Tag 280 – Stress | Die Taucherglocke

9. September 2013

Praktischerweise werde ich zur Zeit in meiner Arbeit derart herausgefordert, dass ich fast täglich ‘Stress’ erfahre. Zuletzt habe ich eine solche Belastung vor 10 Jahren erlebt, als ich an meiner 6-monatigen Diplomarbeit gearbeitet habe. Damals führte der ‘Stress’ dazu, dass ich Schwierigkeiten mit meinem Magen bekam, die immer wieder auftauchen – sie wurden chronisch sozusagen. Der damalige Ausgangspunkt war vorallem die ‘Angst’ zu Versagen und ‘Etwas’ wichtiges zu verlieren – ein jahrelanges Studium in den Sand zu setzten und so ist es auch heute, wenn ich diese spezifische Angst-Form erfahre, bekomme ich Magenschmerzen. Es ist mir durch die Selbst-Vergebung gelungen, mich effizienter mit dieser Angst-Form auseinanderzusetzen und diese spezielle Energie-Form nicht anzusammeln, deshalb kommen diese Magenschmerzen nicht mehr so oft und so heftig vor. Eins steht also fest: ‘Stress’ macht krank.

Die ‘Stress’-Erfahrung, die ich aktuell erlebe ist ziemlich krass. Meine Herzfrequenz erhöht sich, mein Körper wird steif, ich vernachlässige/vergesse die Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Nach einem Arbeitstag fühle ich mich ausgelaugt. Der Vergleich mit einem AKW liegt nahe, ich generiere ‘Stress’-Energie – spalte und zersetze mich Selbst – meinen Physischen Körper. Es ist schon merkwürdig, dass dies noch keinem aufgefallen ist – wird agieren wie Fabriken – wir nutzen das Physische um Energie zu erzeugen, solange bis alles abgebaut, verbraucht und leer ist.

Mit dem Desteni-Ich-Prozess — den ich an dieser Stelle jedem der unter Stress leidet ans Herz legen möchte — habe ich einen Ausweg gefunden, mit meinem Schreiben, werde ich meinen Prozess öffentlich auslegen. Meine jetzige Arbeitssituation dauert seit 6 Wochen an und wird so bleiben, noch ca. 4 Wochen lang. Ich werde es als eine Chance nutzen, mir Selbst als die ‘Stress-Persönlichkeit’ zu begegnen und die Mechanismen dahinter entlarven.

Bevor ich mein heutiges Schreiben abschließe, möchte ich noch meinen heutigen Tag dokumentieren, um zum späteren Zeitpunkt, dieses Schreiben nutzen und damit arbeiten zu können. Ich bin nach 2 Jahren Prozess fähig, mit ein wenig mehr Abstand und mehr Gewahrsein meine Selbst-Anwendung zu betrachten, damit meine ich all die Bewusstseins-Prozesse, die während einer ‘Energetischen Erfahrung’ stattfinden. Ich selbst habe heute folgendes beobachtet, in einem Moment, in dem mich der ‘Stress’ zu überwältigen schien bzw. mich tatsächlich überwältigt hat, spaltete sich mein Bewusstsein. Ich habe mich sozusagen von der Seite beobachten können. Dabei erlebte ich mich Selbst wie in einer Taucherglocke. Meine Bewegungen waren langsam und verzerrt. Meine Aufnahmefähigkeit war verringert. Wenn ich von der Seite angesprochen wurde, reagierte ich nur sehr langsam. Ich war nicht ich selbst. Ich sprach sogar in einer mir neuen/fremden Weise, wie ich finde, einsilbig, abgehackt und irgendwie beschränkt. Ich habe nicht die üblichen ‘Persönlichkeiten’ aktivieren können. Daran ist deutlich zu erkennen, welche Ressourcen ‘Stress’ von mir fordert und tatsächlich fördert. Ich habe ‘Stress’ nie so limitierend empfunden. Ich war wie gelähmt und gefangen.

Was mir noch aufgefallen ist, ist wie andere auf Gestresste Menschen reagieren. Gestresste Menschen wirken wie die Negative Seite eines Magneten. Man hält Abstand. An der Oberfläche möchte man denken, dass man den Gestressten nicht ablenken und noch mehr belasten möchte, aber was sagt es über uns als Menschheit aus? Die versteckten Motive werden wohl tiefer gehen, die Angst selbst vom ‘Stress’ ‘angesteckt’ zu werden, oder mit in die Verantwortung gezogen zu werden, sind eher treffend. ‘Stress’ ist somit auch eine Erfahrung der Separation. Wäre LEBEN als WERT etabliert, würden wir keine Sekunde zögern, um einen in einer solchen Bewusstseins-Erfahrung ‘gefangenen’ Mitmenschen zu helfen und zur Seite zu stehen, sein ‘Stress’ zu lindern und vor allem dieser Erfarhung vorzubeugen. Wir würden das Leben nach Prinzipien ausrichten, die real existente stressige Arbeitssituationen als nicht akzeptabel geltend machen würden. ‘Stress’ ist absolut unnötig und zu nichts Konstruktiven zu gebrauchen. Es läßt uns altern, krank werden und früher sterben. Und doch ist niemand anderes für diese Erfahrung verantwortlich als jeder einzelne von uns. Warum tun wir uns das an? Ich für meinen Teil, werde alles dransetzen, diese Erfahrung als mich Selbst zu stoppen.



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