Tag 212 – ‘Fehler’-Ich-Charakter (10) Ich kann mich nicht ausdrücken – Erinnerungen (3)

8. April 2013

Dieser Blog ist eine direkte Fortsetzung von:
Tag 210 – ‘Fehler’-Ich-Charakter (8) Ich kann mich nicht ausdrücken – Erinnerungen (1)

Tag 211 – ‘Fehler’-Ich-Charakter (9) Ich kann mich nicht ausdrücken – Erinnerungen (2)

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu erschrecken als ich meine Stimme durch das Mikrofon und die Lautsprecher hab hallen hören, und weil diese Erfahrung neu für mich war und ich sozusagen keine Referenzpunkte dazu hatte, habe ich mich von der aufsteigenden Angst überwältigen lassen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich total mit dieser Angst zu identifizieren, sodass mich diese Angst besetzt hat und somit auch ‚blockiert‘ hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass ich es doch bin, die spricht, und dass ich weiterhin in Einheit und Gleichheit mit-und-als mein Physischer Körper weiter sprechen bzw. den Text vortragen kann und dass meine Stimme eben durch die Lautsprecher hallt, weil es schlichtweg die Natur der Physik ist, dass Sound durch große Räume hallt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben einen Fehler beim Vortragen zu machen und mich vor den Menschen zu blamieren, ohne dass ich es mir jemals erlaubt habe darüber zu reflektieren, dass ich mich aufspalten muss und innerhalb von mir selber trennen muss, wenn ich einerseits sprechen will bzw. einen Text vortragen will und andererseits gleichzeitig der ‚Betrachter‘ sein will, der mir zuhört und es ‚bewertet‘ was ich sage und wie ich es sage.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass die Angst mich vor anderen zu blamieren, schon vor dem Ereignis existiert hat, und diese Angst-Beziehung eine Grundlage dafür war, dass mich die Angst ‚überfluten‘ konnte, weil ich dann bereits ‚Rechtfertigungen‘ und ‚Erklärungen‘ dafür hatte, warum diese Angst ‚real‘ ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe ein Verhaltensmuster zu kopieren und als mich zu integrieren, nämlich, dass das was ich sage immer ‚Extern‘ bewertet wird und bewertet werden muss, und ich eine Beziehung darin erschafffen MUSS, mich ‚anpassen‘ muss, mich mit dem Externen Bewertungs-System abgleichen muss, um ‚erfolgreich‘ ‚angesehen‘ ‚wertvoll‘ sein zu können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, wie limitiert und limitierend ein solches Bewertungs-System ist – dass man es eigentlich ein Kontroll-System nennen muss, wo jeder jeden kontrolliert – was wir sagen und wie wir es sagen und dass die Prinzipien dieses Bewertungs-Systems rein gar nichts mit der Entwicklung oder einem echten ‚Lern-Prozess‘ des Wesens zu tun haben – das heißt dass es NIE darum geht, dass sich das Wesen weiterentwickelt – in der eigenen Kommunikation, Sprache, Verständniss – sondern nur, dass man Anderen ‚gefällt‘, dass man ‚erfolgreich‘ ist – was eigentlich nur eine Kopf-Illusion, ein Energetisches Erlebnis ist – man ‚fühlt‘ sich ‚toll‘ und ‚angenommen‘.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe so ’süchtig‘ nach ‚Externer Bestätigung‘ geworden zu sein, dass ich völlig mich Selbst übersehen habe, dass ich es ‚verlernt‘ habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich doch alleine dafür gerade stehen muss, was aus meinem Mund kommt, dass ich alleine dafür Verantwortung trage, was aus meinem Mund kommt, weil die Wörter die ich spreche, wie meine Kinder sind, die ich in die Welt entlasse und sie Folgen und Kosquenzen haben, und dass es alleine darauf ankommt, WELCHE Folgen und Konsequenzen ‚Meine Wörter‘ haben, wo liegt meine Verantwortung?, was bin ich bereit zu erschaffen und was nicht?, und dass dies alleine in Selbst-Ehrlichkeit geschehen muss und dass KEINE MEINUNG der Anderen dies beeinflußen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es nicht akzeptiert und es mir nicht erlaubt habe zu realisieren, wie unser heutiges Bewertungs-System von dieser Tatsache ablenkt, von der Tatsache, dass wir Verantwortung dafür tragen was wir sprechen, weil wir das leben und ausdrücken was wir sprechen und alle Kreation mit Worten in-und-als uns anfängt. Dafür haben wir uns ein illusorisches Bewertungs-System ausgedacht, wo wir glauben ‚Meinungen‘ bzw. den ‚Ausdruck‘ ‚gut‘ oder ’schlecht‘ finden zu können – ohne dass wir die Folgen und Konsequenzen sehen – die Welt die diese Worte kreiren – die ’negativen‘ wie die ‚positiven‘.

Ich sehe, erkenne und verstehe, wie illusorisch die Angst ist, die ich für eine so lange Zeit aufrechterhalten habe und die ich für eine so lange Zeit ausgelebt habe – die Angst vor einem Bewertungs-System, das niemals aufgebaut wurde, um meinen ‚Ausdruck‘ wahrhaft zu fördern und zu unterstützen.

Ich realisiere, dass ich meinen ‚Ausdruck‘ nicht davon abhängig machen sollte, was Andere darüber denken, oder was es die Anderen ‚fühlen‘ läßt – noch was ich darüber denke oder ‚fühle‘, sondern alleine Welche Konsequenzen und Folgen meine Worte haben, Welche Welt sie kreieren – Ist es eine Welt, die das Beste für Alles Leben ist? Oder sind es Worte, die ablenken, verurteilen, limitieren?

Ich realisiere, dass wenn ich mein Augenmerk weg von den ‚Anderen‘ hin zu mir Selbst ändere, und anfange meine Worte als mich Selbst zu leben und auszudrücken – Ich mir die ‚Macht‘ gebe VERANTWORTUNG für Meine Worte zu tragen, und dass darin der Schlüssel zur Selbst-Änderung liegt, weil ich darin sehe, erkenne und realisiere, dass Worte die Bausteine unserer Welt sind, und ich dafür Verantwortung trage – für diese Welt als mich Selbst.

Ich verpflichte mich, wann immer ich Kommuniziere, Spreche oder mich Ausdrücke – mich zu verlangsamen und mich NICHT zu spiegeln und zu separieren, zu ‚versuchen‘ mich von ‚Außen‘ wahrzunehmen, wie ich ‚ankomme‘ oder ob ich ‚gefalle‘ – weil dies eine bloße Energetische Erfahrung ohne Bedeutung ist – die ein Bewertungs-System aufrechterhält, das keinerlei ‚LEBENsWERT‘ hat und dessen einziges Ziel es ist, von meinem wahren Selbst abzulenken und der Erkenntins, dass man Verantwortung für sich Selbst als diese gesammte Existenz trägt.

Ich verpflichte mich ein Neues Bewertungs-System in-mir uns als-mich zu etablieren, das auf der Prämisse gründet, das Beste für Alles Leben zu erschaffen, zu leben und auszudrücken, weil ich sehe, erkenne und verstehe, dass meine Kommunikation, mein Ausdruck mein individueller Beitrag sind, für die alleine ich Verantwortung trage, die aber Folgen und Konsequenzen für Alle als mich Selbst haben.

Ich realisiere, dass diese Änderung meines Ausdruckes und meiner Kommunikation ein Prozess ist, weil ich hier an die Grundmauern meiner Selbst vordringen muss, all die Ängste die ich akzeptiert und erlaubt habe – und dass jeder andere Mensch auf die gleiche Art und Weise funktioniert und wir heute praktisch zu Bewertungs-System-Agenten geworden sind, die sich gegenseitig mit ‚Bewertungen‘ und ‚Urteilen‘ kontrollieren und in Schach halten – und dass ich Atemzug für Atemzug erst die Selbst-Ehrlichkeit etablieren muss als die NEUE Grundlage auf die ich bauen und vertrauen kann.



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