Tag 191 – Fingernägelkauen (12) Den ‚Mechanismus‘ ändern

4. März 2013

Heute möchte ich zu einem Punkt zurückkehren und ihn vertiefen, den ich in meinem letzten Blog erwähnt habe – Fingernägelkauen als den ‚Konflikt-Bewältigungs-Mechanismus‘ – vorallem mit dem Fokus auf den ‚Mechnismus‘ im Sinne von einer Automation, die ich über Jahre in-mich und als-mich programmiert habe. Nach 11 Blogs über das Nägelkauen wird mir klar, dass das Ausschreiben dieses Punktes der erste Schritt ist, damit ‚verlangsame‘ ich mich Selbst als Bewußtsein/Mind und werde mir über die Bewußtseins-Prozesse klar. Die Selbst-Vergebung ist der zweite Schritt – mit der Selbst-Vergebung erkenne ich mein eigenens ‚Hinzutun‘, meine ‚Teilnahme‘ in diesen Bewußtseins-Prozessen. Und doch fehlt der letzte Schritt – eine NEU Ausrichtung meiner Selbst, die Entscheidung ‚Wer will ich sein‘ und ‚Wie will ich nun Leben‘ – die Physische Anwendung meiner Selbst.

Das Fingernägelkauen ‚passiert‘ völlig automatisiert. Es ist nicht so, dass ich einfach so da sitze und dann eine Entscheidung treffe mal Fingernägel zu kauen, es ist nicht so, dass ich in meinem Kalender nachschaue und beschließe am Freitag um 14 Uhr Nägel zu kauen, weil ich den Nachmittag frei habe und mal wieder Zeit wäre meinen Nägeln Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe erkannt, dass ich meine Beziehung zu meinen Nägeln/Händen wörtlich in die Hände nehmen muss, indem ich nämlich die Beziehung kreire, die ich mir wünsche, die ich sein will – nicht in Separation, so wie ich meine Nägel/Hände bis jetzt gesehen habe, als ‚Dinger‘ an denen ich mich ‚ausleben‘ und die ich als ‚Ventile‘ gebrauchen kann, oder die ‚mir‘ (als Bewußtsein) ‚dienen‘ können, weil ich mit ‚ihnen‘ Sachen verrichten kann, sondern ALS MICH SELBST, als eine Möglichheit und das Pozential mich Selbst auszudrücken.

Und da habe ich erkannt, wie cool das Fingernägelkauen sein kann, wenn ich aufhöre es zu ‚hassen‘ oder zu verurteilen, und wenn ich es als einen Indikator nutze, als einen Moment der Selbst-Realisation, denn wann immer ich meine Finger zum Mund führe, kann ich es als einen ‚Weckruf‘ nutzen – „Hi meine Hände! Da sein ihr als mich Selbst, beinah wäre ich dem Mind auf den Leim gegangen, und hätte mich als Energie gechannelt, aber nein – ich sage hierhin und nicht weiter, ich habe mich entschlossen eine NEUE Beziehung aufzubauen und euch als mich Selbst zu erkennen, als das Physische. Moment mal – was ist gerade eigentlich passiert – welchen Konflikt wollte ich gerade an euch in Separation von mir Selbst ‚bewältigen‘? Welche Emotionen oder Gefühle verdränge ich gerade? Wo bin ICH eigentlich? Was geht in mir vor?“

Und wenn ich in meiner Applikation/Selbst-Anwendung ausdauernd sein werde, werde ich eventuell diesen Punkt, diesen ‚Mechanismus‘ als Nägelkauen überwinden und meine Hände nicht mehr zum Mund führen, wenn ich einen ‚Konflikt‘ erlebe, sondern gleich eine Selbst-Schau vornehmen, mir den ‚Konflikt‘ gleich direkt anschauen und mit den Werkzeugen der Selbst-Ehrlichkeit, Selbst-Verantwortung, Selbst-Vergebung und einer praktischen Neuausrichtung korrigieren und an das Physische als mich Selbst angleichen.



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