Tag 254 – Du siehst wie damals aus

2. Juli 2013

 

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Dieser Blog ist eine direkte Fortsetzung des gestrigen Eintrags:
Tag 253 – Spieglein, Spieglein an der Wand…

Ich reagiere ziemlich stark auf Äußerungen, die mich an einen früheren ‚Zustand‘ meines Körpers ‚erinnern‘. Dieser Satz ‚Du siehst wie damals aus‘ ist für mich doch ziemlich speziell. Es gab eine Zeit vor ca. 10 Jahren als ich sehr wenig wog. Ich habe damals eine private Situation durchlebt, die mich derart in Beschlag genommen hat, dass ich die Pflege meines Körpers vernachlässigt habe, ich habe nicht ausreichend gegessen. Und wenn ich heute diesen Satz höre, ob er nun diesen spezifischen Zeitpunkt meint oder nicht, spielt keine Rolle – die Worte triggern diese ‚Erinnerung‘ und die damit verknüpften Ängste.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe, wenn ich den Satz höre – ‚Du siehst wie damals aus‘ – eine ‚Erinnerung‘ zu aktivieren, die in Form von einem Image/Bild auftaucht – Ich sehe mich selbst ‚ausgemergelt‘, mit deutlich sichtbaren Knochen unter der Haut.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe auf dieses Image/Bild unmittelbar mit Angst zu reagieren, weil ich befürchte, ich könnte wieder so aussehen, wie ich es einmal getan habe.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass ‚mein damaliger Zustand‘ heute überhaupt keine Rolle mehr spielt, und das Bild/Image ‚ich ausgemergelt‘ existiert nur als eine Erinnerung, die ich im Nachhinein mit (Angst-)Energien aufgeladen habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass ich meine Gewichtsabnahme nicht mehr ‚kontrollieren‘ kann und ich immer mehr abnehme, bis ich total ausgemergelt aussehe, weil ich keine direkte Diät gemacht habe, und ich nicht genau sagen kann, warum ich abgenommen habe, und so fürchte ich, dass ich ‚unbemerkt‘ mich nicht richtig um meinen Körper kümmere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass ich vielleicht gar nicht merke, dass es mir nicht ‚gut geht‘ und dass ich fälschlicher Weise annehme, dass alles ‚OK‘ ist, wenn es in Wahrheit ein ‚Problem‘ gibt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass ich nicht weiß, wie es mir wirklich geht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass Andere ‚besser‘ sehen und beurteilen könnten, wie es mir geht, als ich selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, wie Andere auf meinen Körper-Zustand reagieren, weil mein Körper ein Spiegelbild meiner ‚Befindlichkeiten‘ ist, und ich Angst habe, dass ich meine ‚Befindlichkeiten‘ nicht verstecken kann, weil mein Körper diese direkt ausdrückt, und ich ‚Negative‘-Zustände nicht vor Anderen verbergen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelssen und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass mich Andere für zu dünn halten und daraus schließen, dass es mir nicht ‚gut geht‘.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe mich derart von meinem Physischen Körper zu separieren, dass ich glaube keinen direkten Zugang mehr zu diesem zu haben, so dass ich praktisch von äußeren Spiegelbildern abhängig bin, die ich in meinem Bewusstsein als Images/Bilder abspeichern, bewerten und analysieren kann, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können, wie es mir geht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe Mitmenschen ebenfalls als eine Art belebte Spiegel zu gebrauchen, die die Bewertung und Analyse und eine scheinbare objektive ‚Perspektive‘ mit sich bringen und mir bereits ‚interpretierte Spiegelbilder‘ liefern – und so glaube ich, dass wenn ich genug von diesen ‚Meinungen‘ einhole und sich eine Tendenz darin zeigt, diese dann die ‚Wahrheit‘ sein muss.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass erst durch die Bewusstseins-Prozesse selbst – als Emotionen, Gefühle, Bilder und Gedanken, in-die und als-die ich mich kanalisiere, ich innerhalb von mir Selbst eine Trennung erschaffe und zu einer Bewusstseins-Verkörperung werde, anstatt mich direkt eins und gleich in-und-als mein Physischer Körper HIER als LEBEN auszudrücken – und so habe ich auch tatsächlich keinen direkten Zugang zu meinem Körper ALS mein Körper, sondern brauche eine Datenbank an Informationen und Wissen – abgespeicherten Spiegelbildern/Bildern oder Erinnerungen – um indirekte Rückschlüsse über den Zustand meines Körpers machen zu können – ohne mir erlaubt zu haben zu sehen, erkennen und verstehen, wie ‚primitiv‘ und ‚rückschrittlich‘ diese Mechanik eigentlich ist, und keine dieser Informationen ‚real‘ ist, weil sie immer nur die ‚Oberflächliche Erscheinung‘ in Betracht zieht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es zugelassen und akzeptiert habe mehr auf die Bilder/Images in meinem Kopf/Bewusstsein zu vertrauen, als auf mich Selbst – im und als der Physische Körper, so daß ich nicht durch Externe Spiegelungen ein separates Spiegel-Ich erschaffen muss, sondern direkt und unmittelbar als mich Selbst sehen und erfahren kann, wie es mir geht, in welchem Zustand ich bin, was in-mir und als-mich vorgeht und wie ich es angleichen, korrigieren und mich wieder als Einheit und Gleichheit ausleben kann.

Fortsetzung folgt…



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