Tag 224 – Berührungsängste (6) Umarmung

30. April 2013

 

http://browse.deviantart.com/art/embrace-18620072

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe eine Selbst-Definition ‚Körperkontakt mag ich nicht/ist mir unangenehm‘ zu verkörpern und auszuleben, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass es eine Selbst-Verurteilung ist, die ich ‚freiwillig‘ und ‚vorsätzlich‘ geformt habe, weil ich mich innerhalb der aufsteigenden Energien/Ängste selbst definiert habe, ohne jemals diese Ängste erforscht oder dahinter geschaut zu haben.

Ich realisiere, dass wenn sich zwei Körper berühren, es tatsächlich eine ‚reale‘ Physische Interaktion ist, man er-lebt nicht nur den anderen Körper, vorallem er-lebt man den eigenen Körper als sich Selbst – Ich realisiere, dass ich deshalb mehr Angst vor mir Selbst hatte als vor der eigentlichen ‚Umarmung‘ – mein Widerstand gegen Körperkontakt ist somit vielmehr die Angst mir Selbst zu begnenen als andere zu berühren – Ich habe Angst vor einer ‚echten‘ und ‚realen‘ Selbst-Vertrautheit/Intimität.

Ich realisiere, dass der ‚Verlust‘ bzw. ‚Kontrollverlust‘, den ich bei einer Umarmung erfahre, der sich wie eine ‚Panickattacke‘ anfühlt – eigentlich mein ‚Durchbruch‘ ist, wo ich die angesammelte Energie loslasse – weil ich mich jedoch innerhalb von Energie Selbst definiert habe, erlebe ich es als einen Selbst-Verlust und werde in meiner Selbst-Erfahrung total ‚unsicher‘ – weil ich mich nie darum gekümmert habe, mit mir Selbst/mit-und-als mein Physischer Körper intim zu sein, mich zu kennen, mich zu erforschen, ein wahres Selbst zu etabieren, das über die Energie/Angst hinausgeht und sie transzendiert.

Ich sehe, erkenne und verstehe das Naheliegende: dass ich ein Physischer Körper bin, der seine ‚Präsenz‘ mit einem anderen Wesen auf eine intime/körperliche Weise teilen kann, zb. bei einer Umarmung – Ich realisiere, dass ich bis dato keine Selbst-Vertrautheit/Intimität aufgebaut oder gepflegt habe, sodass praktisch KEIN ‚Selbst‘ existiert, das ich mit anderen teilen könnte – Deshalb verpflichte ich mich in-und-als die Beziehung zu mir Selbst, meine ‚Präsenz‘ zu erforschen, sie zu erlauben, mich darin zu üben, intim mit mir Selbst zu sein – was nur möglich ist, wenn ich Bewußtseins-Prozesse stoppe und mit-und-als mein Atem mich HIER in Einheit und Gleichheit als mein Physischer Körper er-lebe, ausdrücke und genieße.

Ich verpflichte mich auch auf eine ganz praktische Weise diesen Weg zu beschreiten und mich mindestens einmal am Tag selbst zu umarmen, mir einen Augenblick der Selbst-Vertrautheit und –Intimität zu schenken, mich darin aufzubauen und zu entwickeln.

Ich verpflichte mich Umarmungen als Selbst-Unterstützung und Hilfe zu nutzen, um vorallem mich Selbst darin kennen zu lernen, meine ‚Präsenz‘ zu er-leben und sie somit mit dem anderen Körper als mich Selbst zu teilen.



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