Tag 293 – Augen zu und durch

20. Oktober 2013
http://www.deviantart.com/art/with-wide-eyes-closed-108834982

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Ich habe beobachtet, dass wenn mir alles zu viel wird und ich mich in gewissem Sinne überfordert fühle, aber auch wenn mich ein Internes Selbstgespräch martert – schließe ich meine Augen und säufze oft dabei.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, was ich da eigentlich tue und das Schließen meiner Augen und das Säufzen einfach so akzeptiert zu haben, dass ich es gar nicht hinterfragt habe, was  ich da eigentlich tue und warum.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass wenn ich meine Augen schließe, ich eigentlich ‘aufgebe’ und den Punkt markiere, wo ich mich ‘geschlagen’ gebe – deshalb schließe ich die Augen – und eigentlich ist es auch keine selbst-bestimmte Bewegung – ich schließe sie automatisch – das System in-mir und als-mich sagt ‘jetzt ist genug’.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich mit der Akzeptanz dieses Verhaltens meine Unterlegenheit gegenüber und als ‘Energie’ zementiere – ich legitimisiere damit die ‘Energie’ und folglich auch die ‘Überwältigung’.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich damit in Separation von mir Selbst zu der (von mir selbst erzeugten) Energie sage: “Alles klar, ich gebe mich geschlagen, du hast gewonnen” – ich kreiere damit Selbst die ‘Illusion’ und mache sie auch ‘real’.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich eigentlich das Gegenteil davon mache, was ich mir ‘erhoffe’: nämlich die ‘Energie’-Erfahrung zu stoppen, dabei untermauere und bestätige ich sie: mit und durch die Kapitulation bestätige ich die ‘Macht’ die die ‘Energie’ über mich hat.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich energetische Erfahrungen niemals in Separation von mir Selbst stoppen kann — ich kann praktisch nicht ‘aufgeben’ im Sinne von ‘mich geschlagen geben’ – Ich muss die Erfahrung ALS mich Selbst stoppen und meine Teilnahme darin ändern.

Wenn ich also das nächste Mal gewahr werde, dass ich meine Augen schließe und säufze, weil mich Bewusstseins-Prozesse zu überwältigen ‘scheinen’ – renne ich sozusagen nicht weg, sondern schaue mir die ‘Natur’ dieser Bewusstseins-Prozesse an, ich schaue mir an, was ich da eigentlich in der Beziehung zu mir selbst und als mich selbst zugelassen und akzeptiert habe, und dann vergebe ich sie mir ALS mich selbst.

Ich realisiere, dass es nicht ‘ausreicht’ zu warten, oder zu hoffen, dass ‘Energie’ von alleine ‘vergeht’. Dies tut sie ohnehin – auch ohne Hoffnung und ohne Warten. Es ist die Natur von ‘Energie’ zu vergehen, wenn sie ‘verbraucht’ ist. Ich realisiere, dass ich der ‘Verbraucher’ bin, und solange ich mich selbst als der ‘Verbraucher’ nicht korrigieren und ändern werde, werden solche Energetischen Erfahrungen immer wieder vorkommen und sich in einer nicht endenden Schleife wiederholen. Mit dem verschließen meiner Augen – sabotiere ich meine Selbst-Änderung.



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