Tag 233 – Welcher Schreibtisch darf es sein? Welche Aus-‚Wahl‘ habe ich wirklich?

10. Mai 2013

 

http://browse.deviantart.com/art/Vesper-Desk-20606221

Ich bin zur Zeit damit beschäftigt zu entscheiden, welchen Schreibtisch ich mir kaufe. Eine scheinbar banale Entscheidung, die jedoch offenbart wie uneffektiv das Bewusstsein/der Mind beim Entscheidungen treffen ist. Ich schaue mir seit Tagen Internetseiten und Shops an, die Bürobedarf anbieten, das Angebot überwältigt mich, immer neue Ideen tauchen auf, unendliche Möglichkeiten scheinen sich zu öffnen. Meine Vorstellungskraft trägt mich in Dimensionen die so gar nichts mir der Realität zu tun haben.

In einem Gespräch mit meinem Mitbewohner haben wir über vergangene Entscheidungen reflektiert und festgestellt, dass im Nachhinein es einem klar wird, dass man eigentlich keine Wahl bei seiner Entscheidung hatte. Das Bewusstsein spielt einem eine breite Palette von Möglichkeiten vor, wir glauben blind an jede von ihnen – doch wie realistisch sie in Wirklichkeit sind, das vermögen wir als Bewusstsein gar nicht zu sehen. Und wie oft betrachten wir schon Entscheidungen aus der Perspektive der Konsequenzen, die wir mit einer Entscheidung verursachen bzw. kreieren werden? Das ‚Positive‘ oder ‚Negative‘ das wir innerhalb einer Entscheidungsfindung erleben, beziehen wir doch fast immer auf die ‚Gefühle‘ bzw. ‚Emotionen‘ die in uns auftauchen, während wir uns das erwünschte ‚Ziel‘ vorstellen. Doch was beschreiben diese ‚Gefühle‘ bzw. ‚Emotionen‘ so wirklich? Auf was beziehen sie sich konkret?

Das ‚beste‘ ‚Gefühl‘ in Bezug auf einen Schreibtisch habe ich, wenn ich mich vor einem elektrisch bedienbarem Schreibtisch sehe, wo ich die Arbeitshöhe nach Bedarf steuern kann. So ein Schreibtisch wäre wohl für die meinsten von uns wünschenswert, vorallem wenn man stundenlang am Rechner arbeitet. So ein Schreibtisch ist jedoch um ein vielfaches teurer als ein ‚konventioneller‘ Schreibtisch. Am ‚billigsten‘ komme ich weg, wenn ich mir eine Baumarktplatte und 4 Tisch-Beine kaufe. Als Bewusstsein schwanke ich zwischen diesen Positiven und Negativen Energien. Ein geiler Schreibtisch – cool – Teuer – schlecht – ein billiger Schreibtsch – cool – ich kann die Höhe nicht verstellen – scheiße!

Wenn ich nun diese Entscheidung nicht mehr von den ‚Gefühlen‘ abhängig machen will – bleibt nur ein Weg – Ich muss klar einschätzen, wie viel Geld ich investieren kann? Und das ist – wie in den meisten Fällen – der Punkt, wo ich tatsächlich KEINE Wahl habe. Die mir zur Verfügung stehenden Finanziellen Mittel beschränken meine Aus-Wahl.

Ich sehe und erkenne ebenfalls, dass mein Abhängigkeitsverhältnis zu Geld, es mir unmöglich macht, mit Klarheit meine Finanzielle Lage zu bewerten. Ich habe eine grundsätzliche Angst Geld auszugeben. Immer gibt es eine beschleichende Angst in mir, dass ich mein Geld ‚vergeuden‘ könnte. Immer wieder taucht zwischen dem Begehren auch eine Verlustangst auf.

Ich habe einige Entscheidungen zugunsten der ‚billigereren‘ Variante getroffen und im Nachhinein ‚bereut‘, dass ich im Entscheidenden Punkt ‚geknausert‘ habe. Oft habe ich aber für Sachen Geld ausgegeben, die sich im Nachhinein als nutzlos erwiesen haben. Und so gibt es auch in Bezug auf meine Beziehung zum Geld selbst eine Energie-Schwankung, die meine Entscheidungen ‚ungünstig‘ beeinflusst.

Und so sehe, erkenne und verstehe ich, wie ich aus der PERSPEKTIVE des Bewusstseins eine ‚Wahl‘ habe – wo doch in Wahrheit KEINE echte WAHL existiert – Ich habe eine illusorische ‚Wahl‘ innerhalb von Gefühlen, Emotionen, Begehren und Ängsten – und doch ändern sie nichts an der tatsächlich existierenden Physischen Realität, die ich durch die Energie-Verblendung gar nicht in der Lage bin zu sehen: Was ist der tatsächliche ‚Bedarf‘ und welche Finanziellen Mittel stehen mir zur Verfügung diesen Bedarf bestmöglichst zu decken, im Hinblick auf alle Kosequenzen, die sich aus dieser Entscheidung ergeben können.

Fortsetzung folgt…



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