Tag 294 – Meine Widersprüchliche Beziehung zu Kochen

24. Oktober 2013

Cutlery-Heart_476x357Manchmal sage/denke ich wie gerne ich koche und machmal sage/denke ich genau das Gegenteil davon. Wenn das mal keine Polaritäts-Beziehung ist. Eine Hass-Liebe. Von denen ich so einige im petto habe. So nach und nach, entdecke ich, dass alle meine heutigen Beziehungen innerhalb einer Polarität existieren – einem Positiven und Negativen Pol. Und dass sich mein Selbst-Verständnis/Selbst-Bild/Individualität vorallem aus dem daraus resultierenden Konflikt ‘nährt’.

Ich kann völlig widersprüchliche Dinge behaupten und weiterhin so tun, als ob es die ‘Wahrheit’ wäre. Wenn ich in einer Situation behaupte, dass ich ‘Kochen liebe’, glaube ich ja selbst daran, ich verkörpere die ‘Ich liebe kochen’-Persönlichkeit, die sich aus ganz bestimmten Selbst-Definitionen, Erinnerungen, Gefühlen, Absichten, Zielen, Interessen aufbaut. Genauso (nicht selbstehrlich) ‘wahr’ ist die ‘Ich hasse Kochen’-Persönlichkeit.

Ich bin neulich drüber gestolpert, als mir klargeworden ist, dass ich im Allgemeinen behaupte, dass ich ‘gerne koche’ und doch habe ich seit einer sehr langen Zeit nicht für mich selbst/alleine gekocht. Ich koche gerne für Menschen, die ich mag. Für mich selbst koche ich nicht so gerne, z.B. klar zu erkennen im Internen Selbstgespräch: “Für mich alleine, lohnt es sich nicht zu kochen” = Ich bedeute mir anscheidend selbst nicht besonders viel. Dies ist ein ziemlich praktischer Beweis dafür, dass es innerhalb der Beziehung zu mir Selbst nicht viel ‘Liebe’ gibt.

Da ich gerne für andere koche, insbesondere Menschen, die ich mag – und je mehr ich sie mag, desto mehr mag ich für sie kochen – sehe und erkenne ich, dass ich eine unehrliche Beziehung/Verknüpfung zwischen ‘Liebe’ und ‘Kochen’ kreiert habe. Und weil ‘Liebe’ innerhalb der Beziehung mit und als mich Selbst nicht exisitert = erklärt es sich von selbst, warum ich es sogar ‘nicht mag’ für mich selbst zu kochen = Ich ‘hasse‘ es sogar.

Darin existiert auch dieser Punkt, dass ich ‘Kochen’ als ‘Routine’ nicht besonders mag. Jeden Tag dasselbe. Erstaunlich die Entdeckung wie wir alles Physische, das tatsächlich eine ständige Wiederholung ist – der Atem, der Herzschlag usw. – dass wir es als ‘langweilig’ verurteilen, gerade weil es ‘stabil’ ist und keine ‘Spannung’ beinhaltet. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Physische Bewegung, wie das Einatmen und Ausatmen, tatächlich nicht mit der ‘Energie-Fluktuation’ gleichzusetzen ist. Es ist keine Polaritäts-Beziehung – das Physische exstiert in Einheit und Gleichheit als LEBEN HIER.

‘Energie’ ist somit nichts anderes als ein (schlechter) Klon-Versuch der Physischen Realität. Die vorprogrammierte und automatisierte Bewegung zwischen dem Positiven und Negativen, ist ein Mechanischer Versuch das LEBEN zu simulieren. ‘Energie’ ist ein ‘System’ – ein ‘Polaritäts-System’.

Meine Beziehung zu ‘Kochen’ offenbart somit ein ‘System’ – das ich in-mir und als-mich akzeptiert und zugelassen habe. Das ist doch mal eine echte Gelegeneheit, das ‘geklonte’-Pseudo-Leben ‘System’ als mich Selbst zu entlarven und mich direkt als LEBEN hier in Einheit und Gleichheit neuzuschaffen.



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