Tag 215 – Erwartungen (2)

18. April 2013

http://www.featherofme.com/darren-hopes-digital-art/

Ich realisiere, dass der Erwartungszustand eine absolute Selbst-Limitation ist, weil ich meinen einzigen Macht-Punkt – mich Selbst HIER als das Physische in jedem Atemzug zu steuern – aufgebe und in eine Bewußtseins-Illusion ‚eintauche‘, eine Starrheit des Wartens – Ich gebe mich Selbst als das Leitende-Prinzip (Directive Principle) auf, und ‚hoffe‘ auf eine Bewegung von ‚außen‘, dass irgendwann, irgendwas passiert.

Ich realisiere, dass dieser Zustand eine Bewußtseins-Beziehung ist, die ich mit mir und als mich Selbst aufgebaut habe – indem ich in meinem Kopd bestimmte Schritte abgelaufen bin, mir Verläufe ausgemalt habe, mir ‚Hoffnungen‘ über bestimmte Ausgänge gemacht habe – aber NICHTS davon ist ‚Real‘ – es sind alleine Bewußtseins-Vorstellungen, ich aber dann ‚hoffe‘ dass sie wie von selbst/automatisch in der Physischen Realität ‚wahr‘ werden.

Ich realisiere, dass ich damit immer mehr auf mein ‚Bewußtsein‘ vertraut habe, als die tatsächliche Physische Realität – so als ob sich ‚Etwas‘ Vorstellen tatsächlich zu einem greifbaren Ergebnis führen könnte, und nur weil ich mir was wüsche, erhoffe oder erwarte, dieses ‚Etwas‘ dann in Physischer Realität stattfinden muss bzw. soll.

Ich realisiere, dass ich mich Selbst somit ‚hinters Licht‘ geführt habe – Ich habe mehr auf die in-mir und als-mich generierte Energie vertraut, bzw. mich darin verloren, sodass ich völlig verkannt habe, wie Physische Realität tatsächlich funktioniert und dass man ‚Ziele‘ nicht deshalb erreicht, weil man sich diese Ziele im Kopf ausmalt, sondern weil viele einzelne physische Schritte ausgeführt, verfolgt und abgelaufen werden.

Ich realisiere darin ebenfalls, wie Erwartungen als verstecktes Begehren und Begehren als eigentliche Angst – meine Teilnahme am Leben und mein Selbst-Verständnis gesteuert und bestimmt haben, sodass ich völlig blind für die Konsequenzen und Folgen meiner Teilnahme geworden bin, weil ich von der Angst bessessen war, Etwas nicht haben bzw. erreichen zu können, die eigetnliche Frage ausgeblendet habe: Ist das was ich begehre, erwarte, erhoffe tatsächlich das Beste für mich als Leben?

Ich realisiere, dass die Angst Etwas nicht haben bzw. erreichen zu können, darin begründet ist, dass ich mich in Separation von mir Selbst definiert habe, was praktisch bedeutet, dass meine Erfüllung, mein Ganz-Sein, mein Selbst in Abhängigkeit von den zu Erwartenden Zielen stand, und dass dieser Negative-Zustand als mich Selbst, wiederrum der Ursprung allen Begehrens ist.

Darin realisiere ich, dass ich die Verantwortung für diese selbst-erschaffene ‚Hölle‘ trage, den Zustand des Erwartens, weil wenn ich in meiner Selbst-Definition völlig abhängig davon bin, dass etwas außerhalb von mir eintritt oder passiert, ich aber ’nichts‘ tun kann außer ‚warten‘ – entmachte ich mich völlig und bin ein ‚Opfer‘ der Realität – ohne zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich diesen Negativ-Zustand als ein Bewußtseins-Erlebnis in erster Linie erschaffen habe.

Ich realisiere, dass ich mich freiwillig lieber in dieser Bewußtseins-Hölle befunden habe, weil ich unerklärlicher Weise lieber an der ‚Ungewissheit‘ festgeklammert habe, die ich dann als ‚Hoffnung‘ und ‚Erwartung‘ getarnt habe, weil ich vor einem definitiven ‚Nein‘ bzw. ‚Gibts nicht‘ Angst hatte.

Ich realisiere, wie illusorisch diese Angst vor einem definitiven ‚Nein‘ ist – und welche Konsequenzen und Folgen die Teilnahme und das Festhalten am Erwartungszustand tatsächlich sind – weil ich auf diese Weise überhaupt NIE wirklich gelebt habe, mich nie als mich Selbst bewegt habe, nie etwas verändert habe und so sehe, erkenne und verstehe ich, dass wenn es doch zur Erfüllung meiner ‚Träume‘ kam, dies mein Vorprogrammierter Lebensweg war, der mir sprichwörtlich zur Füßen gefallen ist.

Und so sehe, erkenne und verstehe ich, dass Angst die genialste ‚Waffe‘ ist, die sich ein ‚Gott‘ je hätte ausdenken können, um seine ‚Geschöpfe‘ zu kontrollieren. Ich realisiere aber auch darin, dass meine Akzeptanz und meine Erlaubnis mich innerhalb dieser Angst Selbst zu definieren meine Verantwortung ist, sodass ich alleine die Verantwortung für die Konsequenzen und Folgen dieser Lebensweise trage.

Ich verpflichte mich, mich zu unterstützen und zu fördern, den Erwartungszustand in-mir und als-mich zu stoppen, weil ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich mich darin selbst limitiere, indem ich mich in einer ewigen Wiederholungsschleife als ein Energetisches Erlebnis gefangen halte, ohne jamals irgendwo anzukommen, mich wirklich zu bewegen oder etwas zu ändern.

Ich verpflichte mich meine Ziele, Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen zu prüfen, ob sie tatsächlich das Beste für mich als Leben sind, und falls das zutrifft – zu prüfen ob sie physisch machbar, greifbar, möglich sind – und welche einzelnen physischen Schritte dazu nötwendig sind, diese Ziele und Wünsche zu realisieren.

Ich verpflichte mich, mich von den Bewußtseins-Beziehungen zu lösen, die ich in Separation von mir Selbst erschaffen habe, dh. von den Punkten, die ich als mich Selbst unterdrückt, verdrängt und verleugnet habe, sodass ich heute glaube, dass ich irgendwas außerhalb von mir Selbst ‚brauche‘ und ‚benötige‘ um erfüllt, vollständig, ganz, glücklich zu sein, weil ich sehe, erkenne und verstehe, dass diese Art von Erwartungen, Hoffungen und Wünschen immer Konsequenzen und Folgen haben werden, zb. in der Erfahrung der ‚Enttäuschung‘.

Ich verpflichte mich in einem Prozess des Wandels darauf vorzubereiten eventuell ein selbst-verantwortliches Wesen zu werden, weil ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich nur so zum Gott meiner Realität werden kann, und dass ich auf gar nichts mehr außerhalb von mir hoffen oder erwarten muss, weil ich ein Schöpfer bin. Darin miteingeschlossen sehe, erkenne und verstehe ich meine Verantwortung als ALLES LEBEN in Einheit und Gleichheit, weil ich in dem Prozess den ich bis dato abgelaufen bin, erkannt habe, dass alles was ich in-mir und als-mich auf der Individuellen Ebene erschaffe, akzeptiere und erlaube – Kosequenzen und Folgen für ALLES LEBEN hat.



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