Tag 170 – „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott“ – Teil 2

31. Januar 2013

Dieser Blog ist eine Fortsetzung von Tag 169 – „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott”

Ich schreibe nun seit mehr als einer Woche über ‚Eifersucht‚ – mir war nie klar wie tiefsitzend diese Emotion ist, dass sie eigentlich ein Teil meiner Selbst, meines Selbstverständnisses ist, nämlich das Bedürfnis und das Begehren einen anderen Menschen – den Partner – völlig ‚unter Kontrolle‚ zu haben, und anders ausgedrückt – der GOTT eines Anderen zu sein. Und genauso, wie Gott mit einer unausschlagbaren ‚Liebe‘ daher kommt, habe ich diese Art von Beziehung als eine ‚Liebesbeziehung‚ definiert. So offenbart sich – und das immer wieder – dass ‚Liebe‘ eine Tarnung für ‚Angst‚ und dass ‚Angst‘ der Ursprung von ‚Liebe‘ ist. Und so versuche ich ‚eifersüchtig‘ diese ‚Liebe‘ zu ‚behüten‘.

Dabei habe ich völlig übersehen, dass ich dabei eine ‚Abhängigkeits-Beziehung‘ erschaffe, die NICHT das Beste für ALLE Beteiligten ist – weder für mich, noch für meinen Partner – weil eine Beziehung die auf ‚Angst‘ beruht, niemals ‚frei‘ sein kann. Weil das ‚Selbst‘ zugunsten der ‚Beziehung‘ aufgegeben wird. Und Prinzipien wie Selbst-Verantwortung und Selbst-Ehrlichkeit dabei ausgeblendet, ignoriert und miss-achtet werden und jegliche Form der Selbst-Erkenntnis ausgeschlossen bleibt. Die Erkenntnis dass wir ALLE GÖTTER sind – individualisierte LEBENsformen, die in einer Physischen Existenz der Einheit und Gleichheit in der Individuellen Selbst-Verantwortung UNS das LEBEN als GANZES erschaffen.

Stattdessen geben wir uns der Illusion hin, es gäbe eine von uns separierte ‚Macht‘ – einen Gott – der die Verantwortung trägt und deshalb das ‚Recht‘ hat zu bestimmen, zu kontrollieren, ‚geliebt‘ zu werden. Eine Beziehung zwischen Mann und Frau beruht auf den selben Pfeilern. ‚Ich liebe Dich‘ bedeutet nichts anderes als – ‚So, nun bist DU dafür verantwortlich mich ‚glücklich‘ zu machen, DU mußt mir ‚dienen‘, DU mußt meine ‚Liebe‚ erwidern, DU mußt meine ‚Angst‘ Dich zu verlieren erwidern‘.

ABER WO BLEIBT DAS ‚SELBST‚?

Das ‚Selbst‘ bleibt völlig auf der Stecke. Und ohne Selbst-Verantwortung ist Selbst-Erkenntnis unmöglich und unerreichbar. Der Plan ‚Gottes‘ geht auf, völlig bessessen von der ‚Idee‘ der Gott eines Anderen zu sein, übersehe ich völlig mich Selbst – dass ich der Gott und Schöpfer dieser Realität bin, und so ‚eifere‘ ich ’süchtig‘ immer einer Liebes-Illusion hinterher, ohne mir jemals erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich Selbst für mich Selbst verantwortlich bin – und das eins und gleich mit ALLEN existierenden individualisierten ‚SELBSTS‘ und so verlieren wir uns als LEBEN HIER im Ozean der Illusionen auf der Suche nach dem ‚Mehr‘ – einem scheinbar ‚verloren’gegangen Teil – wo wir doch in Wahrheit nicht auf der Suche sondern auf der Flucht sind.

Fortsetzung folgt….



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