Tag 183 – Fingernägelkauen (4) Zeig mir Deine Nägel und ich sag Dir wie es dir geht

22. Februar 2013

 

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Heute möchte ich mir meine Akzeptanz und Billigung des zwanghaften Nägelkauens näher anschauen. Ich habe mir eine Erklärung und Rechtfertigung zurecht ‚gebastelt‘, und mir so die eigene ‚Mißhandlung‘ ’schön‘ geredet, ihr einen ‚Sinn‘ gegeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe die Mißhandlung, das Nägelkauen zu rechtfertigen, zu denken und zu glauben, dass das Nägelkauen einen ‚Sinn‚ hat, weil ich am Zustand meiner Hände, meiner Nägel ‚ablesen‘ kann, wie’s mir geht – als eine Art ‚Seelisches Meßgerät‘.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe NICHT die Absurdität darin gesehen, erkannt und verstanden zu haben, weil wenn ich mich Selbst mißhandle, ist der ‚Seelische Mißstand‘ doch offensichtlich selbst herbeigeführt! – „Ich füge mir mal Schmerzen zu, damit ich dann feststellen kann, dass ich ‚leide‘, dass es mir NICHT ‚gut geht’“ – das ist wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass Nägelkauen die Folge und die Manifestation der ‚Mißbräuchlichen Beziehung‘ ist, die ich mit mir Selbst und als mich Selbst erschaffen habe und dass wenn ich dem Nägelkauen einen ‚Sinn‘ gebe, gebe ich eins und gleich der ‚Mißbräuchlichen Beziehung‘ als mich Selbst – als eine Selbst-Definition – einen ‚Sinn‘ und auf diese Weise ‚vertiefe‘ und ‚verewige‘ ich diesen Konflikt als mich Selbst, anstatt eine praktische Lösung dafür zu finden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich so sehr von mir Selbst getrennt zu haben, dass ich glaubte ein ‚Externes Meßgerät‘ zu brauchen, um zu sehen, wie es mir geht und überhaupt, dass ich in meinen ‚Externen Handlungen‘ ‚beobachtet‘ habe, wie es mir im ‚Innern‘ geht – alleine das ist schon erstaunlich, dass ich den Ausmaß der Separation, die ich als mich Selbst manifestiert habe NICHT gesehen habe.

Ich realisiere, dass ich NICHT Nägelkauen muss um zu sehen, wie es mir geht, und weil ich mich bereits voll-automatisiert habe, kann ich diese ‚Automation‘ auf eine praktische Weise anwenden und bereits mein Verlangen nach Nägelkauen nutzen, was praktisch bedeutet, dass mir das Bedürfnis selbst ein ZEICHEN sein kann und ich mich NICHT in-und-als die Energien channeln muss – ich kann im Augenblick des Verlangens STOPPEN und die Vernatwortung für die angesammelten Energien tragen, indem ich sie mir Selbst vergebe.

Ferner realisiere ich, dass mit und durch eine solche Selbst-Unterstützung und die Selbst-Verantwortung ich mich darauf vorbereite, die Generation von Energie und die Teilnahme daran von Anfang an zu stoppen, und mir so über den Prozess der Ansammlung unterdrückter Energien klarzuwerden und so das ‚Problem‘ an der Wurzel anzupacken, um eventuell das Muster als Ganzes zu entlarven und neu auszurichten.

Ich verpflichte mich das Fingernägelkauen NICHT mehr zu rechtfertigen und an Internen Selbstgesprächen teilzunehmen und mich als sie zu manifestieren, dass Nägelkauen einen ‚Sinn‘ hat, weil ich erkenne und verstehe, dass diese Internen Selbstgespräche ein Teil des Problems sind, weil sie meine Selbst-Definition und darin meine Lebensweise untermauern, festbetonieren und den eigenen Mißbrauch, die Mißhandlung am ‚Leben‘ halten.

Ich verpflichte mich, mich in meinem Prozess kontinuirlich zu unterstützen, sodaß ich eventuell meine ‚Automation‘ an der Wurzel packen kann, mich bis auf den Anfang ‚vorarbeiten‘ kann, sodaß ich heute zb. mir die Fähigkeit/Möglichkeit gebe NICHT dem Verlangen nach Nägelkauen nachzugehen, und mich in Augenlicken des Verlangens korrigieren kann, ich aber letzenendes dieses Verlangen für immer stoppen werde, sodaß ich das Fingernägelkauen gänzlich im vollen Umfang neu ausgerichte und es nicht mehr ein Teil meiner Realität / meines Wesens ist.

Ich verpflichte mich in Augenblicken in denen ich das Verlangen und den Zwang verspüre an meinen Nägeln zu kauen – mich zu verlangsamen und mich im-und-als mein Atemzug im-und-als das Physische zu stabilisieren – und direkt in mich zu schauen, wie es mir geht, warum ich Energien angesammelt habe, in welchen Situationen, Punkten ich mich in Separation von mir Selbst definiert habe, was die Details dieser Energien sind – und so das Nägelkauen mit dem Werkzeug der Selbst-Vergebung auszutauschen.



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