Tag 284 – Stress | Der Preis für den Erfolg

26. September 2013

http://www.deviantart.com/art/your-death-creates-success-20620337

Ich habe letzte Woche Freitag einen Job angenommen, den ich so noch nie gemacht habe. Die Deadline war am Dienstag. Ich konnte den folgenden Punkt beobachten. Die Selbst-Vergebung der letzen Tage in Bezug auf ‘Stress’ hat mich ziemlich stabilisiert. Ich bin nicht gleich ausgeflippt und hatte bei der Vorstellung etwas ‘Neues’ machen zu müssen – eine Aufgabe, die ich bis dato noch nie gemacht habe – nicht reagiert. Ich habe das ‘MÜSSEN’ tatsächlich in ‘KÖNNEN’ umdefiniert. Ich habe es als eine Chance gesehen, mich als Grafikerin zu entwickeln und meine Kenntnisse auszubauen. Da tauchte in mir eine andere Stimme auf – “Hey! Du bist ja ganz ruhig, warte mal ab, Du wirst schon sehen, wohin Dich ‘die Ruhe’ führt”.

Dieses Interne Selbstgespräch/Back-Chat offenbart meinen unterschwelligen Zweifel daran, dass ein Leben ohne ‘Stress’ möglich ist, oder genauer ausgedrückt, dass ich ohne ‘Stress’ tatsächlich etwas leisten und vollbringen kann.

Diese ‘Rest-Zweifel’ – wie ich sie hier nennen möchte – sind besonders fiese ‘Gestalten’. Denn unterbewusst boykottiere ich damit die Gelegenheit ‘Stress’ komplett zu überwinden. Mein Anfangspunkt wäre immer noch ANGST. Lasse ich diese ‘Rest-Zweifel’ bestehen, versuche ich mir in meinem Handeln/meiner Selbst-Anwendung zu beweisen, dass ein Leben ohne ‘Stress’ doch möglich ist, meine Motivation/Grundlage würde immer noch das ‘Versagen’/bzw. die ‘Angst vor dem Versagen’ sein. Damit würde ich — in der winzigsten Ecke meiner Selbst — die Verknüpfung zu/als ANGST rechtfertigen und würde dann auch ‘selbstverständlich’ den Ausgang/das Ergebnis ‘positiv’ bewerten und es als ‘Erfolg’ positiv definieren, sollte ich den Job erfolgreich abschliessen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe daran zu zweifeln, dass ein Leben ohne Stress möglich ist, weil ich in meinem Unterbewusstsein, also in den tieferen Schichten meiner Selbst glaube, dass ich ohne Stress und Angst nichts leisten und vollbringen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass jede Art von zielorientierten Handlungen/Bewegungen nur zum ‘Erfolg’ führen können, wenn Angst und Stress die Motivatoren sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Erfolg und Stress/Angst derart zu konditionieren, dass ich ‘Erfolg ohne Stress’ für unmöglich halte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass Stress der ‘Preis’ des Erfolgs ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe nicht die polarisierte Mechanik hinter meinem Glauben zu sehen, zu erkennen und zu verstehen: dass Stress/Angst der NEGATIVE Punkt ist und Erfolg der POSITIVE Punkt, und dass meine Bewegungen in meinem Leben immer nur das Ergebnis der Schwingung zwischen diesen Polen waren – und ich gewissermaßen ein ‘Erfolg’-Roboter war, immer auf der Suche nach dem nächsten ‘Erfolgserlebnis’, ohne zu realisieren, dass der Preis den ich dafür gezahlt habe immer ich SELBST war, weil ich meinen Physischen Körper wie ein Kraftwerk als eine Energie-Quelle angezapft habe, mich ‘stressen’ mußte, weil ich glaubte nur so ein ‘Erfolg’ generieren zu können.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich durch die positive Aufladung von ‘Erfolg’, es zu etwas ganz ‘Besonderem’ gemacht habe, das NICHT ohne einen Preis daherkommt — Ich muss sozusagen ‘leiden’, mich ‘anstrengen’ — mit anderen Worten mich selbst ‘verbrauchen’, ‘stressen’ und ‘Energie’ generieren, um letztendlich etwas zu ‘bekommen’, was ich von Anfang an hätte haben können — denn Erfolg als ein Abschließendes Ergebnis einer Handlung sollte ganz natürlich sein — Wir machen etwas, wir erledigen eine Aufgabe Schritt für Schritt bis sie ‘ERFOLG’t ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich ein Eigen-Interesse innerhalb von ‘Stress’ verfolgen konnte, wenn ich durch die Ansammlung der Negativen Energie ‘Stress’ ein Positives Energetisches Erlebnis als ‘Erfolg’ feiern konnte.

Deshalb verpflichte ich mich das Wort ‘Erfolg’ für mich und als mich umzudefinieren: indem ich die Positiven Energien darin loslasse und sie mir selbst vergebe. Ich realisiere, dass ich meine Selbst-Erfahrung polarisiert habe und mich von ‘Energie’ abhängig gemacht habe, ohne zu sehen, erkennen und verstehen, dass das ‘Gute Gefühl’ innerhalb eines Erfolgserlebnisses mit einem sehr hohen Preis daher kommt – dem ‘Stress’, der Negativen Energie Generation und deren Ansammlung — und dass beides völlig unnötig ist, um Aufgaben/Jobs zu erlegiden. Denn Aufgaben/Jobs/Verpflichtungen sind KEINE ‘Gefühle’ und brauchen KEINE ‘Gefühle’. Eine selbst-bestimmende und selbst-verantwortliche Bewegung/Motivation sollte auf einer selbst-ehrlichen Entscheidung basieren und der Betrachtung der Konsequenzen für mich Selbst und für alle Lebewesen als mich Selbst, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse meiner Handlungen immer am Besten für alle sind und NICHT ob sie mich als Ego ‘gutfühlen’ lassen ungeachtet der Konsequenzen.



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