – denn auch wenn ich nichts unangenehmes mehr rieche, oder die Umgebung auch nicht mehr ein Krankenhaus ist, habe ich mein Verhalten derart konditioniert und automatisiert, dass ich praktisch nicht mehr wußte, was und warum ich es tat, warum ich keine Emotion des ‘Mitleids’ hatte, so wie ich glaubte, dass es normal wäre, wenn man einem Kranken und/oder Verletztem Menschen begegnet, und ich mich darin selbst-verurteilt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe ‘Mitleid’ abzulehnen, es zu unterdrücken und zu verdrängen, als ich die Erwachsenen/Besucher/Krankenschwestern voller ‘Mitleid’ über die Kranken/Verletzten sprechen hörte, und ich auf gar keinen Fall in diese ‘erbärmliche’ Situation kommen wollte, wo andere auch so über mich sprechen würden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe die Pflege anderer hilfsbedürftiger Menschen und auch anderer Wesen mit ‘Mitleid’ verwechselt zu haben, vorallem mit den Emotionen, die wir darin eingebettet haben.

Ich verpflichte mich die Wörter ‘Mitleid’ ‘Sorge’ ‘Pflege’ in Zukunft nicht zu verwechseln und sie von Ängsten und Emotionen zu bereiningen und eine neue Lebensweise als mich Selbst zu etablieren. Ich realisiere, dass ‘Pflege’ überhaupt kein ‘Mitleid’ bedarf – jemandem anderen aber auch mich selbst zu pflegen ist ein Mindestmass an Respekt dem Leben gegenüber und sollte deshalb eine Entscheidung – für das Leben und nicht gegen das Leben – sein.

‘Pflege’ sollte auch Verantwortung beinhalten: die Selbst-Verantwortung für den eigenen Körperzustand und darin eins-und-gleich für den Zustand aller Körper als sich Selbst. Wir sollten ‘Pflege’ auch als ‘Vorbeugung’ sehen, die Maßnahmen, die wir unternehmen um unnötigen Leid vorzubeugen, damit kein Mensch fahrlässig in einem Krankheitszustand endet.

Ich verpflichte mich in Zunkunft in Situationen von denen ich weiß, dass sie dieses konditionierte Verhalten triggern würden, im Gewahrsein zu begegnen, zu atmen und meine Anwendung nicht dem AUtomatismus zu überlassen, sondern es als eine Chance wahrzunehmen, mich neu auszurichten und mein Leben mit dem Prinzip ‘am Besten für alles Leben’ anzugleichen.

 



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