Tag 239 – ‘Fehler’-Ich Charakter (12) Ich störe (1)

26. Mai 2013

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Dieser Blog ist eine Fortsetzung einer Reihe, in der ich mich mit der grundsätzlichen Akzeptanz meiner Selbst als ‘Fehlerhaft’ auseinandersetze. All die Vorstellungen und Ideen die ich mir über die Jahre über mich selbst gebildet habe, die ich als Rechtfertigungen für das Muster des ‘Versagens’ nutze, ohne jemals realisiert zu haben, dass all diese Wiederholungen des ‘Versagens’ in meiner Beziehung zu mir Selbst begründen – eben dieser Akzeptanz meiner Selbst als den ‘Fehler-Ich’-Charakter. Im Archiv findest du all die anderen Blogs, die zu dieser Reihe gehören.

‚Ich störe‘ ist nicht nur ein Satz, den ich immer wieder in einem Internen Selbstgespräch ausformuliere – Es ist eine Formel, ein Programm – dessen Wurzeln nach einer genaueren Betrachtung bis in meine frühe Kindheit reichen, vielleicht sogar bis hin zu meiner Entstehung/Zeugung.

Ich bin vor kurzem einen Punkt abgelaufen, wo ich mir meine Bereitschaft bzw. meine Fähigkeit mich anzupassen angeschaut habe, mir ist klar geworden, dass diese Anpassung, die mir hier und da gute ‚Dienste‘ leistet, weil ich mich schnell auf Neues einlassen kann, auch eine Selbst-Kompromittierung ist, die als Folge einen untragbaren ständigen Konflikt in-mir und als-mich anfeuert und aufrechterhält. Ich exsitiere damit gewissermaßen in diesem Vorwurf meiner Externen Realität gegenüber, dass sie nicht so ist, wie ich es gerne hätte, wie es sein sollte, dass ich mich kompromittieren muss, dass ich mich verbiegen muss und dass es doch eigentlich ganz anders sein sollte.

Heute ist mir die Verbindung dieser beiden Punkte/Dimensionen meiner Selbst klar geworden. Den Anfangspunkt meiner Selbst als die Selbst-Definition ‚Ich störe‘ – habe ich weiterentwickelt zu einer Persönlichkeit, die sich schnell anpassen kann. Es ist eine Überlebens-Strategie, die ich bereits als Kleinkind entwickelt habe. ‚Ich störe‘ – also ‚verbiege‘ und ‚manipulere‘ ich mich Selbst und auch Andere so, dass ich ‚weniger störe‘, so dass es passt.

Ich realisiere auch, dass der Ursprung meiner Selbst-Erfahrung als ‚Ich störe‘, die Separation ist, die ich mit der ‚Externen Welt‘ als Beziehung eingegangen bin. Ich nehme die Externe Welt als von mir völlig getrennt war, es ist etwas worauf ich scheinbar keinen direkten Einfluß habe. Ich habe also vergessen, verleugnet und verdrängt, dass ich ein ‚Schöpfer‘ bin. Ich habe eine Trennung/Separation innerhalb von mir Selber zugelassen und erschaffen, habe mich Selbst als mein eigener Schöpfer ‚verkannt‘ und dann die Folge/Konsequenz dieser Billigung und Akzeptanz – die Erschaffung einer separierten Internen und Externen Realität eins und gleich ‚verkannt‘. Und so, wie ich heute glaube all ‚DAS‘ oder ‚DIE‘ zu sein, was mein Bewusstsein mir ‚vorspielt‘ – ohne Gewahrsein, wie die Einzelheiten meiner Persönlichkeiten und Charaktere, Gefühle, Emotionen, Gedanken, Internen Selbstgespräche – grundsätzlich alles was mein Bewusstsein in seiner Gesamtheit ausmacht – sich zusammensätzen, entstehen und fortbestehen, so glaube ich auch an die ‚Externe Welt‘ – das sie so ist, wie sie ist, und dass man sie nicht einfach so ändern kann, dass ich nichts damit zu tun habe und ich sie zu akzeptieren habe bzw. dass ich mich und andere bestenfalls ‚anpassen‘ oder ‚manipuleren‘ kann, um das Beste daraus für ‚MICH‘ als Individuum zu holen/zu machen.

Die Gesamtheit dieses ‚Programmes‘ kann ich als ‚Selbst-Religion‘ zusammenfassen – mein grundsätzliches Selbst-Verständnis, das WER ICH BIN innerhalb von mir Selbst als ‚Bewusstsein‘ – meine ‚Interne Realität‘ und innerhalb der Beziehung, die ich aufgrund meines Selbst-Verständnisses mit der ‚Externen Realität‘ geschaffen habe.

Ich werde in kommenden Blogs mit dem Ablaufen des Charakters ‚Ich störe‘ beginnen und mich langsam vorarbeiten in die ‚tieferen‘ Schichten meiner Selbst-Religion. Viel Spaß



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