Tag 270 – Ich stell’ mich dumm (1)

7. August 2013

In den letzen Tagen ist es zweimal vorgekommen, dass ich ein ‘Gefühl der Irritation’ erlebt habe und erst im Nachhinein die Situation für mich ‘entschlüsseln’ konnte. Ich habe festgestellt, dass ich mich in bestimmten Situationen innerhalb von Freundschaftsbeziehungen quazi ‘dummstelle’, um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Das ‘Gefühl der Irritation’ ist gewissermaßen ein Deckmantel, mit dem ich meine eigenen Reaktionen/Bewusstseins-Prozesse vor mir Selbst ‘verberge’, dabei unterdrücke und verdränge ich alles, um später in Internen Selbstgesprächen Vorwürfe und Verurteilungen zu kreieren – gegen mich selbst bzw. gegen den ‘Freund’/’Freundin’. Nach Aussen versuche ich eine ‘Gute Freundin’ zu sein, was für mich bis heute immer bedeutet hat, dass ich mein Gegenüber so hinnehme, akzeptiere und toleriere, wie ‘er/sie eben so ist’ — und ich unterdrücke alles in mir aufsteigende – das Innere -, damit ja kein Konflikt entsteht. Damit erschaffe ich untragbare Widersprüche und Konflikte innerhalb und als mich Selbst – also ziemlich genau das, wovor ich die grösste Angst habe. Schon faszinierend, wie ich all das was ich im Äußeren ‘verberge’, sich in Inneren ‘ansammelt’ und ‘anstaut’ — und die ‘Gute Freundin’, die ich nach Aussen mime, im Inneren ein echtes ‘Lästermaul’ ist.

Diese Verhaltensweise beinhaltet einige Dimensionen, wie zum Beispiel die Definition einer ‘Guten Freundin’, Angst vor Konflikten, projezierte Urteile und Vorwürfe, Unterdrückung und Verdrängung. In kommenden Blogs werde ich die einzelnen Punkte ablaufen.



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