Tag 274 – Individualität

16. August 2013

http://www.deviantart.com/art/Individuality-129422182

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe meine persönliche Individualität zu lieben, ohne zu realisieren dass diese Liebe auf der Angst begründet: Gleich mit Allen anderen Aspekten des Lebens zu sein — und so habe ich verkannt, dass die Liebe zur Individualität, so wie ich sie definiert und ausgelebt habe viel mehr Trennung und Separation war und ich mich damit vom Leben in Einheit und Gleichheit getrennt habe — also die Trennung als mich Selbst manifestiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe zu glauben, dass mich meine persönliche Individualität auszeichnet und besonders macht, ohne zu realisieren, wie ich mich zu einem Wettbewerbsprodukt umgeformt habe und somit eine Überlebensstruktur geschaffen habe, wo alle Individuen mir gleich, im Wettbewerb zu einander stehen, weil Wettbewerb immer ein Wettkampf ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu realisieren, dass die heutige Definition von Individualität und die Weise wie wir sie ausleben, völlig verdreht und mißverstanden ist – sie ist eine wohlklingende Tarnung für alles Selbst-Süchtige und Selbst-Interessierte geworden und die Rechtfertigung für unzähliges Leiden auf der Erde — weil wir in unserer Selbst-Herrlichheit so verblendet sind, dass wir das Leid anderer nicht mehr als uns Selbst nach-/mitempfinden können und völlig vom Physischen Leben als Einheit und Gleichheit separiert sind.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe alle Bewegungen in meinem Umfeld, nur auf meinen Selbst-Nutzen zu prüfen und zu bewerten, ohne die Beschränktheit und Limitation dieser Sicht- und Lebensweise zu erkennen und zu verstehen, dass solange nicht alle Bewegungen immer und überall zum Wohle von Allen sind, sie auch für mich keine tragbare und nachhaltige Ergebnisse/Folgen/Resulate/Ziele haben werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu realisieren, dass wenn ich meinen Selbst-Nutzen auf eine solche Weise individualisiere, dass ich mich völlig separiert von allen anderen sehe — ich eigentlich eine nur in meinem Kopf/Bewusstsein existente Wahnvorstellung/Paranoia entwickle — die jegliche Physischen Tatsachen verleugnet und ignoriert. Dies ist zum Beispiel in der Verdrehten Vorstellung über Umweltschutz deutlich zu sehen, wo wir nicht kappieren, dass egal welche Wasserquellen oder Nahrungsquellen wir verpesten, verunreinigen, oder ob wir das Meer hier oder da Leerfischen — die Konsequenzen von Mißbrauch und Zerstörung der Natur und Tierwelt, werden wir als Gesamte Menschheit zu spüren bekommen. Oder zum Beispiel innerhalb des ‘Bio-Marktes’, wo scheinbar zwei separierte Märkte existieren: ein ‘gutes’ und ‘schlechtes’ ‘Essen’ produziert wird — als ob man die Natur ‘aufteilen’ könnte, als ob das Grundwasser oder die Luft aufteilbar wären.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mir in meinem Kopf/Bewusstsein eine separierte Vorstellung von mir als Individuum gemacht zu haben, und dieser mehr zu glauben als den real existenten Tatsachen, zum Beispiel, dass ich ein Lebendiges Stück Fleisch bin, das aus Atomen und Molekülen besteht — eins-zu-eins mit Allem Existenten und es darin überhaupt keinen Unterschied gibt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu realisieren, dass wenn ich auf der Fundamentalen Ebene, die alles Leben verbindet — der Erkenntnis, dass wir alle Leben sind und aus der gleichen Substanz bestehen — dafür Sorge trage, dass alles Leben eins und gleich unterstützt und gefördert wird — ich damit das Leben auf allen seinen Ebenen und in allen Aspekten ehren werde und somit eine Existenz erschaffe, die am Besten für alle ist — und die geilste Lebens-Erfahrung überhaupt — für jedes einzelne separierte Individuum garantiere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht zugelassen und mir nicht erlaubt habe zu realisieren, dass Individualität, die auf Selbst-Interesse basiert immer Wettbewerb als Folge und damit als Konsequenz eine Welt des Verzweifelten Nehmens = Zerstörens haben wird. Hingegen würde eine Menschheit, die ihr Leben auf dem Prinzip ‘am Besten für alles Leben’ begründet als Folge eine Gleiche Gesellschaft erschaffen, wo jedes Individuum in seinem vollen Potenzial gefördert und gefordert wird, und eine Balance zwischen Geben und Nehmen vorherrscht und somit eine nachhaltige, sichere, angstfreie, himmlische Welt zum Vorschein treten kann.

Ich verpflichte mich die Worte Liebe und Individualität nicht mehr als Polaritäten auszuleben, also auf eine Weise, in der ich mich Selbst oder irgend etwas anderes oder jemanden anderen hervorhebe oder erniedrige, sondern als Prinzipien eines ausgeglichenen Gebens und Nehmens — Wo ich als Individuum all den anderen Individuen gebe, wie ich selbst empfangen möchte — Und die Liebe ein Maßstab ist, allen Individualisierten Lebensformen als mich Selbst die bestmögliche Unterstützung bereitzustellen, sodass die Gleichung immer 1+1=2 lautet und keine Lebensform jemals aus der Gleichung gelassen und ignoriert wird.

Ich verpflichte mich meine Individualität als meinen Punkt der Verantwortung zu sehen und zu leben, als eine Lebens-Einheit, die NICHT von allen anderen Lebens-Einheiten getrennt ist, weil alles was ich innerhalb und außerhalb meiner eigenen individuellen Lebens-Einheit zulasse und erlaube, Konsequenzen für alle Lebens-Einheiten hat.

Und immer wieder realisiere ich eine simple Sache: Es geht im Prozess nicht darum, irgend etwas aufzugeben — Individualität aufzugeben — dies ist einfach nicht-möglich — Wir sind Individualisiertes Leben — Individuelle Lebens-Einheiten — Es geht darum all die Illusionen, die wir mit Begriffen/Worten wie zb. Individualität verbunden haben zu klären und zurück zur ‘Realität’ zu finden und diese Begriffe/Worte umzudefinieren und sie mit der ‘Realität’ anzugleichen. Und auf diese Weise uns Selbst als diese Realität zu erkennen.



Post a new comment

Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.