Tag 235 – Welcher Schreibtisch darf es sein? (3) Ein Richtiger Arbeitsplatz

14. Mai 2013

 

http://browse.deviantart.com/art/Workroom-46367198

In den letzen Blogs habe ich durch Selbst-Vergebung herausgefunden, dass mein Begehren nach einem Schreibtisch, das vor kurzem aufgetaucht ist, eigentlich mein Wunsch nach einem ‚richtigen‘ Arbeitsplatz zu Hause ist.

Ich habe vor ca. 6 Monaten den Punkt von ‚Zu Hause-Sein‘ abgelaufen. Ich hatte eine starke Abneigung zu meinem ‚Zu Hause‘. Ich habe mich in meiner eigenen Wohnung nicht ‚daheim‘ gefühlt. Damals hatte ich die Entscheidung getroffen meine Beziehung mit dem ‚Zuhause-Sein‘ neuauszurichten. Seitdem ist es eigentlich ein kontinuierlicher Prozess, den ich beschreite, indem ich meine Wohnung zu einem Ort umforme, der eins und gleich mit-und-als mich Selbst, mein Rückzugsort ist, mein Domäne.

Ich habe es immer als irrelevant betrachtet, wo und wie ich lebe. Alles schien provisorisch, vorrübergehend, egal… Das Leben spielte irgendwo da draussen und nicht in den 4 Wänden wo ich schlief. Mir ist klargeworden, dass diese Lebensweise mich Selbst und meine Beziehung zu mir Selbst widerspiegelt. Und so habe ich die Neuausrichtung meiner Beziehung mit meiner Wohnung auch zu meinem ‚Ich‘-Prozess ausgebaut, wo meine Interne Einstellung zu meiner Wohnung, die Gefühle und Emotionen, die ich auf meine Wohung projeziere, mir auch Hinweise und Indikatoren für die Beziehung mit mir Selbst sind.

Und hier bin ich. Ich sitze gewöhnlich am Küchentisch mit meinem Laptop. Was sich in einer WG als ziemlich unpraktisch erweist, weil ich dann sozusagen den ‚Essplatz‘ einnehme und belagere. Auf Dauer hat es sich also nicht bewährt, und so tauchte in mir der Wunsch nach einem ‚richtigen‘ Arbeitsplatz auf, sprich das Begehren nach einem Schreibtisch innerhalb eines Bildes/Images in meinem Bewusstsein. Wird ein Neuer Schreibtisch, die Wurzel des Problems treffen? Geht es hier eigentlich NUR um einen Schreibtisch? Oder doch um etwas ganz anderes?

Und doch sehe und erkenne ich jetzt, dass dieser Wunsch, bzw. das Bild/Image eines höhenverstellbaren Schreibtisches, den ich in meinem Bewusstsein produziert habe, nicht ganz den Kern der Sache trifft. Eigentlich stellt sich hier die Frage: Wie Lebe ich?, Wie organisiere ich mich?, Wie wohne ich? Wie praktisch ist meine Wohung bzw. meine Lebensweise und Darin auch die Frage Will ich so weiter leben? Und wenn Nein, wie will ich es ändern? Was will ich ändern?



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