Tag 196 – Fingernägelkauen (17) ‚Ursprung des Nägelkauens‘

12. März 2013

 

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Ich befinde mich zur Zeit in einer interessanten Situation, wo ich dem begegne, was ich als meinen ‚Ursprung des Nägelkauens‘ definiert habe – dieser ‚Externe Punkt‘ auf den ich alle Verantwortung verschoben und alle meine Vorwürfe hinprojeziert habe. Ich beobachte, wie ‚einfach‘ ich es mir gemacht habe – wie ‚einfach‘ es mir fällt, mich Selbst zu verleugnen und alles was ich akzeptiere und mir erlaube zu sein, die Ursachen und die Gründe, als Entschuldigungen, Rechtfertigungen und scheinbare Erklärungen nach Außen zu projezieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe alles was in-mir und als-mich vorgeht, nach Außen zu projezieren, und damit einen ‚Externen Punkt‘ erschaffen zu haben, auf den ich meine Selbst-Verantwortung verschieben konnte, ohne mir in Selbst-Ehrlichkeit eingestehen zu wollen, dass ich es nur deshalb gemacht habe, weil es mir am ‚Einfachsten‘ erschien, was im Detail heißt, dass dieses Verhalten mich hat ‚gut fühlen‘ lassen und ich so einer Energetischen Erfahrung als das ‚Sich-Gut-Fühlen‘ gefolgt bin.

Ist das nicht eine erstaunliche Akzeptanz, die wir ‚hinnehmen‘? – „Ich bin so oder so, weil ich dazu ‚gemacht‘ wurde, und ich Selbst kann nichts dafür, ich konnte mich praktisch NICHT entziehen, also ich bin NICHT ’schuld‘ – und damit fühle ich mich gleich besser!“

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu realisieren, dass der ‚Externe Punkt‘ den ich als völlig separiert von mir Selbst wahrgenommen habe, eigentlich eine Beziehung ist, die ich mit-und-als mich Selbst in Separation von mir Selbst erschaffen habe – was bedeutet dass ich mit Absicht diese Trennung als mich erschaffen habe, dass es eine Selbst-Manipulation ist, um die eigene Selbst-Verantwortung verleugnen und ignorieren zu können.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, ich könnte von ‚außen‘ zu etwas ‚gezwungen‘ werden, ohne zu realisieren, dass dieser Glaube in Wahrheit doch nur mein WESEN offenbart – dass ich in zwei Welten existiere, in einer Inneren und einer Äußeren, die in einem ständigen Konflikt zu einander stehen – mein Eigen-Interesse gegen das Eigen-Interesse der Anderen – und wann immer es mir passt, benutze ich die Ausrede und Rechtfertigung, dass ich von ‚Außen‘ zu etwas ‚gezwungen‘ werde/wurde – wobei ich NICHT sehe, erkenne und verstehe, dass ich damit den ständigen Kampf der ‚EGO’s aufrechterhalte – und auch wenn ich das ‚Gezwungen-Werden‘ ablehne und dagegen rebelliere, ändert sich GAR NICHTS – damit bestätige und validiere ich vielmehr das ‚Gezwungen-Werden‘ – die Separation – weil es doch eine Einfache Gleichung ist – 1+1=2 – wenn ich in Situationen in denen es mir passt, diese Verleugnung der eigenen Verantwortung ausnutze um jede ‚Schuld‘ von mir zu weisen und als ‚Gewinner‘ zu stehen, darf ich doch nicht ‚jammern‘ wenn ich in anderen Situationen in diesem ‚Ego-Spiel‘ ‚verliere‘ und zu etwas ‚gezwungen‘ werde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass die Verleugnung der Selbst-Verantwortung eins und gleich mit ‚Gezwungen-Werden‘ ist – und dass wann immer ich das Gefühl habe zu etwas gezwungen zu werden, bzw. etwas tun zu müssen, was ich NICHT will – eigentlich ein Indikator dafür ist, dass ich in diesem Punkt meine Selbst-Verantwortung verleugnet habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass das sich ‚Gut-Fühlen‘ in Situationen in denen ich die Selbst-Verantwortung aufgeben, verleugnen und irgnorieren kann, eigentlich absolut ‚Dämonisch/Böswillig‘ ist, weil ich damit nicht nur für mich Selbst Konsequenzen und Folgen erschaffe, die ich widerrum nicht wahrhaben will und ich das ‚Spiel‘ weiter betreibe, weil ich die ‚Schuld‘ auf ‚die Anderen‘ verschiebe.

Ich realisiere, wie ich das ‚Spiel‘ der Verleugnung der Selbst-Verantwortung perfeknioniert habe, bis zu dem heutigen Stand/Zustand als die Konsequenz und die Ansammlung der Akzeptanzen und Billigungen, wie zb. im Fall des Fingernägelkauens, wo ich eher damit beschäftigt bin, ‚den Anderen‘ ‚Schuld‘ zuzuweisen, dass ich Nägel kaue, anstatt für mich und als mich Selbst mich aufzurichten, und mein Verhalten, meine Lebensweise in Einheit und Gleichheit als das Physische neu auszurichten, anzugleichen und zu korrigieren.

Ich realisiere, dass ich mit ‚Schuldzuweisungen‘ überhaupt nicht weiterkomme, sondern im Gegenteil mich in das ‚Spiel‘ der Verleugnung der Selbst-Verantwortung noch weiter vertiefe und somit auch mir die wahre ‚Macht‘ die in mir steckt, das Potenzial das in mir steckt, vernichte und mich in einer Position festhalte, die mich tatsächlich als ‚machtlos‘ manifestiert.

Deshalb verpflichte ich mich nicht nur im Fall des Fingernägelkauens, sondern auch alle anderen ‚Externen Punkte‘, die ich für meine heutige Situation/Lage in Separation von mir Selbst, verantwortlich mache, zu entlarven und sie als-mich Selbst wieder anzugleichen, neu auszurichten und meine Lebensweise zu korrigieren.



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