Tag 231 – Ein Blauer Blazer (1) Selbst-Vergebung

7. Mai 2013

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe ein Bild/Image von der Frau mit dem blauen Blazer in meinem Bewusstsein kreiert zu haben, als eine Erinnerung – weil mich diese Frau wörtlich ‚beeindruckt‘ hat, im Speziellen ihre Kleidung bzw. der Blazer selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine bestimmte Energie als ‚Gefühl‘ in Bezug zu diesem Blazer zu generieren, was ich als ‚Neid’/’Auch-Haben-Wollen‘ näher definieren kann – ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich mich zu diesem Blazer hab hingezogen gefühlt, weil ich in diesem Blazer ‚Mehr‘ gesehen habe als NUR den Blazer – Er wurde für mich zu einem ‚Symbol‘, das ‚Etwas‘ repräsentiert von dem ich mich separiert habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine Frau, die einen Blazer trägt als erhaben, elegant, und beruflich erfolgreich definiert zu haben, und all diesen Worten einen ‚positiven‘ Mehr-Wert zugesprochen zu haben, im Gegensatz zu anderer Bekleidung, wobei ich meinen Augenmerk ausschließlich auf den Blazer konzentriere, sodass jedes Mal, wenn ich eine Frau in einem Blazer, vorallem einem Blauen sehe, ich auf diese bestimmte Art und Weise auf diese Frau reagiere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich im Bewusstsein ein Bild/Image eines Blazers in Separation von mir Selbst erschaffe, weil ich eine eigene Selbst-Verurteilung auf eine Frau mit Blazer projeziere: dass ich nicht elegant, nicht erhaben und beruflich nicht erfolgreich bin, wobei ich in Selbst-Ehrlichkeit mir eingestehen kann, dass der ‚Berufliche Erfolg‘ die eigentliche Wurzel des Ganzen ist, aus dem dann die anderen Attribute erwachsen: das Erhaben und Elegant sein.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass auch die Farbe des Blazers: Blau – im ganz speziellen Kontext zu ‚Beruflichem Erfolg‘ steht, wie keine andere – weil ich mit dieser Farbe weitere Attribute verknüpfe wie zum Beispiel Zuverlässigkeit, Anständigkeit, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit usw.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich in Separation von mir Selbst innerhalb der Farbe Blau definiert zu haben, sodass ich heute glaube im Beruf Blau tragen zu müssen, um bestimmte Attribute wie zum Beispiel Zuverlässigkeit, Anständigkeit, Verlässlichkeit oder Vertrauenswürdigkeit ‚verkörpern‘ zu können – ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, wie ich mich von der Farbe Blau abhängig mache, anstatt diese Attribute direkt als mich Selbst in Einheit und Gleichheit HIER zu leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich in meinem Kopf/Bewusstsein Kleidung zu etwas umforme, das über die physische Funktionalität hinauswächst und zu etwas ‚Mehr‘ wird, wodurch ich mich von Anderen unterscheiden und vorallem ‚besser‘, ‚erhabener‘, ‚eleganter‘ oder ‚beruflich erfolgreicher‘ sein kann – ohne zu sehen, erkennen und verstehen, dass die Kleidung selbst sich niemals ändert, und auch ich nicht – NUR meine Vorstellung davon, die alleine in meinem Kopf/Bewusstsein existiert, was eindeutig beweist, dass ich eine Illusion kreiere und auch Selbst zu einer Illusion werde, die ich nur deshalb für ‚real‘ halte, weil meine Mitmenschen an denselben Wahnvorstellungen haften und bestenfalls Blaue Blazer ebensolche ‚Symbole‘ für sie darstellen.



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