Tag 255 – Sag mir wie ich aussehe, damit ich weiß wer ich bin

8. Juli 2013

http://browse.deviantart.com/art/Ino-Blue-Eyes-198460471

Ich realisiere, dass ich mein Selbstbild in meinem Bewusstsein auf gesammelten und abgespeicherten Informationen/Wissen als Erinnerungen aufgebaut habe. Deshalb ist mein Gewichtsverlust eine gewisse Chance für mich, KEINE weitere Beziehung in Separation von mir Selbst zu schaffen, sondern in der Schrittgeschwindigkeit des Atems, die Bewusstseins-Mechaniken, die Weise wie ich als Bewusstsein ein Selbstbild erschaffe – zu entlarven, zu erforschen und kennenzulernen. Damit ich von hier aus alles was mir nicht dient und meine Entwicklung als Leben nicht unterstützt, stoppen und mit dem angleichen kann was am Besten für mich ist, was letzenendlich auch am Besten für alle ist.

Das erstaunliche an meinem Bewusstseins-Selbstbild ist, dass es eigentlich überhaupt kein Bild für das Selbst ist. Was auch immer meine Ängste ausmacht, meine Sorgen und Begehren ist immer auf das Externe gerichtet – gefalle ich, bin ich hübsch, dünn, attraktiv genug – Ich stelle mir niemals die Frage: Gefalle ich mir Selbst!? Wie fühle ich mich wirklich? Ich betrachte mich immer mit den illusorischen Augen der ‚Anderen‘, ich kreiere eine Vision und lebe eigentlich einen Wahn aus, weil ich meine ‚Vorstellungen‘ die ich mir aufgrund von Meinungen bilde für ‚realer‘ halte als die Tatsächliche Realität meines Physischen Körpers.

Ich verpflichte mich, Spiegelbilder als Abbildungen der Realität für das zu halten was sie sind, Reflektionen der Oberfläche gespiegelt auf einer anderen Oberfläche, ich will sie als Leitpfosten für mich etablieren, die mich daran erinnern, dass es mehr als die Oberfläche gibt, und dass ich durch meine Ignoranz vergessen, verlernt und verkannt habe, dass ich KEINE Oberfläche bin, sondern eine reale physische Manifestation des Lebens – und dass ich einen Prozess laufe, der mich hinter die Oberfläche blicken läßt, wie alle Sachen funktionieren, zusammenspielen und so diese Realität letzenendlich erschaffen – so dass ich eventuell direkt sehen werde und nicht mehr Spiegelbilder für real halte und die Illusion von der REALITÄT klar unterscheiden kann.

Ich realisiere, dass das Selbst-Bild dass ich mir innerhalb und als das Bewusstsein erschaffe auf einer Reflektion begründet – einer Fata Morgana sozusagen und dass dies ein unnötiger Weg und eine Energieverschwendung ist, erst ein Bild von der Oberfläche zu kreieren, um dann allerlei Bewertungen und Deutungen hineinzuprojezieren und damit zu verknüpfen, anstatt mich direkt HIER im und als mein ‚realer‘ Physischer Körper auszudrücken.

Ich verpflichte mich das ‚Wer ich bin‘ vielmehr innerhalb dessen zu lokalisieren, was ich tue, wie ich es tue, warum ich es tue – und somit meine Taten als meine Kreationen, meine Früchte, gewissermaßen meine Kinder, die ich in die Welt entlasse als mein Ausdrucksmittel zu nutzen und nicht meine Oberflächliche Erscheinung, die absolut nichts aussagend ist, wenn es eine bloße Fasade mit Nichts dahinter ist.

 



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