Tag 179 – Süchte, Zwänge und Abhängigkeiten

16. Februar 2013

Bereits im Dezember letzen Jahres, habe ich den Entschluss gefasst, meine Süchte und Abhängigkeiten abzulaufen. Ich habe erkannt, dass viele wenn nicht alle meine Verhaltensmuster eine Art Zwangs-Verhalten sind. Und wie kann es eigentlich sein, dass obwohl ein WILLE zu Veränderung da ist, dass ich weiterhin bestimmte Verhaltensmuster wie ein Automat weiter lebe? Vielleicht liegt die Antwort auf der Hand: Ich bin ein Automat – ein Roboter – ein Organischer Roboter – vorprogrammiert und unfähig sein Programm zu ändern?

Und doch wurde ich nicht mit Süchten geboren. Sie sind Schritt für Schritt, Atemzug um Atemzug entstanden. Ich habe alle Verhaltensmuster und Gewohnheiten als mich Selbst in mich Selbst einprogrammiert, gespeichert und sie schließlich verkörpert.

Und dies war meine erste Realisation: Erst wenn ich diese Verhaltensmuster und Gewohnheiten als mich Selbst definiere und glaube es zu sein, wenn ich sie zu einem Teil von mir mache, wird es schwierig sie aufzugeben, sie zu stoppen, weil ich mich im Grunde Selbst daran hindere – weil ich der festen Überzeugung bin, dass es das ‚WER ich BIN ist, und ich das ‚wer ich bin‘ NICHT ändern kann.

Ich habe in meinen Zwanzigern zum ersten Mal diesen Widerspruch in mir erlebt, dass ich zwanghaft an manchen Verhaltensmustern ‚festgeklebt‘ habe und obwohl ich nicht so sein wollte, konnte ich scheinbar nichts daran ändern. Ich habe gekämpft und alles mögliche versucht, und doch konnte ich mich NICHT ändern. Mir ist nie klar gewesen, dass ich einen Kampf gegen mich Selber geführt habe. Zum Glück habe ich 2010 Desteni gefunden, oder besser gesagt, ich bin mir heute unendlich dankbar, dass ich mich von der anfänglichen Angst habe nicht stoppen und aufgeben lassen, und mir erlaubt habe zu realisieren, dass diese Angst – die völlig irrational ist – ein automatisierter Schutzmechanismus ist, einen davor zu bewahren sich als Bewußtsein/Mind zu erkennen und so letztendlich auch die Reise ins Leben zu verhindern.

Um meine Sucht-, Zwangs- und Abhängigkeits-Beziehungen zu korrigieren, werde ich die 21-Tage Systematik anwenden. Das heißt, ich werde 21 Tage lang mich dabei unterstützen und fördern, ein Verhaltensmuster zu stoppen. Mit dem Werkzeug der Selbst-Vergebung werde ich mich wieder befähigen die Selbst-Verantwortung zu übernehmen und die erlaubten Akzeptanzen und Billigungen zu entlarven, um mich anschließend durch eine Anleitung zu einer praktischen Selbst-Korrektur wieder an die Einheit und Gleichheit des Physischen als mich Selbst neu zu etablieren und anzugleichen.

Ich habe realisiert, dass die Akzeptanz und Billigung mich Selbst als Bewußtsein/Mind zu definieren, die ultimative Abhängigkeit und darin auch die ultimative Sucht nach Energie ist, und dass ich, wenn ich jemals als LEBEN HIER mich wiedergebären will – ich absolut stehen muss, ohne einen Hauch von Zweifel – was bedeutet, dass ALLES was ich BIN HIER in Einheit und Gleichheit als mich Selbst sein muss.Wenn ich mich aber in Separation von mir Selbst innerhalb einer Substanz, einer Person, einer Situation definiere, werde ich immer beeinflußt, kontrolliert und NICHT selbst-bestimmend sein und leben können.

 

Fortsetzung folgt…

 

 



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