Tag 263 – Sei kein Arschloch! – Entscheidungs-Paranoia (3)

23. Juli 2013

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Also, soweit ist mir eine Sache klar geworden. Ich habe mich NIE ENTSCHIEDEN ‘Wer ich bin’ — was ich in Einheit und Gleichheit als Leben im-mir und als-mich zugelassen und erlauben möchte. Ich habe mich in Separation von mir selbst an die Externen Begebenheiten angepasst, verstellt und so unzählige ‘Schein-Ich’s entwickelt, die bestimmten Eigen-Interessen gefolgt sind. Als Grundlage diente mir eine Glaubens- und Definitionsvorstellung, dass ich eine Wahl hätte mich innerhalb der Polarität entscheiden zu können — entweder ein ‘Arschloch’ zu sein und tun und lassen zu können was mir gefällt, meinen eigenen Erwartungen, Meinungen, Vorstellungen folgend oder ein ‘Guter Mensch’ zu sein und mich den Erwartungen, Meinungen, Vorstellungen der Anderen zu ‘beugen’. Ein Weg außerhalb dieser Polarität war mir unbekannt. Ich war mir nicht einmal gewahr, dass ich mich innerhalb dieser Polarität bewegte und so immer wieder gleiche Verhaltensmuster ausgelebt habe, die zu immer wieder gleichen Ergebnissen führten, egal wie rum ich es versucht habe. Ich habe tatsächlich geglaubt, mein ‘Wille’ wäre ‘frei’ und ich könnte ‘wählen’, wie ich bin und wie ich mich verhalte. Dabei habe ich immer aus zwei ‘Vorgegebenen Gegensätzen’ ‘wählen’ dürfen, die ich Selbst für mich als ‘Parameter’ vorprogrammiert, definiert und limitiert habe, so dass ich heute sagen kann, dass meine ‘Freie Entscheidung’ eigentlich eine ‘Wahnvorstellung’/Paranoia war.

Ich werde heute damit beginnen, die ‘Arschloch’-Seite der Polarität abzulaufen und die Selbst-Vergebung anwenden, die praktischer Weise der ‘Lösch-Knopf’ des Bewusstseins ist, der mir erlaubt meine Programmierung zu entlarven, und mir über die Details gewahr zu werden, so dass ich im nächsten Schritt mit den Selbst-Korrektur-Leitsätzen eine neue Selbst-Anwendung als mich Selbst niederschreiben und bestimmen werde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mir eine Vorstellung vom ‘Arschloch-Dasein’ in meinem und als mein Bewusstsein geschaffen zu haben, wo ich glaubte, dass wenn ich meine Wünsche und Begehren ungeachtet der Meinung der Anderen auslebe, dies mich zum ‘Arschloch’ macht.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass wann immer ich meinen Wünschen und Begehren gefolgt bin, ich mich automatisch als ein ‘Arschloch’ gefühlt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich einen ständigen Konflikt in-mir und als-mich geschaffen, zugelassen und akzeptiert habe, weil ich das ‘Arschloch-Sein’ als ‘negativ’ bewertet habe, und ich somit immer ein ‘Schlechtes Gewissen’ hatte, wenn ich meinen Wünschen, Begehren und Vorstellungen gefolgt bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich die Definition vom ‘Arschloch’ selbst erfunden und gewissermaßen in-mir und als-mich programmiert habe, und dies nichts mit den Anderen zu tun hatte, oder damit was Andere über mich denken — dieses Urteil war tatsächlich ein Selbst-Urteil und der Konflikt – ein selbst-erschaffener Konflikt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Taten, Gedanken und Worte danach zu bewerten, was ich glaubte, was Andere darüber denken könnten — auf diese Weise versuchte ich die Gedanken der Anderen, durch eine angepasste ‘Erscheinung’ manipulieren zu können, so dass ich immer noch nach aussen ‘gut’ dastand, ohne zu realisieren, dass dies alles alleine in meinem Kopf/Bewusstsein stattfindet und eigentlich ein ‘Wahn’ ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich durch die Illusion der Anderen in meinem Kopf/Bewusstsein mich innerhalb von mir selber aufgespalten habe, und es eigentlich immer nur ich Selbst war und niemals die Anderen und dies die Grundlage meiner Entscheidungs-Paranoia ist, weil ich mich gewissermaßen nicht entscheiden konnte – ‘Wer ICH bin’ – und so habe ich meine Selbst-Trennung auf ‘Andere’ im-und-als Bewusstsein projeziert.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass ich den ‘Arschloch’-Wahn hätte stoppen können, wenn ich einfach die Verantwortung für mich Selbst getragen hätte und mich in Einheit und Gleichheit als alles LEBEN klar entschieden hätte ‘Wer ich Bin’, was bedeutet, dass ich meine Taten, Gedanken und Worte nicht in Separation von mir Selbst ‘bewertet’ hätte, sondern als das was ich in-mir und als-mich schaffen, zulassen und erlauben möchte, welche Konsequenzen/Folgen/Ergebnisse meine Worte, Gedanken und Taten als meine Kreation haben.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es verhindert habe mich realisieren zu lassen, dass die Bewusstseins-Separation in Wahrheit ein Trick ist, die Verantwortung von sich zu schieben, um doch noch seinen Geheimsten Begehren und Wünschen nachzugehen, “weil es sind ja ‘die Anderen’, die finden, dass ich ein ‘Arschloch’ bin”, alles was ich sicherstellen mußte ist ‘nur’, dass ich die ‘Konsequenzen’ ignorierte, was jedoch nicht schwer fiel, weil ich in diesem ganzen Wahn zur Meisterin in Selbst-Täuschung wurde.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es verhindert habe mich realisieren zu lassen, dass ich im-und-als Bewusstsein meine Taten, Gedanken und Worte immer nur von ‘außen’ ‘bewerten’ werde und kann, weil es die Natur des Bewusstseins ist — Ein Spiegelbild/Projektion zu erschaffen, weil das Bewusstsein selbst eine Spiegelung/Projektion ist. Und weil es eine Tatsache ist, dass Spiegelbilder/Projektionen NICHT ‘real’ sind, kann man sie nach belieben manipulieren, photoshopen, ‘besser’ aussehen lassen als es faktisch physisch der Fall ist. Um Leben zu werden/zu sein, muss ich eins-und-gleich mit und als meine Taten stehen und sicherstellen, dass sie auf jede erdenkliche Weise immer zu einem Ergebnis führen, dass am Besten für alles Leben ist, weil das Leben ‘Inklusiv’ ist und es kein ‘aussen’ und keine Trennung im-und-als Leben gibt. Das Leben setzt eine klare ENTSCHEIDUNG voraus, die keiner ‘Bewertung’ bedarf, weil Konsequenzen ganz klar aufzeigen, ob die Entscheidung tatsächlich am Besten für alles Leben ist, egal was wir als ‘Bewusstsein’ davon halten oder uns ‘einbilden’ mögen.

Ich realisiere hiermit, dass die Bewertung/Bezeichnung/Definition ‘Arschloch’ völlig irrelevant ist, weil die Kriterien für diese Bewertung Illusionen sind. Wäre das einzig relevante Kriterium gültig, nämlich “Ist das was wir als Menschen — jeder einzelne von uns als Individuum — erschaffen, produzieren, für erstrebenswert halten, ausleben, kommunizieren, teilen usw. am Besten für alles Leben???” — müßten wir feststellen und erkennen, dass wir ALLE ‘Arschlöcher’ sind.



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