Tag 177 – Interne Selbstgespräche – Ein Hamsterrad des Wahnsinns

14. Februar 2013

Heute habe ich mir die Internen Gespräche, die ich mit ‚Kopien‘ meiner Freunde/Bekannten führe, unter die Lupe genommen. Ich bin erstaunt und auch geschockt über das Ausmaß meiner Internen Selbstgespräche. Wenn ich keine ‚reale‘ Interaktion oder Tätigkeit, Handlung im Gewahrsein und völliger Selbst-Bestimmtheit ausübe, fange ich völlig selbstläufig in und als mein Bewußtsein/Mind mir Sachen auszuspinnen. Es ist eine überwältigende Innere Welt, die ich da am laufen halte – kontinuirlich und konstant halte ich mich ‚beschäftigt‘ im-und-als Bewußtsein/Mind. Es ist ein Multi-Dimensionales ‚Monster‘, was ich da erschaffen habe – und so war ich heute auch ein bißchen eingeschüchtert und erschlagen von der Größe und dem Ausmaß, und habe deshalb mir auch die Frage gestellt, wie ich am Besten dabei vorgehen soll, mir dieses ‚Monster‚ vorzuknüpfen.

Ich werde mich in den kommenden Tagen alleine den Internen Gesprächen widmen, die ich mit ‚Kopien‘ meiner Freunde/Bekannten führe, denn offensichtlich gibt es einiges mehr zu entdecken – mein Dasein als Bewußtsein/Mind zu entlarven und mich als das Physische HIER zu gebären wird eine wahre Reise ins Leben werden, für die ich noch viele Jahre mehr brauchen werde.

Ich werde so vorgehen, dass ich mir ein bestimmtes Internes Gespräch vorknüpfe, das was mich am Meisten durch den Tag beschäftigt hat und mir die Natur und das Muster des Gespräches genauer anschauen. Denn ich habe bemerkt, dass ich sehr oft das selbe Gespräch immer wieder in verschiedenen kleinen Variationen führe, also eine konstante Schleife mit kleinen, winzigen Änderungen, grob gesagt aber ist es immer wieder ein Thema/ein Punkt, das mich den ganzen Tag bzw. über Tage hinweg ‚verfolgt‘.

Dabei geht es mir nicht so sehr um die kosmetische ‚Bereinigung‘ der Oberfläche – also das direkte Ausschreiben meiner Inneren Unterhaltungen – sondern viel mehr um den Kern und den Grund, warum ich eigentlich auf das REALE und Physische ‚verzichte‘ und ein Illusorisches Selbstgespräch der REALITÄT vorziehe. Mit diesem Punkt fange ich auch an, mit der grundsätzlichen Auseinandersetzung, warum ich aufgehört habe zu LEBEN, und stattdessen mich ‚gefangen‘ halte im Hamsterrad meines Bewußtseins.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass Interne Selbstgespräche in irgendeiner Form real wären und irgendeinen ‚Nutzen‘ hätten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass es ’normal‘ ist Interne Selbstgespräche zu führen, weil es scheinbar jeder so macht, auch wenn keiner darüber direkt spricht, jedenfalls nicht aus der Perspektive, warum wir das eigentlich machen und welchen ’nutzen‘ und welche Konsequenzen es tatsächlich hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass Interne Selbstgespräche ‚Testläufe‘ sind, um ‚Realiltät‘ zu ’simulieren‘ und ich so mich auf die Realität ‚vorbereiten‘ kann, ohne dass ich es mir jemals erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass durch solche Internen Selbstgespräche ich mich in ein illusorisches Multi-Dimensionales Bewußtsein/Mind aufgesplittert habe, in unzählige Schichten von ‚Persönlichkeiten‘ ‚Unterpersönlichkeiten‘ ‚Charakteren‘ und ich so mich Selbst als Einheit und Gleichheit als LEBEN aufgegeben habe, um zu einem Bewußtseins-System zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass ich ‚frei‘ und selbst-bestimmend innerhalb dieser Internen Selbstgespräche bin, obwohl das eine LÜGE ist, weil auch wenn ich sie anhalten wollte, ich erkennen müßte, dass ich überhaupt NICHTS unter Kontrolle habe, und dass ich ein Sklave meines Bewußtseins/Minds geworden bin, weil ich die Gedanken-Prozesse überhaupt NICHT so ‚einfach‘ stoppen kann, und deshalb auch glaubte, dass es so sein MUSS; dass ‚Denken‘ den Menschen erst zum Menschen macht und es sogar ‚gut‘ bzw. ‚göttlich‘ ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass Simulationen im-und-als Bewußtsein von Interaktionen mit Freunden und Bekannten NIEMALS dem Physisch REALEN gleichzusetzen sind, weil sie nur limitierte ‚Kopien‘ sind – ‚aufgezeichnet‘ und ‚gespeichert‘ aus einem sehr beschränkten Blickwinkel meines ‚Ich‘-‚Bewußtseins‘ und deshalb auch nichts mehr als eingebildete Illusionen.

Ich verpflichte mich, mich dabei zu unterstützen und mich darauf vorzubereiten, mich aus dem Hamsterrad des Wahnsinns als das Bewußtsein/Mind zu befreien, indem ich meinen Prozess – die Reise ins Leben – beschreite und Schritt für Schritt – Atemzug um Atemzug – alle in mir und als mich existerenden Bewußtseins/Mind-Beziehungen/Prozesse zu eigen mache, was bedeutet, dass ich mir aller Bewußtseins/Mind-Prozesse gewahr werde – mit dem Werkzeug der Selbst-Vergebung – um mich anschließend mit einer praktischen Anleitung zur Selbst-Korrektur wieder mit dem Physischen/Realen angleiche und neuausrichte.

Ich verpflichte mich, mir meine Internen Selbstgespräche unter die Lupe zu nehmen, um die Natur und die Muster dieser Prozesse zu entlarven, weil ich realisiere, dass ich mich Selbst überhaupt nicht kenne und gar nicht weiß, was im Detail in mir vorgeht, wie und warum diese Prozesse eigentlich entstehen.



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