Tag 261 – Die Entscheidungs-Paranoia – Einführung

21. Juli 2013

In den letzen Tagen, ist mir klargeworden, wie und warum ich bestimmte Konsequenzen in meinem Leben kreiert habe. Es war schon ein schockierender Moment, als mir die Augen aufgingen und ich erkannte, dass es tatsächlich mein eigenes Tun, und das ‘Wer ich bin’ unausweichlich zum heutigen ‘Ergebnis’ geführt haben, und wenn ich eine Software gehabt hätte, die ich mit diesen Informationen hätte füttern können, ich schon vor Jahren mir hätte genaustens ausrechnen können, wo ich heute lande, was das Ergebnis meiner Selbst-Anwendung sein würde. Mir anderen Worten, alles kam so, wie ich es — vielleicht auch ohne Gewahrsein — wollte.

Als eine Überlebens-Strategie habe ich mich Selbst auf eine bestimmte Weise selbst erschaffen, gewissermaßen programmiert — ich hielt mir so viele Optionen offen, wie nur möglich. Als Back-ups für alle Eventualitäten. Darin habe ich völlig verkannt, dass das was ich im Grunde und in Wahrheit manipuliert habe, immer Ich ‘Selbst’ war. Meine Entscheidungen waren flexibel. Ich war flexibel. Ich bildete mir ein, auf alles vorbereitet zu sein, vorbereitet sein zu müssen. Ich habe erkannt, dass ich Externe Dinge niemals manipulieren kann — was ich manipuliert habe, ist das ‘bewusste Ich’ — meine Glaubensvorstellungen, Einstellungen, Meinungen, Definitionen, Interpretationen — das alles kann sich ändern — die Externen Tatsachen NICHT.

Ich habe folglich nicht EINE richtige Entscheidung getroffen. Ich habe lediglich eine Einstellung, eine Meinung, eine ‘Option’ als einen neuen ‘Charakter’ angepasst. Und so verfügte ich über ein Arsenal voller ‘Charaktere’, die ich für jede Lage, für jede Situation, für jede Person spezifisch entwickelt habe. Ich manipulierte mich mit einem solchen Erfolg, dass ich heute praktisch nicht weiss, ‘Wer ich bin’, wenn kein Externer Bezug/Beziehung vorhanden ist.

Ich habe nicht gesehen, erkannt oder verstanden, dass meine Entscheidungen oder genauer gesagt, die Art und Weise mit der ich Entscheidungen treffe, direkt mein Wesen bestimmen, beeinflußen und damit ausdrücken. Ich habe nie Entscheidungen in Einheit und Gleichheit als mich SELBST getroffen. Ich habe mich den Externen Dingen/Begebenheiten angepasst, habe ein spezifisches ‘Simuliertes Schein-Ich’ erschaffen, um in einer spezifischen Situation, das meiste für mich als das ‘Schein-Ich’ rauszuholen und dem Eigen-Interesse des jeweiligen ‘Charakters’ am scheinbar ‘Erfolgreichsten’ zu dienen.

Und dies ist meine erschreckende Selbst-Erkenntis: der Glaube, ich hätte eine Wahl gehabt, mich entscheiden zu können: ‘Wer ich bin’. Und dass ich dieses Spiel für immer treiben und damit durch Leben hätte kommen können.

Und doch liegt das ‘Ergebnis’ meiner ‘Wahl’ — mich ständig manipuliert und angepasst zu haben — ausgebreitet vor mir: Ich bin mit KEINER meiner Entscheidungen zufrieden. Ich bin voller Konflikte und Widersprüche und somit ist mein Leben/meine Externe Kreation eins-und-gleich voller Konflikte und Widersprüche.

Dank des Desteni-Ich-Prozesses bin ich heute in der Lage in allen Einzelheiten, die Zutaten, mit denen ich mich Selbst ‘gekocht’ habe zu realisieren, und somit auch die Schritte, die mich zum heutigen Durcheinander geführt haben, rückwärts abzulaufen, und sie Punkt für Punkt zu mir Selbst zurückzuführen, so dass ich jede Billigung und Akzeptanz, jedes ‘Simulierte Schein-Ich’ korrigieren kann und mich als EIN ‘Selbst’ wieder aufzubauen und mich in Einheit und Gleichheit als Leben selbst neu zu erschaffen.

Und eine Sache sei an dieser Stelle klargestellt, die Entscheidungen die ich getroffen habe und sie ihre ‘Früchte’ bereits getragen haben, werde ich NICHT mehr ändern können. Ich werde also mit einigen Konsequenzen bis zum Lebensende umgehen müssen. Was ich aber ändern kann und muss, ist das ‘Wer ich bin’ — so dass ich kommende Konsequenzen verhindern und sie vorbeugen kann.

Ich lade Sie ein, mit mir gemeinsam diese Reise zu beginnen und mit mir gemeinsam die Einzelheiten dieser Entscheidungs-Paranoia zu erkunden. Ich werde mir in den kommenden Blogs die ‘Charaktere’ anschauen und das Gesamtbild Schritt für Schritt vervollständigen. Ich werde mit dem Werkzeug der Selbst-Vergebung aufzeigen, wie man sich dem akzeptierten ‘Schein-Ich’ stellt und mit Selbst-Korrektur-Leitsätzen wieder in Einheit und Gleichheit ‘Selbst’ bestimmend aufbaut; Und welchen Prinzipien diese Neuausrichtung folgen MUSS — und darin auch die (Selbst-)Erkenntnis darüber beleuchten, dass wir KEINE Wahl haben: ‘Wer wir sind’ — wenn wir ein wahrhaft zufriedenes Leben führen wollen — innerhalb wie ausserhalb von uns selber.



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