Tag 189 – Fingernägelkauen (10) Der Konflikt

1. März 2013

Ich habe noch einmal die drei letzen Blogs durchgelesen und mir die Frage gestellt, worum geht es hier eigentlich – bei dem Punkt Bilder/Images innerhalb meiner Hände – ich bin im übertragenen Sinne einen Schritt zurückgetreten, um mir so das größere Ganze vor Augen zu führen. Wenn ich in mich hineinschaue, tauchen unzählige Bilder und Erinnerungen auf, ich habe das ‚Gefühl‘ nicht mehr zu wissen, wo ich anfangen soll. Mit den ersten Erinnerungen ans Fingernägelkauen verbunden sind unzählige andere Erinnerungen. Und fast alle diese Erinnerungen sind Aufnahmen von Augenblicken, die ich als ‚intensive Reaktionen‘ bezeichnen würde, sei es ‚positiver‘ oder ’negativer‘ Art.

Und plötzlich als ich so in mich hineinschaute, ist mir klar geworden, dass mein ‚verworrener’/irritierter Zustand DIE ANTWORT ist – der KONFLIKT, der in-mir und als-mich existert, wenn ich z.b. Fingernägelkaue – und die in-mir und als-mich ‚abgespreicherten‘ Erinnerungen/Bilder stellen eins und gleich diesen Konflikt dar, zeigen meinen ‚Anfang‘ als Energie-Roboter als ich meine ersten ‚positiven‘ und ’negativen‘ Erfahrungen durchlebte und glaubte diese Erfahrungen seien ‚ICH‘ und ich sie in-mir und als-mich abspeicherte.

Ich habe die Natur meiner Konflikte erkannt und darin erstaunlicher Weise auch meine eigene Natur – wenn ich zwischen Perspektiven/Energien/Erinnerungen/Erlebnissen schwanke und sie als separierte Energetische Erfahrungen ‚individuell‘ durchlebe, und jede einzelne separierte Perspektive/Energie/Erinnerung/Erlebnis auf die alleinige ‚Richtigkeit‘ pocht, sozusagen ihre/sein Selbst-Interesse verteidigt – genau so wenn man sich nicht entscheiden kann, weil man zwischen den Möglichkeiten schwankt, so ist jede Möglichkeit im Grunde nicht ein möglicher Weg/eine mögliche Lösung – nein, jede Möglichkeit ist wie eine Persönlichkeit, die im Wettkampf mit den anderen Persönlichkeiten/Möglichkeiten ‚gewinnen‘ möchte. In einem Konflikt verharren bedeutet sich NICHT entscheiden zu können, oder viel mehr zu glauben, man MÜSSTE sich entschieden, und eine ‚Wahl‘ treffen – welche der ‚Möglichkeiten‘, als eine separierte ‚Lösung‘ die ‚Beste‘ ist, auf Kosten all der anderen ‚Sichtweisen’/Möglichkeiten.

Ich habe NIE gesehen, erkannt und verstanden, dass ich mich NICHT innerhalb von Energie als Bewußtsein definieren muss, weil ich mich dann im-und-als einen ständigen KONFLIKT innerhalb der separierten, von einander als ‚getrennt‘ erscheinenden ‚positiven‘ und ’negativen‘ Energie-Erfahrungen eben als ein ’schwankendes‘ ‚Energie-ICH-Bewußtsein‚ erlebe – und dass es sehr wohl EIN LEBEN HIER gibt, in Einheit und Gleichheit als mich SELBST als das Physische.



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