Tag 171 – „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott“ – Teil 3

2. Februar 2013

Dieser Blog ist eine Fortsetzung von
Tag 169 – „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott”
Tag 170 – „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott” – Teil 2

Wenn wir in einer ‚Liebesbeziehung‘ zum Gott einer anderen Person werden, indem wir zur Sonne und zum Zentrum seines/ihres Interesses werden, übernehmen wir also die Verantwortung für das Leben/die Lebenserfahrung dieser Person. Wir fangen damit an uns mit der ‚Aufgabe‘ ein Partner/Ehefrau/-mann zu sein, zu identifizieren – wir fangen an diese Rolle, diesen ‚Charakter‘ zu verkörpern und auszufüllen.

Und wo liegt das eigentliche ‚Problem‘? Verantwortung klingt doch ganz gut… Das ‚Problem‘ ist, dass wir es in Separation von uns Selbst machen.

Ich war 8 Jahre lang eine Ehefrau und das Zentrum des Geschehens meines Ehemannes. Als unsere Ehe zerbrach, zerbrach meine Welt – mein Mann als der Gott meiner Existenz verschwand und ich hatte keinen mehr, auf den ich hätte deuten können um die ‚Schuldfrage‘ zu klären. Dass irgendjemand anderes als das Selbst Verantwortung tragen kann, ist eine völlige Illusion und so erkannte ich, dass ‚NUR‘ ‚ICH‘ geblieben bin. Selbst-Verantwortung ist die Erkenntnis des Selbst – und die damit verbundene Fähigkeit ALLEN anderen ‚SELBSTS‘ auf eine Weise zu ‚Antworten‘, die das Resultat ‚das Beste für alles Leben (immer) anstrebt und herbeiführt – denn nur so wird das Prinzip ‚Leben in-und-als Einheit und Gleichheit‘ gewürdigt und sichergestellt.

Eifersucht ist die Angst seinen Illusorischen Gott-Status zu verlieren.

Immer wieder stehe ich vor der erstaunlichen Erkenntnis, dass hinter jeder Emotion, jedem Konflikt, jedem Gedanken und jedem Gefühl pure Angst steckt – die Angst ‚Illusionen‘ im und als das Bewußtsein ‚aufzugeben‘ – all die Konstrukte, Glaubenssysteme, Verhaltensmuster, Selbst-Definitionen, Ausreden und Rechtfertigungen, all das ist eine Bewußtseins-Sabotage uns als Leben HIER zu erkennen und zu sehen, zu realisieren und zu verstehen, dass wir in Wahrheit NICHTS anderes ‚aufgeben‘ als die Illusionen, dafür aber entdecken wir uns Selbst – und das ist das Beste und Schönste Geschenk, das man sich womöglich machen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass ich niemals ein Gott in Separation von mir Selbst sein kann und dass die Akzeptanz dieser Separation in-und-als-mich (im Inneren) zur Polarität führt und zu einer Welt (im Äußeren), in der laute ‚Götter‘ ihre ‚Ansprüche‘ geltend machen und je nachdem wieviel ‚Einfluß‘ /Dominanz ein separierter ‚Gott‘ entwickelt hat und wie viele ‚Gefolgsleute‘ bzw. ein Partner ihm ‚Liebe‘ zuteil werden lassen bzw. läßt, genauso viel ‚Angst‘ als die ‚Kraft’/Energie generiert werden muss! um diesen Zustand aufrecht zu erhalten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass ‚Eifersucht‘ die ‚eifrige‘ ‚Sucht‘ nach dieser ‚Kraft’/Macht/Energie ist, die ich mir als ‚Gott‘ eines Anderen ‚einbilden‘ kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass ‚Eifersucht‘ ein bereits Physisch integriertes Bewußtseins-Programm ist, das ‚Angst‘ als ‚Liebe‘ tarnt, nur weil wir so verblendet sind, dass wir den ‚Konflikt‘ dahinter nicht mehr als das direkt sehen können, was es in Wahrheit ist – pure ‚Überlebens-Angst‘.

‚Wenn mein Partner mir fremdgeht und womöglich einem anderen ‚Gott‘ folgt, weil er ihn ‚anziehender‘ findet, werde ich meinen Status verlieren und völlig ‚alleine‘ bleiben. Das wäre das Schlimmste überhaupt, ich müßte mich ja noch Selbst Erkennen oder noch schlimmer die Verantwortung für mich Selbst tragen!‘

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Eifersucht als ein ‚Liebesbeweis‘ zu deuten, als etwas ‚positives‘, obwohl ich mir über den ‚Konflikt‘ den ein solcher Zustand mit sich bringt sehr wohl gewahr bin, und diese Emotion niemals als etwas ‚positives‘ gesehen werden kann, weil sie schlicht weg ‚PURE ANGST‘ ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass es bei ‚Eifersucht‘ niemals wirklich um den Partner geht, sondern viel mehr um meinen ‚Status‘ als ein selbst-interessiertes ‚Ego‘.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass der Beste Weg einen Menschen kennenzulernen um dann eine Entscheidung treffen zu können, ob eine Partnerschaft das Beste für Beide Parter ist, nur dann möglich ist, wenn ich alle Ängste und Hemmungen stoppe, weil sie nur Konflikte, Manipulation und Täuschung verursachen und so praktisch die ‚freie Sicht‘ vernebeln.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen, erkennen und verstehen zu wollen, dass der Beste Weg eine vertrauenswürdige und stabile Partnerschaft zu erschaffen und zu leben, nur dann möglich ist, wenn ich alle Manipulation und Täuschung stoppe und so praktisch die ‚freie Sicht‘ und den ‚freien Ausdruck‘ ermögliche und pflege und dies nur dann möglich ist, wenn jeder Partner absolut Selbst-Verantwortlich und Selbst-Ehrlich ist.

Ich realisiere, wie ‚fremdbestimmt‘ und ‚fremdbestimmend‘ die Emotion von ‚Eifersucht‘ ist, weil ich mich erstens in Separation innerhalb von einer anderen Person selbst definiert habe – ich habe meinen ganzen ‚Wert‘ auf eine andere Person/ eine externe Beziehung projeziert und zweitens versuche ich diesen ‚Wert‘ als ‚Status‘ mittels dieser Person/ einer externen Beziehung zu kontrollieren – ohne mir erlaubt zu haben zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich mich als LEBEN HIER aufgegeben habe, um mich innerhalb eines ‚Wertes’/’Statuses‘, das ein vorprogrammiertes ‚System‘ ist, zu definieren.

Deshalb verpflichte ich mich – wann immer die Emotion von ‚Eifersucht‘ in mir auftaucht ihr NICHT zu folgen und mich NICHT mit ihr zu identifizieren, sondern sie als die automatisierte ‚Angst‘ zu sehen, mich als LEBEN HIER zu erkennen – und so erlaube ich mir die Illusion loßzulassen, weil ich bereits in meinem Prozess und meiner Reise ins Leben auf praktische Weise erfahren und mir Selbst bewiesen habe, dass ich rein gar nichts ‚aufgebe‘, wenn ich mir eine Illusion selbst vergebe, sondern viel mehr entdecke ich das Potenzial das in mir steckt – nämlich mich als Wahres Leben zu finden und wieder zu gebären.



Post a new comment

Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.