Tag 168 – Blondinen Alarm – Selbst-Korrektur

28. Januar 2013

Dieser Blog ist eine Fortsetzung von gestern Tag 167 – Blondinen Alarm

Zusammenfassend stelle ich fest, dass ich mich innerhalb eines Bildes/Images – das ich aus Maßenmedien, kollektiven Bewußtsein kopiert und übernommen habe – selbst in Separation definiert habe. Oder einfacher ausgedrückt, habe ich mich als das Gegenteil von ‚sexy‘ ‚anziehenden‘ ‚Männermagnet‘ selbst empfunden und wahrgenommen. Und so ist es, dass ich jedes mal wenn ich es mit einer Frau zu tun habe, die dieses Bild/Image triggert, ich daran erinnert werde was ich NICHT bin und weil ich dieses Bild/Image als ‚positiv‘ bewertet habe, fühle ich mich in meiner eigenen Selbst-Definition als ’negativ‘, ‚untergeordnet‘ und ‚weniger‘ – und so reagiere ich völlig automatisiert mit Ablehung, weil ich als ein selbst-interessiertes ‚Ego‘ auf gar keinen Fall ‚weniger Wert‘ sein möchte, und so kreire ich weitere ‚Vorurteile‘ als ‚Rechtfertigungen‘ und ‚Ausreden‘ dafür warum ich ausgerechnet doch ‚besser‘ bin. Und das sind die ‚Abgründe‘ die ich mir nie eingestehen wollte, die ‚Böswilligkeit‘ die ich bereit war gutaussehenden Blondinen gegenüber auszuleben und zu verkörpern.

Und hier geht es nicht nur um MICH als ein Individuum, wir – alle Frauen haben uns Selbst als ein Bild/Image im-und-als Bewußtsein verankert und folglich damit identifiziert und so gibt es bestimmt viele Blondinen, die ihren ‚Vorteil‘ daraus geschlagen haben, weil sie dieses Bewußtseins/Mind-Bild/Image als eine ‚Überlebens-Stragie‘ einsetzen konnten. Und doch habe ich – wie schon oft gesagt – keinen Einfluß auf das Bewußtsein/den Mind einer anderen Person, dafür tragen wir die Verantwortung jeder für SICH individuell, aber ich bin fähig mich Selbst auszuräumen, und damit aufzuhören mich in Separation/als das Gegenteil in-und-als dieses Bild/Image selbst zu definieren, um letztendlich damit aufzuhören auf ‚gutaussehende Blondinen‘ zu reagieren, sondern sie eins und gleich als-mich selbst zu behandeln und das ‚Wesen‘ zu sehen und zu achten, als das ich Selbst gesehen und geachtet werden möchte.

Deshalb verpflichte ich mich – wann immer ich einer ‚gutausehenden Blondine‘ begegne – mich zu verlangsamen und NICHT der automatisierten Ablehnung zu folgen, sie einfach deshalb zu verkörpern, weil ich das schon immer so gemacht habe, sondern einen NEUEN WEG einzuschlagen, HIER im Physischen zu verbleiben und an der Interaktion teilzunehmen, zuzuhören, und das ‚Wesen‘, die Frau vor mir so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte – mit Achtung, Aufmerksamkeit, Unvoreingenommenheit.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich niemals das Wesen vor mir direkt gesehen habe, sondern immer nur meine eigenen Vor-Urteile, und ich so ein völliges UNRECHT gegenüber den Frauen ausgelebt und verkörpert habe, die ich als ‚gutaussehende Blondinen‘ bewertet und verurteilt habe.

Darin verpflichte ich mich Frauen NICHT mehr auf ihre Haarfarbe zu reduzieren, weil ich nicht nur ’sie‘ sondern auch mich Selbst innerhalb einer sehr limitierten ‚Wahrnehmung‘ festhalte – einer ‚positiv’/’negativ‘ Polarität – und so separiere ich mich von den ‚Blondinen‘ ohne zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich mich eigentlich von mir Selbst trenne. Und wenn ich eine NEUE Beziehung zu allen Frauen (blonden, brünetten und was auch immer) aufbaue, gebe und schenke ich mir Selbst einen Teil von dem ich mich getrennt habe.



Post a new comment

Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.