Tag 209 – ‚Fehler‘-Ich-Charakter (7) Ich kann mich nicht ausdrücken – Angst-Dimension

4. April 2013

Marcel Marceau, an artistic expression genius

Dieser Blog ist eine direkte Fortsetzung des gestrigen Eintrags:
Tag 208 – ‘Fehler’-Ich-Charakter (6) Ich kann mich nicht ausdrücken – Angst-Dimension

Ich realisiere, dass es Nicht mein Wesen ist ‚Mich nicht ausdrücken zu können‘, – es ist viel mehr eine Selbst-Definition, die ich akzeptiert und mir zurecht gelegt habe – eine Rechtfertigung warum ich vor der Angst und Nervosität die in-mir und als-mich aufsteigt, kapituliert und es aufgeben habe zu erforschen und zu erkunden, wie es entstanden ist und warum ich Angst habe, warum ich nervös bin, wenn ich mit Anderen kommuniziere bzw. etwas vortragen, sprechen soll und wie ich mich darin ändern kann, wie ich meinen Ausdruck, meine Kommunikation korrigieren und verbessern kann.

Ich realisiere, dass ich mit dieser Aufsteigenden Angst und Nervosität total ‚verschmolzen‘ bin – Ich BIN zu dieser Angst und Nervosität geworden. Man könnte sagen, ich habe es perfektioniert und völlig automatisiert, sodass ich heute gar nicht mehr anders kann. Durch den Desteni-I-Prozess und die Angewendung des Werkzeuges ‚Selbst-Vergebung‘ habe ich jedoch die Möglichkeit erkannt und auch wahrgenommen, mich als der Schöpfer meiner Realität (wieder) zu etablieren und gewissermaßen mich neuzuerschaffen bzw. mich umzuprogrammieren.

Deshalb verpflichte ich mich, wann immer ich kommuniziere, mich mitteile, mit Anderen interagire, mich zu verlangsamen, und mich von der aufsteigenden Angst und Nervosität nicht überwältigen zu lassen, indem ich auf mich Selbst vertraue und Atemzug um Atemzug mich der Situation stelle – und mir erlaube mich NICHT innerhalb dieser Angst und Nervosität selbst zu definieren, ich wage den Schritt hinter diese Angst und drücke mich einfach aus, spreche und kommuniziere, höre zu und antworte.

Ich realisiere, dass es niemals die Anderen waren oder jemals sein werden, die meinen Selbst-Ausdruck kompromittiert haben bzw. kompromittieren werden – es sind immer die ‚Anderen in meinem Kopf‘ gewesen, also die selbsterschaffene illusorische Spaltung innerhalb von mir Selber – deshalb sehe, erkenne und verstehe ich, dass ich, wenn ich die Angst und Nervosität abbauen und stoppen will, ich gewissermaßen nichts anderes machen muß, als die Beziehung zu und mit mir Selbst korrigieren muss.

Deshlab verpflichte ich mich, mich Selbst NICHT zu verurteilen, wenn ich nervös beim Sprechen bzw. Kommunizieren bin, weil ich erkenne, dass jegliche Form von Selbst-Bewertung/Verurteilung mich überhaupt nicht weiterbringt, noch irgend etwas ändert, sondern mich viel mehr in meiner Selbst-Definition ‚Ich kann mich nicht ausdrücken‘ verfestigt und ein ‚Pseudo-Selbst‘ zementiert – Ich entscheide mich dabei zu unterstützen und zu fördern mich aus diesem ‚Pseudo-Selbst‘ zu befreien und mit mir Selbst sanft und geduldig zu sein, und jede Möglichkeit der Kommunikation als eine Gelegenheit zu sehen und zu nutzen, mich darin zu entwickeln, zu wachsen und zu verbessern.

Ich verpflichte mich auf den Grund meiner Angst vorzustoßen und zu erforschen, wie diese Angst und Nervosität entstanden ist, wo sie ihren Ursprung hat, indem ich zb. in meinem Leben zurückgehe und schaue, wo meine Ersten Kindheitserinnerungen in einem solchen Erlebnis begründen und wie ich diese Erlebnisse zu einer Persönlichkeit später ausgebaut und als eine Selbst-Definition verfestigt habe.

Fortsetzung folgt…



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