Tag 202 – ‚Fehler‘-Ich-Charakter (1) Mich hätte es besser nicht gegeben

22. März 2013

Ich habe im Dezember 2012 einige Blogs geschrieben, mit Titeln wie zb. ‚Ich stecke fest‚ oder ‚Die Welt ist gegen mich‚ – alles Dimensionen des ‚Aufgeben‘-Charakters. Ich habe damals diese Reihe nicht beendet. Habe mich darin ‚aufgegeben‘, diesen Charakter bis zum Ende zu laufen. Ja, es schien zu groß – schon faszinierend. Wenn ich mir die Zeit von Dezember an anschaue, sehe und erkenne ich, dass ich darin geloopt bin, also dass ich unnötige Zeitschleifen durchgegangen bin, und mehrfach vor diesem Punkt stand, dass ich mich ‚am Ende‘ fühlte und nicht mehr wußte, wie es weiter gehen soll, bzw. völlig ‚aufgeben‘ wollte.

Und jedesmal, wenn ich dann dabei bin ‚aufzugeben‘ sehe und erkenne ich, dass es diesen Moment, diese Ebene der Rechtfertigung gibt, und darin eigebettet ist mein Selbst-Verständnis, das man als den ‚Fehler-Ich‘-Charakter zusammenfassen kann – Die Akzeptanz der Eigenen ‚Unvollkommenheit‘ und des Eigenen ‚Unvermögens‘ – als einen ‚Makel‘ den ich als ein Schein(bares)-Selbst annehme, verkörpere und auslebe und so zum ‚Makel‘ selbst werde. Und dass ich im Grunde Nicht die Situation, die Lage aufgebe, sondern mich Selbst, und darin eingebettet meine Verantwortung also mein Vermögen auf die Situation zu antworten, sie zu händeln, sie zu managen, sie zu bestimmen und auf eine Weise zu steuern, die Mich Selbst UND die Situation zum Erfolgreichen Abschluss führt – also zu einem Ergebniss, das in Einheit und Gleichheit ‚das beste für Alle‘ ist.

Im letzten Blog habe ich einige Interne Selbstgespräche ausformuliert, die ich oft gar nicht mehr aussprechen muss, ich habe sie in meinem Leben so oft wiederholt, dass ich mit ihnen verschmolzen bin, sie sind mir sozusagen ins Fleisch übergegangen – Ich brauche diese Worte nicht mehr auszusprechen, ich verkörpere sie bereits als den ‚Fehler-Ich‘-Charakter.

Ich werde mir in den kommenden Blogs – Schritt für Schritt – diese Worte als Sätze des Eigenen Schein-Selbst-Verständnisses vorknüpfen und mir die Selbst-Limitationen selbst vergeben und schauen, wohin mich das führt… Viel Spaß!

‚Mich hätte es besser nicht gegeben‘ – begründet in meiner Entstehung-Geschichte sozusagen. Als ich ca. 12 Jahre alt war, erfuhr ich, dass ich ein absolut ungewolltes Kind war und dass es an ein ‚Wunder‘ grenzt, dass es mich doch gibt – eine Spirale versagte und auch die Mühen einen Arzt zu finden, der den Schwangerschaftsabbruch vorgenommen hätte. Es schockierte mich schon einwenig, aber dieses ‚Gefühl‘ ungewollt zu sein, war nicht neu und so verfestigte sich eher der bereits in-mir existierende Glaube, dass ich ‚fehl am Platz‘ bin.

Das ist ein ‚echtes‘ Problem, das über mich selbst hinaus, über meine eigene Geschichte hinaus von Bedeutung ist – Ungewollte Kinder – Wenn Frauen ungewollt schwanger werden, ungewollt Kinder zur Welt bringen und sie dann diesen Eigenen Internen Konflikt an den Kindern austragen. Ich werde in einem Blog in nächster Zeit aufzeigen, wie dieses Problem an der Wurzel gepackt werden kann, indem man die Weise und die Art wie wir uns auf der Erde als Gemeinschaft organisieren – das Welt-System als Ganzes – ändern kann, aber auch wie wir uns als Individuen ändern müssen, um einer solchen Situation völlig vorzubeugen, sodaß diese Situationen nicht mehr ein Teil unserer Realität sein werden. [Sobald ich diesen Blog geschrieben habe, verlinke ich ihn an dieser Stelle]

In dem Prozess den ich beschreite, geht es Nicht darum Schuldzuweisungen zu machen, sondern das Eigene ‚ICH‘ soweit aufzuräumen, dass Spaltungen und Trennungen innerhalb der Beziehung mit-und-als das Selbst aufgelöst werden und man wieder zu EINEM SELBST in Einheit und Gleichheit – zum LEBEN wird. Es geht darum, die Eigene Verantwortung zu Erkennen und darin die Macht ein Schöpfer seiner Selbst zu werden und zu sein. Es geht darum, in dieser Eigen-Verantwortung, die Verantwortung für die Menschliche Gemeinschaft als Ganzes zu erkennen, und das wir Nicht nur in der Lage sind, und Selbst zu ändern und zu bestimmen ‚Wer wir Sind‘, sondern auch die darin verknüpfte Pflicht zu sehen und zu erkennen, ein Selbst zu werden und zu sein, dass ‚das Beste für alles Leben‘ ist, weil nur so sichergestellt wird, dass wir niemals Konflikte und Situationen Für-Einander kreiren, wo jemand leiden, oder ein Dasein fristen muss, das man Nicht mehr Leben nennen kann. Ein Leben, dass man so sich Selbst Nicht wünschen würde, mit dem man Nicht gerne tauschen würde.

Und wenn ich zum eigentlichen Thema dieser Blogreihe komme, zu meinen ‚Fehler-Ich‘-Charakter, sehe und erkenne ich, das solange ich mich Selbst innerhalb diesen Charakters ‚gefangen‘ halte, akzeptiere ich nicht nur die Eigene-Limitation ein ‚Makel‘ zu sein, sondern auch es dass andere Menschen und Systeme als ‚Makel‘ gibt – damit eins und gleich anzeptiere ich eine Realität und eine Welt in der Mißbrauch exisitert, weil ich nicht nur mir Selbst eine Hintertür für das Versagen und Scheitern offenhalte, sondern allen Anderen Manifestationen innerhalb dieser Physischen Existenz auch.

Im nächsten Blog folgt die Selbst-Vergebung und die anschließende Selbst-Korrektur für das in-mir und als-mich existierende Selbst-Verständniss innerhalb der Worte ‚Mich hätte es besser nicht gegeben’…



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