Tag 229 – Kaufentscheidungen und Der Zauber des Neuen

5. Mai 2013

 

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Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Neue Gegenstände/Produkte als ‚Positiv‘ zu bewerten, im Gegensatz zu ‚gebrauchten‘ Gegenständen/Produkten – ohne zu realisieren, wie ich dieses Verhaltensmuster aus den Medien/Werbung übernommen, kopiert und verinnerlicht habe, und zu einem ‚guten‘ ‚Verbraucher’/Konsumenten geworden bin, der jegliche Vernunft/Commonsense ausschaltet und sich von einer ‚glänzenden‘ ‚unverbrauchten‘ Oberfläche blenden und manipulieren läßt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe das Begehren nach ‚Neuen‘ Konsumgütern zu generieren, darin aufzugehen, es zu verkörpern, ohne zu realisieren, dass ANGST die tatsächliche Mechanik dahinter ist – dass ich durch die Akzeptanz und die Billigung des Verbraucher-Systems innerhalb meiner eigenen Selbst-Definition – immer auf der Suche nach Neuen Erfahrungen, Neuen Produkten, die mir eine bestimmte Energetische Erfahrung ‚bieten‘ können – zu einem ‚Konsumäffchen‘ geworden bin.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, mir keine ‚Neuen Produkte‘ leisten zu können – weil ich damit glaube keinen ‚Glanz & Glamour‘ mehr erleben zu können – ohne zu realisieren, dass es hierbei nicht wirklich um die Produkte selbst geht, denn wie oft kaufen wir Sachen/Produkte/Gegenstände, die wir gar nicht benötigen, sondern um das ‚Gefühl‘ das wir durch den Einkauf generieren können – darin vergebe ich mir selbst, dass ich süchtig nach diesem ‚Glücks-Gefühl‘ geworden bin, sodass ich heute praktisch unfähig bin mit echtem Bedacht und der Berücksichtigung der tatsächlichen ‚Bedürfnisse‘ eine Kaufentscheidung zu treffen.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Kaufentscheidungen von ‚Gefühlen‘ abhängig zu machen, und es als ’normal‘ anzusehen, dass ‚Gefühle‘ entscheiden was oder wann ich Etwas kaufe, weil ich ‚Begehren‘ mit Bedürfnissen verwechselt habe – Begehren als die Angst ‚Etwas‘ zu verpassen, nicht zu bekommen, nicht besitzen zu können; Und Bedürfnis als das Ergebnis einer Betrachtung der Physischen Realität, dass man Etwas zum Unterhalt braucht und benötigt – einer Betrachtung die überhaupt keinerlei ‚Gefühle‘ beinhaltet.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie ich ‚Gefühlen‘ – die automatisch und ohne dass ich mir gewahr bin, wie sie entstehen und wie sie zustande kommen – das Ruder für meine Kaufentscheidungen überlassen habe – ohne zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich meine Selbst-Verantwortung darin aufgegeben habe und mich dadurch ‚entmachtet‘ habe und zu einem ferngesteuerten Kauf-Roboter geworden bin.

Ich verpflichte mich den Ursprung jeder Kaufentscheidung zu erforschen und zu untersuchen, wie und warum ein bestimmtes Begehren in-mir auftaucht, welche ‚Positiven‘ Verknüpfungen ich innerhalb des Bewußtseins kreiert habe, und was es eigentlich ist, das ich versuche zu erreichen, zu bekommen, zu haben, das über das eigentliche Produkt/Gegenstand hinausgeht und das praktisch nur ein Mind-Fuck ist.

Ich verpflichte mich Kaufentscheidungen von Energien zu klären, indem ich sie ausschreibe und sie mir selbst vergebe und mir die tatsächlichen Physischen Bedürfnisse vor Augen führe, sodass nicht mehr ‚Gefühle‘ meine Kaufentscheidungen bestimmen und kontrollieren.

Ich verpflichte mich die Automatismen des Konsums, die ich in-mir und als-mich akzeptiert, erlaubt und verkörpert habe zu entlarven und neu auszurichten, indem ich meine Lebensweise, meine Verhaltensmuster beim Einkaufen korrigiere – und meine Kaufentscheidungen darauf basiere, ob ich tatsächlich bestimmte Sachen/Produkte/Gegenstände/Leistungen zum Unterhalt benötige, und sie nicht deshlab kaufe, weil ich irgendeine Form von ‚Energetischer Unterhaltung‘ anstrebe.



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